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Elektroautos sind noch rar in Lüneburg, doch die Uni will sich für die Zukunft wappnen und baut zwei Stromtankstellen. Foto: be
Elektroautos sind noch rar in Lüneburg, doch die Uni will sich für die Zukunft wappnen und baut zwei Stromtankstellen. Foto: be

Leuphana: Universität unter Strom — E-Ladestationen entstehen

ap Lüneburg. Nachhaltigkeit ist ein Thema, das sich die Leuphana seit Langem auf die Fahnen schreibt. Jetzt setzt sie auch auf Elektroautos: Auf dem Campus an der Scharnhorststraße werden bald zwei Elektrotankstellen zu finden sein: eine im Parkhaus, die andere vor Gebäude 14. Es sind die Stromtankstellen Nummer 13 und 14 in Stadt und Landkreis – bei einer äußerst überschaubaren Zahl an Fahrzeugen, die mit Strom angetrieben werden.

Spätestens Ende Mai soll der Aufbau an der Uni beginnen, so dass die Ladestationen im Laufe des Sommersemesters in Betrieb genommen werden können. „Das Projekt wird mit der Firma Lünestrom realisiert. Der Energieanbieter hatte sich an einer Ausschreibung beteiligt und den Zuschlag für Einrichtung und Betrieb der Tankstellen erhalten“, sagt Uni-Pressesprecher Henning Zühlsdorff. Die Finanzierung sieht vor, dass Lünestrom die Tankstelleneinrichtung, die Leuphana die Installationskosten, beispielsweise das Legen der Leitungen und die Pflasterung, trägt. Zusätzlich zu den E-Tankstellen sollen zwei Ladestationen für spezielle Elektrofahrräder, sogenannte Pedelecs, aufgebaut werden – eine vor Gebäude 10, eine nach Fertigstellung vor dem Zentralgebäude.

Claudia Kalisch, Marketingleiterin bei Lünestrom, sagt: „Elektromobilität ist zwar kein Geschäftsfeld zum Geldverdienen, aber wir müssen uns der Thematik annehmen.“ Um die Akzeptanz auf dem Uni-Campus zu beobachten, sei vorerst an beiden Standorten je eine Tanksäule geplant. „Zunächst müssen sich die Autofahrer auf je zwei Parkplätzen einen Zapfhahn teilen, aber die Option auf eine zweite Zapfsäule besteht“, versichert Kalisch.

Die Universität wolle einen weiteren Beitrag dazu leisten, bei der Mobilität von Studenten und Beschäftigten mehr Klimaneutralität zu erreichen, klärt Zühlsdorff auf. Schon jetzt arbeitet die Leuphana mit StadtRad-Stationen und der Bereitstellung von Dienstfahrrädern. Auch wenn die Zahlen der E-Fahrzeuge noch nicht zu einem großräumigen Ausbau drängen, will die Universität frühzeitig reagieren. „Das Inte­resse wird wachsen, die Entwicklung soll uns nicht überrollen“, sagt Irmhild Brüggen, Umweltkoordinatorin der Leuphana. Mittels einer kostenpflichtigen Tankkarte soll das Aufladen des Fahrzeugs ermöglicht werden.

Aktuell stehen in Stadt und Landkreis zwölf Ladestationen. 79 reine Batterieelektrofahrzeuge sind zugelassen, zusätzlich 217 Fahrzeuge mit kombiniertem Benzin- und Elektromotor,19 weitere laufen mit Diesel und Elektromotor, 18 mit Benzin-Hybridantrieb und externem aufladbarem elektrischem Speicher. Alles in allem 333 Fahrzeuge

Die erste Ladestation war die der Avacon am Theater. Kommunalreferent Hartmut Jäger sagt: „Ich habe bislang 70 Ladekarten herausgegeben, unsere Station wird gut angenommen.“ Die Nutzung der meisten Stationen sei noch kostenlos, auch um Anreize für elektrobetriebenes Fahrwerk zu schaffen. „Die Ladekarten sind sicher bald überholt, dann wird das Auto über eine Anwendungssoftware auf dem Handy betankt.“

Öffentliche Ladestationen
Stadt Lüneburg 

  • Parkhaus am Bahnhof, Am Altenbrücker Ziegelhof: Abrechnung über Parkticket (durchgehend geöffnet)
  • Theater-Parkplatz, An den Reeperbahnen: kostenlose Nutzerkarte über die Avacon (durchgehend)
  • Autohaus Stein GmbH, Hamburger Straße 11-19: RWE Autostromvertrag oder SMS-Abrechnung

Landkreis

  • Reppenstedt, Böhmsholzer Weg 4: Zugang über David Communication, Strom kostenlos (montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr)
  • Best Western Castanea Resort, Scharnebecker Weg 25: Parkplatz Hotel
  • Bleckede, Schloßstraße 10: ohne Zugangsbeschränkung (durchgehend)
  • Bleckede, Fritz-von-dem-Berge-Straße 40: ohne Zugangsbeschränkung (durchgehend)
  • Bleckede, Lüneburger Straße 2a
  • Firmengelände Manzke in Volkstorf, Gewerbegebiet 1: ohne Zugangsbeschränkung (durchgehend)
  • Dahlenburg, Lüneburger Straße 21: ohne Zugangsbeschränkung (montags bis freitags von 7 bis 17 Uhr)
  • Harald Drews in Ventschau: mit vorheriger Anmeldung unter: 05853/ 980084 (durchgehend)
  • Embsen, ADAC-Straße 1: Online-Zugang (durchgehend)