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Der Altbau der Grundschule Häcklingen hat ausgedient. Er soll Platz machen für einen Neubau, mit dem das Konzept der Ganztagsschule umgesetzt werden kann.
Der Altbau der Grundschule Häcklingen hat ausgedient. Er soll Platz machen für einen Neubau, mit dem das Konzept der Ganztagsschule umgesetzt werden kann.

Grundschule Häcklingen: Ausbau für 3,5 Millionen Euro

us Lüneburg. Altes geht, Neues kommt. Auf diese Formel lassen sich die Pläne bringen, die von der Stadt für die Umgestaltung der Grundschule Häcklingen vorgesehen sind. An die Stelle eines der älteren Gebäudeteile soll ein Neubau Platz schaffen für die Erweiterung zur Ganztagsschule und für die Nachmittagsbetreuung. Am Montagabend wurde das 3,5-Millionen-Projekt der Öffentlichkeit vorgestellt.

Altbau wirdabgerissen

„Es war ein langes Ringen mit dem Schulvorstand und dem Schulelternrat“, sagte Oberbürgermeister Ulrich Mädge, der eigens in die Grundschule gekommen war und es sich nicht nehmen ließ, die Pläne vorzustellen. Schließlich ist das Projekt Teil des sogenannten Bildungsfonds, ein Investitionspaket, mit dem die Stadt in den kommenden vier Jahren rund 40 Millionen Euro für Sanierung und Erweiterung der städtischen Schulen zu Ganztags- und Inklusionsschulen in die Hand nehmen will.
Geplant ist die Errichtung eines Gebäudetrakts zwischen dem heutigen Dorfgemeinschaftshaus und dem früheren Schulleiterhaus. Der bestehende, in den 1950er- und 1970er-Jahren errichtete Altbau an dieser Stelle soll abgerissen werden. In dem Neubau sind vier Unterrichtsräume, Räume für die Schulverwaltung und das Lehrerkollegium sowie die Küche mit Ausgabestelle und Ganztagsraum geplant. Ebenfalls soll hier ein als Rondell geplanter Haupteingang angelegt werden, der Zugang erfolgt wie bisher über den Embser Kirchweg. Außerdem werden barrierefreie Zugänge für Inklusionsschüler geschaffen.
„Anders als in anderen Schulen ist hier keine Mensa, sondern eine Küche mit angrenzendem Gemeinschaftsraum geplant“, erklärte Schulleiterin Barbara Hinzmann. Ziel sei es gewesen, „größtmögliche familiäre Atmosphäre für die Kinder zu schaffen, in der auch Esskultur vermittelt wird“.

Veränderungen soll es auch im östlichen Teil des 1996 geschaffenen Gebäudetrakts geben. Geplant sind hier ein Kunst- und Kreativraum sowie drei Ganztagsräume und zwei Ruheräume „zum Lesen und Sichzurückziehen“, wie Barbara Hinzmann erläuterte. Die Schüler, die aktuell dort unterrichtet werden, ziehen dann in den Neubautrakt um.

Mit den Bauarbeiten soll im Januar 2017 begonnen werden, die Fertigstellung ist für Sommer 2018 geplant. Der Neubau soll in konventioneller Bauweise mit Ziegelfassade und Holzpaneelen errichtet werden. „Schulbetrieb und Baustelle werden strikt voneinander getrennt“, versicherte Wolfgang Koplin, Leiter des Bereichs Gebäudewirtschaft der Stadt. Während der Bauzeit muss das Lehrerzimmer in Container auf dem Schulhof ausweichen. Diese und die bereits vorhandenen Unterrichts-Container werden nach Fertigstellung entfernt, alle Schüler dann in normalen Klassenräumen untergebracht.
Eine Erweiterung der Schule mit ihren derzeit 260 Schülern ist mit dem Neubau nicht vorgesehen. Hierfür bestehe derzeit kein Anlass, erklärte Mädge. Er betonte auch, dass der Fachwerk-Altbau, der jetzt als Dorfgemeinschaftshaus genutzt wird, nicht abgerissen werde.

Ab 15 Uhr kostet Betreuung extra

Mit der Fertigstellung des Neubaus soll die Schule dann an drei Tagen pro Woche als offene Ganztagsschule geführt werden. Jeweils dienstags, mittwochs und donnerstags steht den Schülern dort nach der regulären Unterrichtszeit eine Mittagsversorgung und eine Betreuung bis 15 Uhr zur Verfügung. Danach ist eine weitere, aber kostenpflichtige Betreuung durch einen freien Träger vorgesehen. Ob diese bis 17 Uhr oder sogar bis 18 Uhr angeboten wird, hänge laut Mädge vom Bedarf ab. Dieser soll Ende 2017 ermittelt werden.

Die Schule begrüßt die Pläne. „Hier wird nicht nach Schema F gebaut, das freut uns sehr“, sagte Schulleiterin Barbara Hinzmann. Zufrieden zeigte sich auch Marco Sievers, Sprecher des Schulelternrats: „So haben wir uns das vorgestellt.“ Einen Hinweis gab es an dem Abend von einer Teilnehmerin. Sie regte an, die Zeiten, in denen die Kinder abgeholt werden, zwischen Schule und benachbarter Kita zu harmonisieren.