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Die Visualisierung zeigt zwei Stadtvillen, die in Amelinghausen im Lerchenweg für ein Mehrgenerationen-Projekt errichtet werden sollen. Grafik: Busch & Kesse Immobilien/nh
Die Visualisierung zeigt zwei Stadtvillen, die in Amelinghausen im Lerchenweg für ein Mehrgenerationen-Projekt errichtet werden sollen. Grafik: Busch & Kesse Immobilien/nh

Amelinghausen baut vor: Stadtvillen für Senioren

dth Amelinghausen. Einen weiteren Baustein für das Leitprojekt „Demographie und Daseinsvorsorge“ der Metropolregion Hamburg geht jetzt die Gemeinde Amelinghausen an. Nachdem bereits das Vorhaben „Hof wird Dorf“ rund um den Bauckhof in Amelinghausen angeschoben wurde (LZ berichtete), geht es nun um die Errichtung neuer Gebäude für seniorengerechtes Wohnen im Rahmen eines Mehrgenerationen-Projektes. Vorgesehen ist dafür ein rund 3000 Quadratmeter großes Grundstück am Lerchenweg, in direkter Nachbarschaft zum Seniorenzentrum Lopaupark. Gemeindedirektor Helmut Völker stellte das Konzept bei der jüngsten Sitzung des Jugend-, Sport- und Sozialausschusses der Gemeinde vor und stieß auf positive Resonanz.

Gemeindebürgermeister Nobert Thiemann (CDU) sagt: „Ich finde, das ist eine tolle Geschichte. Wir waren lange auf der Suche nach einem geeigneten Projekt, sind aber immer wieder an Barrieren gestoßen: Die uns vorgestellten Konzepte genügten unseren Ansprüchen nicht. Diese Investoren haben uns mit ihrer Präsentation überzeugt, jetzt soll es an die Umsetzung gehen, damit Menschen an ihrem Lebensabend auch weiterhin in ihrem liebgewonnenen Amelinghausen wohnen bleiben können.“
Das Gebiet ist im Flächennutzungsplan der Samtgemeinde als Sondergebiet „Senioren, Gesundheit und Tourismus“ ausgewiesen. Ein 3000 Quadratmeter großes Grundstück ist die Kommune nun bereit, an den Lüneburger Projektentwickler Busch & Kesse Immobilien zu verkaufen, der ebenfalls im Lüneburger Hanseviertel aktiv ist. Laut Gemeindedirektor Helmut Völker sollen im Lerchenweg in Amelinghausen zwei Mehrparteienhäuser, sogenannte Stadtvillen, entstehen. Beide in dreigeschossiger Bauweise. Eins mit zehn Wohneinheiten und komplett barrierefrei mit Aufzug und eins mit acht Wohneinheiten. Völker sagt: „Das Ganze ist als Mehrgenerationen-Anlage ausgelegt.“ Und: „Die Preise sind in Amelinghausen wesentlich günstiger als in Lüneburg, obwohl der gleiche Standard geboten wird.“ Als Partner ist auch die Sparkasse Lüneburg mit im Boot.

Detlev-Schulz Hendel (Grüne), Vorsitzender des Amelinghausener Sozialausschusses, sagte auf LZ-Nachfrage: „Für Amelinghausen ist dieses Projekt eine große Chance, sich trotz des demografischen Wandels weiterzuentwickeln.“

Die Gemeinde Amelinghausen hat ihre grundsätzliche Bereitschaft erklärt, bis zu vier der neuen Wohnungen für insgesamt rund 750 000 Euro zu kaufen, „um sie nach noch festzusetzenden sozialen Kriterien zu vermieten“, sagt Völker. „Die soziale Komponente ist uns sehr wichtig.“ Derzeit warte die Kommune noch auf einen Teil verpflichtender Erklärungen von verschiedenen Beteiligten, bevor über den Baubeginn entschieden werde. Völker: „Wir gehen davon aus, dass die Häuser in der zweiten Jahreshälfte 2017 bezugsfertig sein werden.“ Erste Kauf- und Mietinteressenten stünden schon Schlange.