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Das Gebäude, das jetzt gründlich auf Vordermann gebracht werden soll, liegt im nordöstlichen Teil des Schulzentrums. Untergebracht sind in dem zweigeschossigen Gebäude Fachunterrichtsräume für Kunst und Textiles Gestalten, außerdem Lehrküche und Musikraum. Foto: t&w
Das Gebäude, das jetzt gründlich auf Vordermann gebracht werden soll, liegt im nordöstlichen Teil des Schulzentrums. Untergebracht sind in dem zweigeschossigen Gebäude Fachunterrichtsräume für Kunst und Textiles Gestalten, außerdem Lehrküche und Musikraum. Foto: t&w

Nächste Million für Scharnebeck

pet Scharnebeck. Die stolze Summe von insgesamt 23 Millionen Euro will der Landkreis Lüneburg bis 2018 in Erweiterungen und Sanierungen am Schulzentrum Scharnebeck investieren. Schon seit 2008 wird fast ununterbrochen gebaut, damals bekam das Bernhard-Riemann-Gymnasium einen neuen Fachklassentrakt. Entstanden ist mittlerweile auch eine große Mensa. In diesem Jahr sollen 1,03 Millionen Euro in die Sanierung der Oberschule am Schiffshebewerk fließen. Darüber berichtete Architekt Ralf Horn in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Hochbau und Energiesparmaßnahmen in der Cafeteria der Berufsbildenden Schulen (BBS) III auf dem Schwalbenberg.

Das Gebäude, das jetzt gründlich auf Vordermann gebracht werden soll, liegt im nordöstlichen Teil des Schulzentrums, direkt an der Adendorfer Straße. „Ein Teil des Ursprungsbaus des Schulzentrums“, beschrieb Horn den Bau aus den 1960er-Jahren. Untergebracht sind in dem zweigeschossigen Gebäude Fachunterrichtsräume für Kunst und Textiles Gestalten, außerdem Lehrküche und Musikraum.

Eine nach und nach abplatzende äußere Ziegelschicht, verursacht durch jahrzehntelangen Frosteinfluss, ist nicht die einzige Schwachstelle des Gebäudes, berichtete Horn. Im Zuge der Sanierung werden nun die Außenwände „nachverankert“ und mit einem Wärmedämmsystem verkleidet.

Sämtliche technischen Installationen werden erneuert, Fenster ausgetauscht, ein Wärmedämmverbundsystem soll künftig für eine bessere Energiebilanz sorgen. Weiter können sich Schulleiter Rainer Griebel, Kollegium und Schüler auf neue Bodenbeläge und Decken, überarbeitete Türen und Anstriche freuen. Asbesthaltige Putz- und Spachtelmassen, die in Teilbereichen der Wände und Decken gefunden wurden, werden aus Vorsorgegründen ausgebaut und entsorgt. Die Schadstoffe stellen „unbeschädigt keine akute Gefahr dar“, versicherten Horn und Detlef Beyer vom Fachbereich Gebäudewirtschaft beim Landkreis. Aus „Vorsorgegründen“ werden sie aber ausgebaut und entsorgt.

Um einen inklusiven Unterricht zu ermöglichen, werden die Zugänge zum Gebäude mit Rampen und Eingangstüren mit automatischen Türöffnern ausgestattet. Für die barrierefreie Erschließung der Fachklassen im Obergeschoss wird ein Fahrstuhl eingebaut. Die Decken im Obergeschoss werden durch Akustikdecken ersetzt, damit Hörgeschädigte dem Unterricht besser folgen können.

Von den Gesamtkosten entfallen 165.000 Euro auf Maßnahmen im Zuge der Inklusion. In den Sommerferien, so Architekt Horn, soll mit den Bauarbeiten begonnen werden, für Februar 2017 ist die Fertigstellung geplant. Zum Abschluss des Millionen-Projekts steht dann noch in den kommenden zwei Jahren die Sanierung des Südflügels der Oberschule und als großer Brocken der Sporthalle an.

Arg in die Jahre gekommen ist das Lehrschwimmbecken in Bleckede, das 1975 errichtet wurde. Einstimmig sprach sich der Ausschuss für Hochbau und Energiesparmaßnahmen dafür aus, den Bereich der Duschen zu sanieren.

Die Sanierungskosten werden auf 58.000 Euro geschätzt. Geplant ist, das berichtete Detlef Beyer, das Leitungsnetz entsprechend den Vorgaben der aktuellen Trinkwasserverordnung zu erneuern. Außerdem sollen die Duscharmaturen und die Duschköpfe ausgetauscht werden. Um den Wasserverbrauch zu reduzieren, sind Selbstschlussarmaturen vorgesehen, die Fliesen werden im Zuge der Installationsarbeiten erneuert.

Alle Arbeiten in Bleckede sollen in diesem Jahr, solange das Bad ohnehin geschlossen ist, erledigt werden.