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Die im Raum Munster ansässigen Wölfe waren in der Vergangenheit auch im Landkreis Lüneburg unterwegs - vor allem in der Samstgemeinde Amelinghausen.  Der als "Kurti" bekannt gewordenen Wolf (vorne) ist jetzt erschossen worden. Foto: NLWKN/Knorr
Die im Raum Munster ansässigen Wölfe waren in der Vergangenheit auch im Landkreis Lüneburg unterwegs - vor allem in der Samstgemeinde Amelinghausen. Der als "Kurti" bekannt gewordenen Wolf (vorne) ist jetzt erschossen worden. Foto: NLWKN/Knorr

Munsteraner Wolf „Kurti“ erschossen

kg Munster/Hannover. Der besenderte Wolf aus dem Rudel Munster mit dem Spitznamen „Kurti“ ist tot. Auf Anordnung des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimaschutz wurde das Tier mit der Senderkennung MT6 am Mittwochabend im Landkreis Heidekreis entnommen und erschossen. Die Mitarbeiter des Wolfsbüros des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) wurden bei der Maßnahme durch die Polizei und weitere Beauftragte unterstützt.

Die Behörden beobachten das auffällige Verhalten von Kurti bereits seit Sommer 2015. „Das Umweltministerium hat unter anderem mit dem intensivierten Monitoring, mit der Besenderung und der Vergrämungsaktion durch den schwedischen Experten eine Vielzahl von Maßnahmen durchgeführt“, beschreibt Umweltminister Stefan Wenzel das Vorgehen. Am Montag fiel in Hannover schließlich der Beschluss, den Wolf einzufangen, da er am Wochenende im Kreis Celle den Hund von Spaziergängern angefallen haben soll. Das Tier sollte anschließend zunächst  im „Wisent-Gehege“ in Springe untergebracht werden. Es sei dann jedoch in Übereinstimmung mit Fachleuten und auch in Abstimmung mit dem neuen Wolfsberatungszentrum auf Bundesebene beschlossen worden, dass eine Entnahme des Tieres erfolgen muss, so Wenzel.

Der Minister erklärte das Vorgehen der Behörden mit den Worten: „Bei allen Maßnahmen des niedersächsischen Wolfsmanagements gilt der Grundsatz, dass die Sicherheit der Menschen im Mittelpunkt steht.“ Über den Ausgang der Maßnahme könne sich jedoch niemand freuen. Auch Naturschützer haben ihr Bedauern über den Tod von Kurti geäußert – aber auch Verständnis für die Entscheidung. Das Tier habe durch sein auffälliges Verhalten ein nicht mehr zu kalkulierendes Risiko für Menschen dargestellt, teilten die Naturschutzverbände IFAW, NABU und WWF am Donnerstag mit.

 

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14 Kommentare

  1. Einzig richtige Entscheidung!

    • Wurde auch Zeit, dieses blutrünstige Viech hatte schon etliche Rehe und Schafe auf dem Gewissen. Ich weiß gar nicht warum da solange gefackelt wurde und noch ministeriale Pressekonferenzen für abgehalten wurden. Man sollte die Entscheidung und Ausführung einfach den erfahrenen Profis vor Ort überlassen, die noch Erfahrung und Bezug zur Natur haben. Die hätten ihn schon längst dem Rudel.entnommen ohne den ganzen TamTam.

      • Heike Schweden aus Winterkorn

        Mark Wagner, sie sollten sich nicht mit anderen vergleichen, sondern an sich selbst messen. Sie sollten versuchen aus sich selbst heraus glücklich zu sein, dann wird ihn das Leben gelingen und sie werden Neid und Verdruss nicht mehr verspüren. Der Blick auf andere wird bei Ihrem Denken nur dazu führen unglücklich .zu sein, denn Sie werden sehen wie unterschiedlich die Menschen ausgestattet sind mit Talent, Fähigkeiten, körperlichen Merkmalen, Beruf, Einkommen, Gesundheit, Partner, Freunden etc. Freuen Sie sich doch einfach für ihre Mitmenschen und bleiben Sie ganz bei sich. Das wird Ihnen helfen ihr Leben nicht in eine Währung, ein Lebensverdienst umrechnen zu müssen.

