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Eine Ausstellung mit Bildern des Tschernobyl-Fotografen Rüdiger Lubricht setzt den Rahmen für die Benefizgala. Foto: A/t&w
Eine Ausstellung mit Bildern des Tschernobyl-Fotografen Rüdiger Lubricht setzt den Rahmen für die Benefizgala. Foto: A/t&w

Tschernobyl: Hoffnung geben 30 Jahre nach der Katastrophe

cst Lüneburg. Auch drei Jahrzehnte nach der Reaktorka­tastrophe in Tschernobyl (Ukraine) brauchen die Menschen dort, insbesondere Kinder, Hilfe. Aus diesem Grund laden die LZ und die Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Landesstiftung „Kinder von Tschernobyl“ zu einem Benefizabend am Montag, 2. Mai, ab 19 Uhr ins Kulturforum Wienebüttel ein. Das Motto: „Hoffnung geben.“ Die Schirmherrschaft hat Oberbürgermeister Ulrich Mädge übernommen.

Der Abend wird gestaltet von Tänzerinnen und Tänzern aus dem Ballett-Ensemble des Staatlichen Musiktheaters Minsk. Die etwa 20 jungen Leute aus Weißrussland beenden mit dem Auftritt in Lüneburg ihre einwöchige Tournee durch Niedersachsen und reisen tags darauf wieder in ihre Heimat. Szenen aus berühmten Ballett-Stücken wollen sie auf die Bühne des Kulturforums zaubern und damit die Opfer der bislang schwersten Katastrophe der zivilen Atomkraft-Nutzung unterstützen. Der Tag der verheerenden Reaktorexplosion jährt sich am kommenden Dienstag, 26. April, zum dreißigsten Mal.

Leben mit einer Tragödie: Die Kinder von Tschernobyl

„Tschernobyl Leben mit einer Tragödie“ heißt ein eindrucksvoller Dokumentarfilm über die Arbeit der im niedersächsischen Sozialministerium angesiedelten Stiftung „Kinder von Tschernobyl“. Der etwa 20-minütige Streifen, der vor fünf Jahren gedreht und in Cannes mit dem Silbernen Delphin ausgezeichnet wurde, wird zum Auftakt des Benefizabends gezeigt. Erläuterungen dazu liefert Prof. Dr. Heyo Eckel. Der Göttinger Mediziner reist seit 1992 mehrmals im Jahr in das Katastrophengebiet, um insbesondere an Schilddrüsenkrebs erkrankte Kinder oder andere Opfer der schweren radioaktiven Verstrahlung zu behandeln.

Sehenswert ist auch die im Eingangsbereich des Kulturforums aufgebaute Ausstellung mit dem Titel „Architektur und Poesie“ mit Fotografien aus Tschernobyl. Geschossen wurden die Bilder von Rüdiger Lubricht, der bei seinen vielen Fotoreisen durch die Unglücksregion viele unter die Haut gehende Szenen mit seiner Kamera festgehalten hat.

Rund 400 Zuschauer können am 2. Mai im Kulturforum dabei sein und mit ihrem Eintritt einen Beitrag zur weiteren Hilfe der Landesstiftung leisten. Das Ticket kostet 20 Euro, die Karten gibt es in der LZ-Konzertkasse am Platz Am Sande.