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Rund 200 Schüler mehrerer Unesco-Schulen der Region riefen gestern auf dem Marktplatz in Lüneburg zu mehr Mitmenschlichkeit auf. Foto: t&w
Rund 200 Schüler mehrerer Unesco-Schulen der Region riefen gestern auf dem Marktplatz in Lüneburg zu mehr Mitmenschlichkeit auf. Foto: t&w

Unesco-Schulen: Auftritt für eine bessere Welt

us Lüneburg. „Heute möchten wir allen sagen, dass es schön ist, wenn viele verschiedene Menschen miteinander leben“, rief Laurenz ins Mikro­fon. Für die Botschaft erntete der Schüler der Lüneburger Oberschule am Wasserturm kräftigen Beifall von den rund 200 Schülern, die gestern Mittag trotz niedriger Temperaturen und kräftiger Schauer auf dem Marktplatz in Lüneburg für eine bessere Welt eintraten. Anlass war der 11. Internationale Projekttag der Unesco-Projektschulen 2016. Zur Erinnerung und Mahnung an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl findet er stets am 26. April statt, in diesem Jahr trug er das Motto „Schau hin! Misch dich ein!“.

Sämtliche acht Unesco-Projektschulen aus dem früheren Gebiet des Regierungsbezirks Lüneburg waren in die Hansestadt gekommen, um ihre Botschaften in die Öffentlichkeit zu tragen und von ihren Aktivitäten und Aktionen zu berichten, mit denen sie sich für Vielfalt und Toleranz in der Gesellschaft starkmachen. Plakate mit den Aufschriften „Hass ist hässlich“ oder „Jeder darf so sein wie er will also chill“ und „Ich bin fast überall Ausländer“ machten deutlich, welche Schwerpunkte die Schüler setzten.

Aus der Region waren dabei das Gymnasium Marienau, die Wilhelm-Raabe-Schule, die Christiani-Oberschule und die Oberschule am Wasserturm aus Lüneburg. „Wir haben uns mit dem Thema im ersten Schulhalbjahr beschäftigt“, sagt Robert Michael, Erdkunde- und Politiklehrer an der Christiani-Schule. Heraus kam eine szenische Lesung zur Flüchtlingskatastrophe vor Lampedusa, mit der die Projekt-Schüler durch die drei Lüneburger Unesco-Schulen getourt sind.

Den weiten Weg nach Lüneburg hatten sechs Schüler des Halepaghen-Gymnasiums aus Buxtehude auf sich genommen. Sie hatten bei einer Projektwoche das Thema Flüchtlinge in den Blick genommen und dazu eine Podiumsdiskussion und einen Spendertag durchgeführt. Viel Applaus gab es auch für die von der Wilhelm-Raabe-Schule einstudierten Lieder „We just need peace“ und „Zusammen sind wir stark“.