Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Ein Prosit auf die neue Genossenschaft. Im Anschluss an die Gründungsversammlung konnten sich die Mitglieder mit leckeren Häppchen und frischen Säften des genossenschaftseigenen Catering-Services stärken - alles aus fair gehandelten Produkten. Foto: se
Ein Prosit auf die neue Genossenschaft. Im Anschluss an die Gründungsversammlung konnten sich die Mitglieder mit leckeren Häppchen und frischen Säften des genossenschaftseigenen Catering-Services stärken - alles aus fair gehandelten Produkten. Foto: se

Schülerfirma FairSalzen am Gymnasium Salzhausen ist nun eine Schülergenossenschaft

se Salzhausen. Demokratisch, nachhaltig und nicht nur auf die Maximierung der Gewinnspanne aus — diese Prinzipien von Genossenschaften vertritt auch die Schülerfirma FairSalzen des Gymnasiums Salzhausen. Und weil alle Schülerfirmen eine Rechtsform benötigen, war es der nächste logische Schritt aus der Schülerfirma eine Schülergenossenschaft zu machen. Jetzt wurde dieser Schritt offiziell gemacht. Begleitet von der Volksbank Lüneburger Heide, die der Genossenschaft mit Rat und Tat zur Seite stehen wird, wurde die „Nachhaltige Schülergenossenschaft FairSalzen“ gegründet.

Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind im Schulprogramm des Salzhäuser Gymnasiums verankert. FairSalzen ist ein Teil des Programms, machten Anne-Kathrin Dierschke und Kathrin Dräger, Lehrerinnen und Leiterinnen des Projekts, bei der Begrüßung der zahlreich erschienenen Gründungsmitglieder deutlich. FairSalzen sei als Arbeitsgemeinschaft gegründet worden, aus „der Einsicht in die Notwendigkeit, dass wir einiges ändern müssen“.

Mit der Gründung der Schülerfirma wurde aus der Theorie bald Praxis. Die Mitglieder von FairSalzen bestücken nicht nur einen Snackautomaten in der Schule mit fair gehandelten Produkten, sie bieten inzwischen auch einen Catering-Service. Und damit seien sie sehr erfolgreich, zollte ihnen Arne Simon vom Gymnasium Salzhausen in seinem Grußwort Respekt.

Das Unternehmen sei in den letzten Jahren stetig gewachsen, sowohl was den Umsatz, die Mitgliederzahlen und auch den Gewinn angeht, hob er hervor. „Ich bin sicher, dass ihr unsere Welt ein klein wenig besser und lebenswerter macht“, unterstrich er, denn mit FairSalzen werde die Realität nicht nur simuliert, sondern sei real.

Ganz konkret auch in der Unterstützung von Watotu Wetu in Tansania. Seit 2009 unterstützt das Gymnasium das Heim, in dem Waisen eine Ausbildung ermöglicht wird. Nicht nur die Einnahmen aus dem jährlichen Sommerfest kommen dem Heim zugute, sondern auch ein großer Teil des Gewinns der Schülerfirma.

Das soll mit der neugegründeten Genossenschaft auch so bleiben. Ein Drittel des Gewinns kommt dem Waisenheim zugute, das ist in der Satzung festgelegt. Ein Anteil ist schon für zwei Euro erhältlich. Maximal zehn Anteile können pro Person gekauft werden. Genosse werden kann übrigens jeder.

Nachhaltig soll auch die Finanzierung der Schülergenossenschaft sein. Sie erfolgt ausschließlich über Eigenkapital, es werden keine Kredite aufgenommen. Geleitet wird die Schülergenossenschaft von einem fünf- bis siebenköpfigen Vorstand. Darunter müssen zwei Schüler und ein Lehrer des Gymnasiums sein. Den ersten Vorstand der neugegründeten Genossenschaft bilden Henning Bahn, Stanislas Disqué, Yannick Lübberts, Jan Mencke, Isa von Platen, Hanna Dieck (Jahrgänge 5 bis 9, FairSalzen-Mitglieder) sowie Kathrin Dräger (Lehrerin und Projektleiterin).

Kontrolliert wird der Vorstand von einem Aufsichtsrat. Diesen bilden Daniel Müller (Volksbank Lüneburger Heide), Rüdiger Hulla (Schulelternrat Gymnasium Salzhausen), Amelie Riecke, Solveigh Günther, Julia Bargmann, Hannah Wimbert (alle Jahrgänge 9 bis 11, FairSalzen-Mitglieder) und Arne Simon (Lehrer des Gymnasiums). Unterstützt wird er vom Genossenschaftsverband.

Die Salzhäuser Schülergenossenschaft ist die 66. in Niedersachsen. Infos: www.schuelergenossenschaften.de.