Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Seit 2013 bekämpft der Landkreis Lüneburg den Eichenprozessionsspinner aus der Luft und vom Boden aus. Foto: nh
Seit 2013 bekämpft der Landkreis Lüneburg den Eichenprozessionsspinner aus der Luft und vom Boden aus. Foto: nh

Landkreis bekämpft Baumschädling

lk/wö Lüneburg. Auch in diesem Jahr wird der Landkreis Lüneburg den Eichenprozessionsspinner aus der Luft bekämpfen: Voraussichtlich im Mai werden an zwei Tagen von dem Schädling befallene Bäume vom Hubschrauber aus besprüht, für die Bekämpfung vom Boden aus sind rund zwei Wochen eingeplant.

Die mikroskopisch kleinen Brennhaare des Eichenprozessionsspinners sind für Menschen gesundheitsgefährdend. In Zusammenarbeit mit den Samtgemeinden und Gemeinden lässt der Landkreis Lüneburg deshalb die Larven vorbeugend bekämpfen, noch bevor diese ihre gefährlichen Brennhaare entwickeln. Nach den Besprühungen in den Jahren 2013 bis 2015 sank die Zahl der Meldungen von Erkrankungen erheblich und bewegt sich seitdem auf konstant niedrigem Niveau.

„Die Besprühungsaktion richtet sich nach dem Stadium der Larvenentwicklung“, sagt Erster Kreisrat Jürgen Krumböhmer, „damit sich das Mittel gleichmäßig auf den Bäumen verteilen kann, muss die Sprühaktion bei trockenem Wetter und wenig Wind durchgeführt werden.“ Deshalb kann der Kreis derzeit noch nicht auf den Tag genau sagen, wann die Aktion startet.

Außerhalb von Ortschaften besprüht eine Fachfirma die befallenen Bäume vom Hubschrauber aus. Betroffene Straßenabschnitte werden während des Hubschrauber-Einsatzes für etwa 15 Minuten für den öffentlichen Straßenverkehr gesperrt. Innerorts werden die befallenen Bäume vom Boden aus besprüht.

Im Landkreis Lüneburg werden die Larven des Eichenprozessionsspinners in den Samtgemeinden Ostheide, Dahlenburg, Scharnebeck, Bardowick und Ilmenau in den Gemeinden Amt Neuhaus und Adendorf sowie in der Stadt Bleckede und der Hansestadt Lüneburg besprüht. Alle konkreten Termine und aktuellen Infos werden im Internet unter www.landkreis-lueneburg.de/eichenprozessionsspinner bekanntgegeben.

Grundlage der Bekämpfungsstrategie ist eine Allgemeinverfügung des Landkreises mit einer Karte, die zeigt, wo per Hubschrauber oder vom Boden aus bekämpft wird. Im Prinzip handelt es sich um die Bereiche, die bereits in den vergangenen Jahren besprüht wurden. Der Eichenprozessionsspinner breitet sich aber langsam in Richtung Westen des Kreises aus, sodass weitere Gebiete hinzugekommen sind.

Beratung und Infos

Wie schon im Vorjahr hat das Gesundheitsamt des Landkreises Lüneburg die medizinische Beratung von Bürgern und Ärzten übernommen. Betroffene erreichen das Gesundheitsamt unter Tel.04131/261500 oder per E-Mail an gesundheitsamt@landkreis.lueneburg.de.

Wer Fragen zur Besprühungsaktion hat oder befallene Bäume melden möchte, kann sich an sein örtliches Ordnungsamt im Rathaus wenden.

Häufig gestellte Fragen und Antworten zum Eichenprozessionsspinner, Links mit weiterführenden Informationen zum Thema sowie eine Liste mit Fachfirmen, die Nester entfernen können, finden Bürgerinnen und Bürger im Internet unter www.landkreis-lueneburg.de/eichenprozessionsspinner.

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