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Bewährt in zahllosen Einsätzen, aber mit ungewisser Zukunft: das Spielmobil der Jugendpflege. Foto: t&w
Bewährt in zahllosen Einsätzen, aber mit ungewisser Zukunft: das Spielmobil der Jugendpflege. Foto: t&w

Ungewisse Zukunft für Mobil der Jugendpflege

ca Lüneburg. Zum Einsatz kommt dieses Fahrzeug nur bei besonderen Notfällen: Das feuerrote Spielmobil rückt aus zu Festen und Spielplätzen, an Bord 250 Spielzeuge von Pedalos bis Jonglagezubehör. Doch ob die Stadt das seit rund zwei Jahrzehnten bewährte ehemalige Feuerwehrauto weiter einsetzt, ist unklar. Nachgedacht wird im Jugendbereich der Kommune offenbar darüber, auf einen Anhänger zu setzen. Das bestätigt Stadtsprecher Daniel Gritz auf Nachfrage: Entschieden sei allerdings noch nichts. In der Verwaltung bedauert ein Mitarbeiter: „Die Peter-Lustig-Zeit geht zu Ende.“

Hintergrund ist die Technik. Das alte Feuerwehrauto wurde Ende der Sechziger-Jahre gebaut. Es versah seinen Dienst zunächst bei der Feuerwehr in Reppenstedt. Als es schließlich ausgemustert wurde, kam es zur Jugendpflege der Stadt.

Der Magirus-Deutz besitzt keine Servolenkung und muss mit Zwischengas gefahren werden. Das traue sich aber nicht jeder Mitarbeiter zu, sagt Gritz. Daher sei bei einem konzeptionellen Gespräch auch über eine „Anhänger-Lösung“ nachgedacht worden. Gritz: „Das feuerrote Spielmobil hat bei uns aber einen sehr hohen Stellenwert. Es ist beliebt und wird gern genutzt. Deswegen haben wir gesagt, wir gucken hier noch mal konzeptionell drauf.“

Den Namen hat die alte Feuerwehr, deren Blaulichter durch zwei blaue Gummibären ersetzt wurden, von einer Jugendsendung erhalten, die zwischen 1972 und 1981 im Nachmittagsprogramm der ARD lief. Bevor die Spiel-Feuerwehr ausrückte, hatte die Jugendpflege einen Trecker samt Anhänger in die Stadtteile geschickt. Idee war damals auch, Kinder zu erreichen, wenn auf einer Brachfläche ein Spielplatz entstehen sollte. Mädchen und Jungen sollten sich an der Konzeption beteiligen. In den letzten Jahren kam das Spielmobil aber weniger zum Einsatz. Seinen Standplatz hat der betagte Magirus-Deutz passenderweise auf dem Gelände der Feuerwehr.