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Foto: A/t&w/kleinebrahm
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Anmeldungen für weiterführende Schulen liegen vor

ahe/rw Lüneburg. Wenn am kommenden Dienstag die Direktoren der Lüneburger Gymnasien zusammenkommen, um über die künftigen 5. Klassen zu sprechen, werden sie vermutlich weniger lange tagen als in den Vorjahren. Denn die Anmeldezahlen für die weiterführenden Schulen weisen in diesem Jahr eine gleichmäßigere Verteilung an den Gymnasien auf. Die große Platznot vergangener Jahre in Oedeme, oft verbunden mit daraus folgenden Überzeugungsgesprächen mit Eltern, sich doch noch für eine andere Schule zu entscheiden, bleibt aus. Auf der anderen Seite steht auch nirgendwo ein Leerstand zu befürchten.

Den größten Andrang erlebt einmal mehr die Integrierte Gesamtschule Lüneburg, für die 218 Anmeldungen eingingen. Weil erneut maximal 150 Plätze zur Verfügung stehen, musste wieder das Los entscheiden. Bei all jenen, die kein Glück hatten, zieht der Zweitwunsch. In sechs Fällen ist das die Integrierte Gesamtschule in Embsen, die sich über einen insgesamt höheren Zuspruch freuen darf: 129 Schüler werden in den dann fünf 5. Klassen lernen. Weil auch viele leistungsstarke Kinder dabei sind, sei auch hier die für die Schulform gewünschte Mischung hinzubekommen.

Bei den Gymnasien bleibt Oedeme das beliebteste, kommt auf 171 Anmeldungen. Stark angewählt wurde auch das Johanneum mit 162 Anmeldungen. Das deutet auf eine Sechszügigkeit hin, sofern die Verteilungsgespräche am Dienstag kein anderes Ergebnis bringen. Fast gleichauf liegen die Wilhelm-Raabe-Schule mit 143 und die Herderschule mit 142 Anmeldungen. Auch dort dürfte es keine Platzprobleme geben, die Schüler auch allesamt aufnehmen zu können. Auf 138 Anmeldungen kommt das Bernhard-Riemann-Gymnasium in Scharnebeck, auf 90 das Gymnasium Bleckede.

Erfahrungsgemäß entspannter ist die Situation an den anderen Schulformen. Eine Ausnahme bildet die Oberschule am Wasserturm. Die Eltern von 100 Schülern hatten sich für sie entschieden, doch da nur 75 Plätze zur Verfügung stehen, müssen sich vor allem außerhalb der Stadt Lüneburg wohnende Schüler umorientieren.

Stadt und Landkreis Lüneburg als Schulträger wollen sich aktuell noch nicht zu den Anmeldezahlen äußern, sie warten erst die Verteilungsgespräche in der kommenden Woche ab. Die Verwaltungen hatten in diesem Jahr erstmals auf einen etwas anderen Zeitablauf gesetzt und die Anmeldungen an den Gesamtschulen vorgezogen. Nicht die einzige Neuerung. Denn erstmals seit vielen Jahren gibt es jetzt keine Schullaufbahnempfehlung der Grundschulen mehr. Die war allerdings auch nie bindend für die Eltern.