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An der Dahlenburger Landstraße sollen Radler zwischen den Einmündungen Theodor-Heuss-Straße und Toter Weg künftig sicherer unterwegs sein. Foto: be
An der Dahlenburger Landstraße sollen Radler zwischen den Einmündungen Theodor-Heuss-Straße und Toter Weg künftig sicherer unterwegs sein. Foto: be

Bessere Wege für Radfahrer

ahe Lüneburg. 811.000 Euro und damit so viel wie nie zuvor hat die Stadt Lüneburg im vergangenen Jahr in die Förderung des Radverkehrs investiert. In diesem Jahr fällt der Haushaltsposten mit 709.000 Euro etwas geringer aus. Wofür genau die Stadt das Geld ausgeben will, wird die Verwaltung im Verkehrsausschuss am Montag, 11. April, darlegen. Die öffentliche Sitzung in der Feuerwache an der Lise-Meitner-Straße beginnt um 16 Uhr.

Eine neue Rampe von der Straße Vor dem neuen Tore, ein 160 Meter langer Abschnitt am Lösegraben, ein kombinierter Rad- und Gehweg an der Konrad-Adenauer-Straße zwischen Bülows Kamp und Wilhelm-Leuschner-Straße und die Neuordnung der Radverkehrsführung an der Scharff-Kreuzung zählten zu den größten umgesetzten Maßnahmen 2015. Parallel dazu haben einige Radwege neue Decken bekommen, zum Beispiel jene am Schnellenberger Weg und an der Erbstorfer Landstraße.

Nun will die Stadt einige begonnene Streckenabschnitte fortführen und neue Wege bauen. Den größten Posten nimmt dabei mit 304.000 Euro der Radweg an der Dahlenburger Landstraße ein. Dort ist zwischen der Einmündung Theodor-Heuss-Straße und Toter Weg (Abzweigung zum KVG-Gelände) eine Mischlösung von Hochbordradweg und Radfahrstreifen auf der Fahrbahn geplant. 150.000 Euro sind angesetzt für den Neubau eines 350 Meter langen Geh- und Radweges am Lösegraben zwischen Altenbrückertor- und Lünertorstraße inklusive der vorbereitenden Maßnahmen für eine spätere Beleuchtung des Lösegrabenradweges auf voller Länge. Auf der Fahrrad­route Reppenstedt soll die Achse Sülzweg — Jüttkenmoor — Schnellenberger Allee als Alternativroute zum Straßenzug Vor dem Neuen Tore/Neuetorstraße für 140.000 angelegt werden. Verlängert werden soll an der Schnellenberger Allee der vorhandene Belag aus Sabalith von der Kehre Mittelfeld bis zum ersten Stichweg in das Baugebiet Teufelsküche. Kosten: 40.000 Euro.

Für die Umgestaltung der Rad- und Fußgängerführung auf der Westseite der Straße Am Springintgut auf Höhe der Kfz-Zulassungsstelle von der Ampel bei der Ritterakademie bis zur abknickenden Vorfahrt Neuetorstraße sowie für das Versetzen der Laternenmasten aus dem Geh- und Radweg Neuetorstraße in die Seitenbereiche sind 30.000 Euro angesetzt. Für die Sanierung des Geh- und Radweges zwischen der Kurvenaufweitung Coca-Cola und Bei der Pferdehütte stehen 65.000 Euro im Etat. An der B216 entsteht für 15.000 Euro eine Rampe von der Bundesstraße zur Elso-Klöver-Straße.

Für Radwegeunterhaltungsmaßnahmen sind 50.000 Euo vorgesehen. Als Beispiele nennt die Stadt einen 380 Meter langen Abschnitt auf der Westseite der Bockelmannstraße zwischen Ostumgehung und Zufahrt zum Betriebsgelände der AGL, für den alleine 35.000 Euro zu veranschlagen seien.

Umstieg fördern

Die Stadt Lüneburg möchte an der Imagekampagne „Stadtradeln“ teilnehmen. Dabei handelt es sich um eine Initiative des Klima-Bündnisses, ein Netzwerk von Städten, Gemeinden und Landkreisen zum Schutz des Weltklimas.

Das Ziel der Aktion Stadtradeln, das deutschlandweit an 21 zusammenhängenden Tagen innerhalb eines frei wählbaren Zeitraums vom 1. Mai bis 30. September umgesetzt werden soll, ist es, Bürger für die Benutzung des Fahrrads im Alltag zu sensibilisieren und damit die Fahrradnutzung zu erhöhen. Kommunalpolitiker sollen mit Bürgern um die Wette radeln, beruflich oder privat möglichst viele Fahrradkilometer innerhalb des Aktionszeitraums sammeln. Schulklassen, Vereine, Organisationen und Unternehmen können ebenfalls eigene Teams bilden.

Während der dreiwöchigen Aktionsphase erfassen alle Teilnehmer auf der Internetseite www.stadtradeln.de ihre klimafreundlich zurückgelegten Kilometer. Teamvergleiche sowohl innerhalb der Kommune als auch bundesweit sollen dort möglich sein. Auch einen Aktionstag soll es in Lüneburg geben, ein genauer Termin steht noch nicht fest.

Die Teilnahme an der bundesweiten Kampagne kostet die Stadt 1000 Euro.