Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Auch der Samtgemeindebürgermeister Peter Rowohlt (SPD)  nahm an der interfraktionellen Sitzung teil. Fraktionen beraten über den Neubau des Samtgemeinde-Rathauses Foto: A/be
Auch der Samtgemeindebürgermeister Peter Rowohlt (SPD) nahm an der interfraktionellen Sitzung teil. Fraktionen beraten über den Neubau des Samtgemeinde-Rathauses Foto: A/be

Fraktionen der Samtgemeinde Ilmenau beraten über Neubau des Rathauses

kre Melbeck. Die Samtgemeinde Ilmenau möchte ein neues Rathaus bauen, über die Ausführung der Architektur gibt es unterschiedliche Meinungen: Bedenken kommen aus der Gemeinde Melbeck. Vor allem das geplante Flachdach stieß bei einigen Ratsmitgliedern auf Kritik. Am Mittwochabend hatte deshalb Melbecks Bürgermeister Klaus Hübner (CDU) zu einer „interfraktionellen Sitzung“ eingeladen, an der auch der Samtgemeinderat und Samtgemeindebürgermeister Peter Rowohlt (SPD) teilnahmen.

Ziel dieser Sitzung sollte es sein zu schauen, „wie wir die Kuh vom Eis bekommen“, hatte es Rowohlt vor gut einer Woche formuliert. Ob das gelungen ist, darüber gaben die Sitzungsteilnehmer keine Auskunft. Man werde sich zu einem späteren Zeitpunkt mit einer gemeinsamen Presseerklärung äußern“, betonte Klaus Hübner lediglich auf LZ-Anfrage.

Das Treffen am Mittwochabend hatte ausschließlich informativen Charakter, beschlossen wurde nichts. Die entscheidende Gemeinderatssitzung ist für den 11. Mai, 18.30 Uhr, terminiert, findet im Sitzungssaal der Samtgemeindeverwaltung statt. „Ein früherer Termin ließ sich nicht finden“, bedauert Hübner.

Ob es dann in dieser Sitzung gelingt, grünes Licht für das Großprojekt Rathaus mit Flachdach zu bekommen, darüber wollte der Melbecker Bürgermeister nicht spekulieren: „Kein Kommentar“.

Auch andere Ratsmitglieder halten sich mit offiziellen Äußerungen zurück. Verständlich: Denn niemand will die Schuld daran tragen, wenn in der entscheidenden Sitzung das Einvernehmen nicht hergestellt werden kann. Denn dass die Ratssitzung am 11. Mai in dieser Frage ein Selbstgänger wird, glaubt nicht jeder. „An der interfraktionellen Sitzung haben nicht alle Ratsmitglieder teilnehmen können“, berichtet ein Teilnehmer, der mutmaßt: „Bei dem einen oder anderen wird wohl noch Überzeugungsarbeit geleistet werden müssen.“

Dabei ist die Notwendigkeit des Neubaus auch in der Politik unumstritten. Denn, wie berichtet, platzt die Verwaltung „Am Diemel“ aus allen Nähten. Aktuell stehen den Rathausmitarbeitern der Samtgemeinde 693 Quadratmeter zur Verfügung. 940 wären aber laut einem Raumgutachten erforderlich. Auch der Sitzungsraum unter dem Dach ist für öffentliche Sitzungen nur bedingt geeignet, weil zu klein und nicht barrierefrei. Rollstuhlfahrer etwa können den Sitzungsraum aus eigener Kraft gar nicht erreichen. Mit einem Neubau sind diese Probleme Vergangenheit und nicht nur Rowohlt hofft, dass alle Unstimmigkeiten beseitigt werden und mit dem Bau bald begonnen werden kann.

One comment

  1. mal eine ganz einfache frage: warum sorgt man ständig für immer mehr verwaltung? sollte man überflüssige vorschriften nicht abschaffen? die kosten steigen ständig. der bürger sollte mehr hinterfragen. nur so kann er sein verhalten zum obrigkeitsdenken verändern.