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Für einen erneuten Kita-Streik bereitet die Stadt Lüneburg eine Notbetreuung vor. Auf dem Lambertiplatz ist eine Kundgebung geplant. Foto: A/t&w
Für einen erneuten Kita-Streik bereitet die Stadt Lüneburg eine Notbetreuung vor. Auf dem Lambertiplatz ist eine Kundgebung geplant. Foto: A/t&w

Kita-Streik am kommenden Mittwoch

as Lüneburg. Eltern müssen damit rechnen, dass es am kommenden Mittwoch, 27. April, zu einem erneuten Kita-Streik in Lüneburger Einrichtungen kommt. Die Gewerkschaft ver.di hat auch im Bezirk Lüneburger Heide Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen zum Warnstreik aufgerufen. Pia Steinrücke, Bildungsdezernentin der Stadt, sagte gestern zur LZ: „Wir wissen, dass ver.di speziell zu Streiks in den Kitas aufgerufen hat. Zurzeit sammeln wir Informationen und Zahlen in den einzelnen Einrichtungen, um eine Notbetreuung wie im vergangenen Jahr zu organisieren.“ Die Eltern sollen rechtzeitig über die Kita-Leitungen informiert werden.

Mit dem weiteren bundesweiten Warnstreik will ver.di den Druck auf die Arbeitgeber im Vorfeld der dritten Verhandlungsrunde für die Tarifbeschäftigten in Bund und Kommunen erhöhen. „Das vorliegende Angebot von einem Prozent für sieben Monate in diesem Jahr bedeutet real mickrige 0,6 Prozent mehr Gehalt aufs Jahr gerechnet. Das empfinden die Beschäftigten als reine Provokation. Auch die angebotenen zwei Prozent ab 1. Juni nächsten Jahres bedeuten unter dem Strich eine Reallohnsenkung“, sagt ver.di-Landesleiter Detlef Ahting. Ver.di fordert sechs Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit des Tarifvertrages von einem Jahr.

In Lüneburg soll der Warnstreik am Mittwoch von einem Demonstrationszug durch die Stadt begleitet werden. Treffpunkt ist um 9.30 Uhr am Clamartpark, die Abschlusskundgebung findet auf dem Lambertiplatz statt. Laut Matthias Hoffmann, ver.di-Bezirksgeschäftsführer, werden bis zu 1000 Teilnehmer erwartet.