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Die Bauarbeiten am Bilmer Berg haben begonnen. Zunächst wird der Teil hergerichtet, auf dem künftig 200 oder mehr Gebrauchtwagen angeboten werden sollen. Foto: be
Die Bauarbeiten am Bilmer Berg haben begonnen. Zunächst wird der Teil hergerichtet, auf dem künftig 200 oder mehr Gebrauchtwagen angeboten werden sollen. Foto: be

Neuer Audi-Terminal entsteht an der Automeile Bilmer Berg

cst Lüneburg. Die Bagger sind schon angerückt: Bei Dannacker und Laudien an der August-Horch-Straße haben die Bauarbeiten für ein millionenschweres Projekt begonnen. Das mit der Uelzener Autogruppe Wolter verschmolzene Autohaus errichtet an der Automeile am Bilmer Berg einen sogenannten Audi-Terminal. Das kubusförmige Gebäude mit gelochter Wabenfassade aus Aluminium entspricht den Vorgaben der sportlichen Ingolstädter VW-Tochter für ihren Markenauftritt. Geschäftsführer Achim Wolter rechnet mit der Fertigstellung Anfang kommenden Jahres. Und er verspricht mit dem Neubau eine Reihe neuer Arbeitsplätze.

Rolf Müller, Chef des Braunschweiger Architekturbüros Delta, ist zertifizierter Spezialist für die Errichtung von Autohäusern. Mit seinen 28 Mitarbeitern hat er bundesweit bereits rund 350 Autohäuser hochgezogen, darunter fünf Audi-Terminals in Frankfurt am Main, Leipzig und Berlin (3). Am Bilmer Berg schaffen er und sein Team nun als Generalplaner. „Der Terminal umfasst rund 1200 Quadratmeter“, sagt Müller, „500 davon sind Schauraum für Neufahrzeuge.“ Die Fläche beschreibe im Inneren eine Boden- und Deckenkurve. Enthalten sei auch eine Customer Privat Lounge, ein 30 Quadratmeter großer Raum mit 98-Zoll-Bildschirm als Mittelpunkt, auf dem sich Kunden per Touchscreen ihr Wunschfahrzeug konfigurieren können.

Hinter dem Neubau, da steht jetzt noch die Gebrauchtwagenhalle, entsteht der neue, hochmoderne Servicebereich: mit Dialogannahme, einem Kundenzentrum, dem Teileverkauf, einer Waschstraße und natürlich der Werkstatt — voll hinter Glas. Wer will, kann den Mechatronikern dann bei ihrer Arbeit zugucken. Auf dem Grundstück gegenüber wird es eine rund 4000 Quadratmeter große Gebrauchtwagenfläche geben. „Dort halten wir dann ständig mindestens 200 Gebrauchte vor“, erzählt Wolter, „sowohl von der Audi-Marke GWPlus, der VW-Marke WeltAuto und der VW Nutzfahrzeuge-Marke TradePort.“

Achim Wolter und sein Mitgeschäftsführer Christian Hackbarth haben sich zum großzügigen Neubau entschlossen, „weil der Bedarf besteht“, wie Wolter auch mit Blick auf die weiter wachsende Audi-Modellpalette betont. Außerdem fordere Audi mehr Exklusivität ein, also auch eine klarere Trennung des eigenen Auftritts von dem der VW-Neufahrzeuge. Golf, Polo und Co. werden übrigens, wenn der Audi-Neubau fertig ist, das bisherige Du.L-Haus ganz für sich beanspruchen.

Das Investitionsvolumen liegt im zweistelligen Millionenbereich. Der Audi-Terminalbau wird von dem Ingolstädter Hersteller bezuschusst. Architekt Rolf Müller lobt die „extrem gute Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden“. Das sei längst nicht überall so. Bei der Gewerkeausschreibung sollen Kunden der Autohaus-Gruppe beteiligt werden. Später, verrät Wolter, soll an der August-Horch-Straße noch ein „Reifen-Hotel“ entstehen — für die Lagerung der Pneus von vielen Hundert Kundenfahrzeugen. An Fläche besteht auf dem insgesamt 30000 Quadratmeter großen Grundstück kein Mangel. „Aber eins nach dem anderen“, meint Achim Wolter. Jetzt ist erst einmal Terminal-Zeit.