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Neu gegründet hat sich jetzt der Bürgerverein Rullstorf. Bei der ersten Aktion trafen sich die Mitglieder für den Obstbaumschnitt. Foto: cw
Neu gegründet hat sich jetzt der Bürgerverein Rullstorf. Bei der ersten Aktion trafen sich die Mitglieder für den Obstbaumschnitt. Foto: cw

Rullstorfer gründen Bürgerverein

cw Rullstorf. Die Rullstorfer sind es gewohnt mit anzupacken. Sei es beim Radweg, bei den Obstbäumen oder anderen Projekten — stets sind die Bürger bereit, sich für ihre Gemeinde starkzumachen. Jetzt hat sich der harte Kern der Helfer unter dem Motto „Gemeinsam gehts besser“ zu einem Verein zusammengeschlossen: dem Bürgerverein Rullstorf.

„Die Idee, die Dorfgemeinschaft zu aktivieren und gemeinsame Projekte zu realisieren, kursierte schon länger im Dorf“, sagte Vorsitzender Franz Darger. Der Verein will da anpacken, wo Hilfe gebraucht wird, gleichzeitig Jugend und Senioren einbinden und Kulturpflege betreiben. „Möglicherweise rufen wir auch ein Fest für Rullstorf ins Leben, die Boltersener haben das ja schon lange, aber hier in Rullstorf liegt das eher brach“, so Darger.

Der Verein nahm mit den vorgeschriebenen sieben Mitgliedern seinen Anfang Mitte Januar. Stellvertreter Dargers ist Lars Krohn, Schatzmeister Waldemar Utke und Schriftführerin Melanie Gefeller. Bei einer ersten Info-Veranstaltung kamen mehr als 70 Bürger ins Dorfgemeinschaftshaus. „Das Interesse war riesengroß“, freute sich Darger. „Der Wunsch nach Gemeinschaft ist da, man muss die Leute nur aus den Häusern und von ihren Computern weg bekommen.“ Seitdem der Bäcker geschlossen wurde, gibt es keine Anlaufstelle mehr für Klönschnack. Auch das ist ein Punkt auf der Agenda des Vereins. Den Startschuss machte der Bürgerverein aber erst einmal mit etwas Altbekanntem: dem Obstbaumschnitt. In Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Rullstorf und unter fachkundiger Anleitung des Gartenexperten und Vorsitzenden Darger lernten die Freiwilligen an diesem Vormittag eine Menge über das Thema. „Eigentlich sind wir ein bisschen spät dran, weil der April schon so weit fortgeschritten ist“, erklärte Darger „Doch es geht gerade noch, die Knospen sind noch nicht größer als ein Mausohr“, verwies er auf eine Faustregel. Ein bisschen unsicher standen die Freiwilligen vor den teils sehr verwachsenen Apfelbäumen. „Die Äste dürfen sich nicht überkreuzen und man muss anschließend einen Hut durch die Krone werfen können“, berichtete Heike Freudenberg. Klingt kompliziert, ist aber eigentlich ganz einfach, stellten die Helfer fest. Die gute Nachricht: „Die Bäume verzeihen fast alles“, beruhigte Darger.

Die nächste Aktion ist für den 25. April geplant. Dann will der Verein auf dem Kronsberg anlässlich des Tages des Baums fünf Bäume pflanzen. Aber auch an ein Spielplatzfest ist gedacht, eine Neubürgerbegrüßung und vieles mehr. Inzwischen hat der Verein 28 Mitglieder — das sind 28 Köpfe voller Ideen, wie man die Dorfgemeinschaft in Rullstorf stärken kann.

3 Kommentare

  1. Jürgen Hempel Lüneburg

    Dass hört sich doch gut an. Bestimmt gibt es die Möglichkeit im nächsten Jahr die bienenfreundlichen Bäume entlang des Stadtweges aber auch an den Bahnschienen, nahe des Kirchweges mit einem Pflegeschnitt zu versehen. Diese Bäume pflanzte ich zwischen 1990 und 2010. Nicht alle waren angewachsen, viele andere Jungbäume wurden durch jugendlichen Übermut abgebrochen, aber stehts wieder nach geschnitten. Besonders viele Linden aber auch Feldahorn haben heute ein stattliche Größe.

  2. Hermann Brakelmann

    Au weia! Drohen jetzt Rullstorf und Umgebung wieder solche „Radwege“ wie dieser hier?
    http://www.landeszeitung.de/blog/lokales/bardowick/146393-gemeinden-kommen-unter-die-raeder