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5797 Frauen und Männer in Stadt und Landkreis sind aktuell als arbeitslos gemeldet, das sind 21 Arbeitslose mehr als Ende Februar. Die Quote liegt damit bei 6,1 Prozent
5797 Frauen und Männer in Stadt und Landkreis sind aktuell als arbeitslos gemeldet, das sind 21 Arbeitslose mehr als Ende Februar. Die Quote liegt damit bei 6,1 Prozent

Jeder dritte Arbeitslose ist älter als 50 + + + Mit Arbeitsmarktbericht

ahe Lüneburg. Die Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt geht an Lüneburg aktuell weitgehend vorbei. 5797 Frauen und Männer in Stadt und Landkreis sind aktuell als arbeitslos gemeldet, das sind 21 mehr als Ende Februar. Die Quote liegt damit bei 6,1 Prozent. Zum Vergleich: Vor einem Jahr lag die Arbeitslosenquote bei 6,3 Prozent.

1329 Lüneburger meldeten sich im März neu oder erneut arbeitslos. Gleichzeitig fanden 1301 Frauen und Männer einen Job oder begannen eine Weiterbildung und verschwanden damit zunächst aus der Statistik. Jeder Dritte, der aktuell auf eine Anstellung wartet, ist 50 Jahre oder älter. Der Anteil junger Arbeitsloser unter 25 Jahren liegt momentan bei 9,5 Pozent.

„Die Zahlen zeigen, dass der regionale Arbeitsmarkt eine solide Basis hat. Ein Beleg dafür ist die weiterhin hohe Arbeitskräftenachfrage im Agenturbezirk“, erläutert Jens Mathias, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen. „Die Flüchtlingsbewegungen spiegeln sich nur bedingt in den Arbeitslosenzahlen wider.“ Der Anteil der Ausländer an den Arbeitslosen betrug im März 14,4 Prozent.

Dabei befinden sich unter dieser Personengruppe nicht ausschließlich Flüchtlinge, sondern auch Arbeitslose mit nicht deutscher Staatsbürgerschaft, die schon länger in Deutschland leben und arbeiteten, verdeutlicht der Experte der Arbeitsagentur. Insgesamt waren 817 in Stadt und Kreis lebende Ausländer bei der Arbeitsagentur oder beim Jobcenter als arbeitslos gemeldet.

Im gesamten Agenturbezirk, zu dem auch die Landkreise Harburg, Uelzen und Lüchow-Dannenberg gehören, ging die Arbeitslosenzahl leicht zurück (- 316 Personen) und erreicht nun eine Quote von 5,8 Prozent. 4311 Stellenangebote sind bezirksweit derzeit gemeldet, das ist ein Plus von 234 Stellen im Vergleich zum Februar. Die meisten Stellenzugänge kamen aus den Bereichen Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen dazu zählt vor allem Zeitarbeit mit 531 Stellen, Gesundheits- und Sozialwesen (140 Stellen), Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz (108 Stellen) sowie Gastgewerbe (69 Stellen).

Jens Mathias analysiert: „Mit dem Ferienende rückt für viele junge Frauen und Männer auch der Abschluss ihrer schulischen Laufbahn immer näher. Aktuell sind noch gut 2100 Jugendliche im Agenturbezirk auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle. Gleichzeitig sind noch mehr als 1700 Ausbildungsstellen unbesetzt.“

Der Geschäftsführer ist sich sicher, dass in den kommenden Monaten noch viel Bewegung auf dem Ausbildungsmarkt herrschen wird und täglich neue Ausbildungsangebote von regionalen Unternehmen eingehen werden. „Es lohnt sich, am Ball zu bleiben und den Kontakt zur Berufsberatung zu halten“, lautet deshalb sein Appell an die Lüneburger Jugendlichen. Unternehmen rät er, den Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter zu nutzen. „Auch für vermeintlich schwächere Bewerber haben wir Unterstützungsmöglichkeiten, damit eine Ausbildung erfolgreich bestritten werden kann.“

Arbeitsmarktreport März 2016