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Die Lüneburger Feuerwehr schafft neue Helme an, sie sind sicherer und schützen besser vor Flammen. Foto: ca
Die Lüneburger Feuerwehr schafft neue Helme an, sie sind sicherer und schützen besser vor Flammen. Foto: ca

Lüneburger Feuerwehr schafft neue Helme für die Brandbekämpfer an

ca Lüneburg. 15 Jahre lang haben die Kunststoffhelme ihren Dienst getan, nun muss die Lüneburger Feuerwehr sie austauschen. Die Brandbekämpfer wollen nun einen Helm anschaffen, der an einen Motorradhelm erinnert.

„Wir haben mehrere Modelle getestet“, sagt Stadtbrandmeister Thorsten Diesterhöft. Am Ende sei die Wahl auf eine Kopfbedeckung gefallen, die pro Stück rund 300 Euro kostet und in der Regel ein Leben lang halten soll. 240 Helme will die Stadt für die Feuerwehr anschaffen.

Wichtig ist für die Männer und Frauen, die bei Einsätzen in lebensgefährliche Situationen kommen, ein großer Schutz. Im vergangenen Jahr musste Feuerwehrmann Jörg Förster erleben, wie bei einem Brand an der Ohlinger Straße Flammen unter seinen alten Helm schlugen, er verbrannte sich trotz einer Maske die Ohren.

Das soll mit der Neuanschaffung verhindert werden. Die Helme lägen bei den Anforderungen über den Normen, gelten als extrem sicher und dazu relativ leicht.

Stadtbrandmeister Diesterhöft sagt: „Wir sehen mehrere Vorteile, eben auch, dass die Ohren besser geschützt sind.“ Zudem könne der Helm besser der jeweiligen Kopfform angepasst werden. Visiere, die vor das Gesicht gezogen werden, sind integriert, das Modell passt beispielsweise auch unter einen Chemieschutzanzug. Und: Das „Innenleben“ kann — anders als bisher — herausgenommen und gewaschen werden.

Der Feuerwehrchef geht davon aus, dass der Hersteller die neuen „Mützen“ im Sommer liefert. Eventuell könnten die alte Helme noch verkauft werden, mögliche Kunden könnten Feuerwehren in Osteuropa sein.

Mehr Hauptamtliche

Die vier Lüneburger Feuerwehren mit ihren gut 220 Mitgliedern sind ehrenamtlich organisiert. Allerdings arbeiten in der Wache an der Lise-Meitner-Straße auch zehn Hauptamtliche. Sie kümmern sich um Fahrzeuge und Material, warten Geräte. Sie sind auch die erste Truppe, die am Tage ausrückt zu Unfällen, feststeckenden Fahrstühlen oder eben Feuern. Unterstützt werden die Helfer von drei Kollegen der städtischen Abwassergesellschaft, die neben der Wache eine Werkstatt betreibt.

227 Mal preschten die Kollegen der Tagschicht vergangenes Jahr los, in 114 Fällen brauchten sie keine Verstärkung. Das ist wichtig, denn Arbeitgeber lassen ihre Mitarbeiter oftmals nur ungern aus Fabrikhallen und Büros für den Dienst an der Allgemeinheit ziehen.

Stadtbrandmeister Diesterhöft möchte daher die Schar der Hauptamtlichen um zwei Kollegen aufstocken. Entsprechende Anträge hat er im Rathaus gestellt: „Eine Antwort liegt noch nicht vor.“

Der Feuerwehrchef möchte die zusätzlichen Stellen gewinnen, da seine Leute tagsüber mit regulärer Arbeit gut ausgelastet sind. Wenn sie die 1200 Hydranten warten oder Brandmeldeanlagen prüfen, sind sie oft nicht in der Wache, wenn ein Einsatz ruft. Zudem wächst die Stadt: Die Einwohnerzahlen steigen, mehr Firmen siedeln sich an, der Verkehr nimmt zu. ca

One comment

  1. Es heißt: „Am Ende sei die Wahl auf eine Kopfbedeckung gefallen, die pro Stück rund 300 Euro kostet und in der Regel ein Leben lang halten soll.“

    In der Regel sind jedoch Kunststoffhelme nicht dafür geeignet „ein Leben lang“ zu halten. Sondern die Hersteller geben eine Lebenszeit / Nutzungsdauer in der Regel von 10-20 Jahren an. Denn durch die UV-Stahlung und Alter verändern sich auch die Eigenschaften des Plastiks. Schließlich sollen die Helme ihre Schutzfunktionen ja auch erfüllen.

    So auch bei dem Modell von Rosenbauer – so heißt es bei den Pflegehinweisen:
    „Wir empfehlen, eine maximale Gebrauchsdauer bei Feuerwehrhelmen der Baureihe HEROS-xtreme bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, Pflege, Wartung und Lagerung von 15 Jahren nicht zu überschreiten.“