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Kissen unter den Knien, eine Decke um den Bauch: Wer meditiert, sollte es sich warm und bequem machen, damit Körper und Geist entspannen können, sagt Susanne McAlister (l.). LZ-Redakteurin Emilia Püschel lenkt mit geschlossenen Augen ihre Aufmerksamkeit nach innen. Foto: t&w
Kissen unter den Knien, eine Decke um den Bauch: Wer meditiert, sollte es sich warm und bequem machen, damit Körper und Geist entspannen können, sagt Susanne McAlister (l.). LZ-Redakteurin Emilia Püschel lenkt mit geschlossenen Augen ihre Aufmerksamkeit nach innen. Foto: t&w

Meditation: Das Tor zur inneren Welt (LZ-Serie letzter Teil) +++ mit Audio

Nach der Arbeit ständig aufs Handy gucken, im Urlaub E-Mails checken, Nacht für Nacht grübeln: Immer mehr Menschen fällt es schwer, abzuschalten. Doch es gibt Techniken, die mit etwas Übung beim Runterkommen helfen. Redakteurin Emilia Püschel hat für die LZ-Serie „Entspann dich mal“ einige ausprobiert. Im letzten Teil: Meditation.

emi Scharnebeck. Gar nicht so einfach, eine Viertelstunde aufrecht zu sitzen. Ich habe auf einem festen Kissen im Schneidersitz Platz genommen. Unter meine Knie hat Yogalehrerin Susanne McAlister rechts und links zwei weiche Kissen geschoben, eine Kuscheldecke ist um meinen Bauch geschlungen. Ich soll es bequem haben, damit Körper und Geist entspannen können. Doch schon nach zehn Minuten zwickt mein Rücken. Meditation

„Wir sitzen privat und im Arbeitsleben meist in gekrümmter Körperhaltung, dadurch verkürzen die Muskeln und die Wirbelsäule gerät in Schieflage“, wird mir die Brietlingerin später erklären. „Viele Menschen lassen das Meditieren sein, weil ihnen die Sitzhaltung zu anstrengend ist.“ Anfängern rät Susanne McAlister deshalb, zunächst auf einem Stuhl Platz zu nehmen. Dabei sollten die Füße fest auf dem Boden stehen. Besonders wichtig sei es, die Wirbelsäule aufzurichten, damit der Atem voll und frei strömen kann.

Meditation ist eine zentrale Praxis der meisten spirituellen Wege, insbesondere des klassischen Yoga (Serie, Teil 4). Der Zustand der Meditation lässt sich nur schwer erklären. Er ist dem Tiefschlaf ähnlich, nur dass Körper und Geist wach sind. „Dieser Zustand wird nicht durch einen Beschluss als Willensakt erreicht, sondern über einen Weg der liebevollen Zuwendung, über regelmäßiges Üben der Stille und Konzentration“, sagt Susanne McAlister. Eine große Bedeutung hat dabei der Atem. Denn er ist laut der Expertin das „Tor zu unserer inneren Welt“… (den vollständigen Artikel lesen sie in der heutigen Print-Ausgabe der LZ) 

Übung zum Nachmachen

Yogalehrerin Susanne McAlister erklärt, wie man zu meditieren beginnt: „Suchen Sie sich eine feste Tageszeit aus, in der Sie Ruhe finden.“ Klingel und Telefone sollten in dieser Zeit, wenn möglich, abgeschaltet werden. „Fangen Sie mit einer kleinen Zeiteinheit an, schon fünf Minuten am Tag werden nützlich sein“, sagt die Expertin.

Wichtig sei eine korrekte Haltung mit aufgerichteter Wirbelsäule, in der man frei atmen könne, „entweder auf der vorderen Kante eines Stuhls mit festem Kontakt der Füße zum Boden, auf einem Meditationskissen oder einem Sitzbänkchen.“

Wer Lust hat, kann sich von Susanne McAlisters Stimme durch die folgende, rund fünfminütige Meditation führen lassen.

3 Kommentare

  1. Rüdiger Laske

    Herrlich entspannend! Wo kann man die Meditation denn runterladen, um sie offline zu hören?

    • Hallo Herr Laske,

      wir freuen uns, dass Ihnen die Übung gefällt. Als Download steht sie jedoch leider nicht zur Verfügung.
      Beste Grüße aus der LZonline-Redaktion, jdr

  2. Danke für diesen Beitrag. Die Meditation ist wirklich entspannend und ich habe die vielen Gedanken, die ununterbrochen und durcheinander in meinem Kopf waren, beiseite stellen können.