      • @Wolfsberatung … Erfahrene Profis vor Ort … hahahaha …

      • Sabine Schmidt

        Ich könnte ausrasten wenn ich höre blutruenstiges Vieh dann geh mal in deutsche Schlachthöfe dann weist du wer hier blutrünstig ist. Das ist typisch Mensch der Kurti war angeblich verhaltensauffällig und wurde deshalb erschossen.was ist mit den Menschen die Kinder missbrauchen oder Tiere qualen oder Morden vielleicht sollte man dort Experten beauftragen um sowas aus der Welt zu schaffen..vielleicht sollte der Mensch endlich mal lernen das er nicht Gott ist und so über leben und Tod entscheiden darf.

        • Mit jedem Steak und jedem Salat, den ich rausreiße entscheide ich über Leben und Tod und Sie auch.

  2. Wie niedlich ist doch unsere Sprache, wenn getötet werden soll. Alles was bei uns sich nicht der Norm anpasst, muss beseitigt werden. Und warum? Weil es einige von unseren ach so tollen Experten es so wollen. Die Krönung der Schöpfung hat Angst, es könnte etwas passieren. Bei uns sterben jedes Jahr tausende von Menschen allein im Straßenverkehr, Tempolimit Fehlanzeige. Man könnte die Liste, wo Lobbyisten für das Sterben verantwortlich sind, unendlich weit ausführen. Aber bei uns ist es eben ja wichtig, wer tötet und wer töten lässt. Und ein Wolf ist eben nur ein Tier. Man könnte dieses Tier umsiedeln und zwar dorthin, wo man mit Wölfen umgehen kann. Gerade das größte Raubtier auf Erden(der Mensch) sollte Verständnis zeigen.

  3. Christian Morgenstern

    Ein Werwolf eines Nachts entwich
    von Weib und Kind, und sich begab
    an eines Dorfschullehrers Grab
    und bat ihn: Bitte, beuge mich!

    Der Dorfschulmeister stieg hinauf
    auf seines Blechschilds Messingknauf
    und sprach zum Wolf, der seine Pfoten
    geduldig kreuzte vor dem Toten:

    „Der Werwolf“,- sprach der gute Mann,
    „des Weswolfs, Genitiv sodann,
    dem Wemwolf, Dativ, wie man’s nennt.
    den Wenwolf,- damit hat’s ein End‘.“

    Dem Werwolf schmeichelten die Fälle,
    er rollte seine Augenbälle.
    Indessen, bat er, füge doch
    zur Einzahl auch die Mehrzahl noch!

    Der Dorfschulmeister aber mußte
    gestehn, daß er von ihr nichts wußte.
    Zwar Wölfe gäb’s in großer Schar,
    doch ‚Wer‘ gäb’s nur im Singular.

    Der Wolf erhob sich tränenblind-
    er hatte ja doch Weib und Kind!
    Doch da er kein Gelehrter eben,
    so schied er dankend und ergeben.

  4. Renate B. Ohlsson Schweden

    Wenn schwedische „Experten“ hinzugezogen werden, ist das Schicksal von wilden Tieren bereits besiegelt. In diesem Land werden ständig derartige „Tötungsaktionen“ durchgeführt unter dem Vorwand, die Tiere „fallen Menschen an“ oder freilaufende Hunde. Oder irgend ein „Jäger“ erschiesst einen Bär oder Wolf „versehentlich“
    Vor Jahrzehnten bekam Schwedens König Carl VI Gustaf reinrassige hochwertige Araberpferde von Saudi Arabien als Geschenk. Sie wurde alle GETÖTET, weil doch der Import dieser Tiere nicht in schwedischen Gesetzen gestattet war.