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Es passte nicht: Der Lastwagen rammte den Rettungswagen auf der Scharnhorststraße. Foto: nh
Es passte nicht: Der Lastwagen rammte den Rettungswagen auf der Scharnhorststraße. Foto: nh

Lkw-Fahrer rammt Rettungswagen

ca Lüneburg. Manchmal geht es um Leben und Tod. Doch wer hat da schon Zeit zu warten, wenn er es eilig hat? Schnell mit dem Wagen vorbeiziehen, erscheint dann wichtiger. So eine Situation erlebte ein Team des Arbeiter-Samariter-Bundes am Dienstag auf der engen Scharnhorststraße an der Uni. Wahrscheinlich nur durch das Können von Notarzt und Rettungsassistenten sowie das couragierte Eingreifen eines Passanten überlebte der Patient.

ASB-Rettungsdienstleiter Frank Maruhn und die Leitstelle von Rettungsdienst- und Feuerwehr (FEL) bestätigen entsprechende LZ-Informationen: Danach war ein Mann mit Herzproblemen zusammengebrochen. Ein Passant rief die FEL um 13.52 Uhr an, um Hilfe zu holen. Der Mitarbeiter leitete den Passanten telefonisch an, um den Kranken zu reanimieren. Zwischenzeitlich trafen ASB und Notarzt ein, stellten ihre Fahrzeuge mit eingeschaltetem Blaulicht an den Rand der Scharnhorststraße und übernahmen die Versorgung des Patienten. Das dauerte einem Lkw-Fahrer offenbar zu lange, er versuchte, mit seinem Truck vorbeizuziehen, blieb aber am Rettungswagen hängen und verkeilte dessen hintere Tür, sodass die Mediziner den Patienten nicht an Bord nehmen konnten.

Sie alarmierten um 14.16 Uhr einen weiteren Rettungswagen, der den Herzkranken schließlich auf die Intensivstation ins Klinikum brachte.

Maruhn sagt: „Wir können nur an Verkehrsteilnehmer appellieren, Rücksicht zu nehmen.“ ASB-Geschäftsführer Harald Kreft ergänzt: „Es geht da um Leben und Tod, kaum zu fassen, wenn dann so etwas passiert.“

Mitarbeiter aus dem Rettungsdienst berichten immer wieder davon, dass sie mit Gedankenlosigkeit, aber auch Attacken zu kämpfen haben. Dass auf Straßen keine Rettungsgassen gebildet werden, sei Alltag. Ebenso, dass Einsätze per Handy gefilmt werden, auch wenn es etwa um schwer verletzte Unfallopfer geht. Pietät und Anteilnahme sei für manchen ein Fremdwort. Aber auch, dass sie angepöbelt, angespuckt oder gar geschlagen werden, komme immer wieder vor. Der Vorfall an der Scharnhorststraße habe eine andere Qualität, da habe jemand in Kauf genommen, dass ein Patient Schaden nehme.

Im aktuellen Fall war die Polizei vor Ort. Deren Lüneburger Sprecher Kai Richter sagt, eine Streife habe den Unfall aufgenommen. Der Sachschaden sei so gering, dass man empfohlen habe, eine Einigung ohne Polizei zu finden. Ob das Verhalten des Lkw-Fahrers strafrechtlich relevant sei, müsse man prüfen. Es gehe im Zweifel um den Vorwurf, den Rettungsdienst behindert zu haben. Es klingt bei Nachfragen allerdings eher so, als komme der Chauffeur ohne Strafe davon.

Glücklicherweise hat der Patient überlebt.

71 Kommentare

  1. Wolfgang Schneider

    Der Meinung bin ich nicht! Zumindest ein Verwarnung sollte der LKW-Fahrer bekommen. Sein Verhalten ist eine Ordnungswidrigkeit und muß als solches geahndet werden. In D zu billig.

    • Grundsätzlich sollte er bestraft werden!
      Aber ist er ja schon mehr als bestraft, mit seiner Dummheit!
      Auch wenn die Kraftfahrer immer unter sehr hohen Zeitdruck arbeiten, dieses Verhalten ist unbegreiflich, denn war der Zeitdruck auf der anderen Seite sehr viel höher. Hoffentlich ist der Patient schnell wieder gesund.

      • Sie schreiben: „Aber ist er ja schon mehr als bestraft, mit seiner Dummheit!“ Grundsätzlich stimme ich ihnen voll und ganz zu. Das dumme ist nur, weil er so dumm ist, merkt er das wahrscheinlich nicht mal. Und das ist nicht nur dumm, sondern auch gefährlich für andere.

        Und das sollte er auch zu spüren bekommen. Inwieweit das geahndet werden kann entzieht sich jedoch meiner Kenntnis. Nur eine Konsequenz für diese Rücksichtslosigkeit sollte sich für den Fahrer schon daraus ergeben.

  2. moment mal
    wer sorgt für den zeitdruck? der fahrer? der fahrer war nur naiv. er hat eine dummheit begangen. der aber für die hetze sorgt , ist nie angeklagt. es ist die wirtschaft . und die ist es gewohnt auf andere leute kosten gewinne zu machen.

    • Da gebe ich Dir recht Klaus Bruns hält er die Fahrtzeit nicht ein. ..kann sonst etwas passiert sein es spielt keine Rolle er wird bestraft (Gesetzeslücke ).

  3. Denny Klapproth

    Mitmenschlichkeit .. die ist uns abhanden gekommen! Ein Chef ist nur solange Chef wie Leute für ihn arbeiten, der Wirtschaft geht es nur so lange gut wie wir malochen gehen (was auch für Herrn Schäuble gilt) Nicht die Bosse sind Schuld … wir lassen uns das doch gefallen. Und jeder von uns war in der Fahrschule und hat dort die Verkehrsregeln gelernt!

  4. Christian Paul

    Ich finde er sollte bestraft werden. Ich bin selber Herzkrank. Es musste ein zweites Rettungsfahrzeug gerufen werden das geht garnicht da zählen nicht Minuten sondern sekunden.

  5. Stop!! Solche Fahrer kenne ich zu genüge. Stellt Euch nur mal vor, der Patient wäre schon im RTW gewesen. Nicht auszudenken. Diese abartigen Situationen sind für solche Fahrer ein graus. Die fahren auch an einer Unfallstelle einfach vorbei, ohne einen Notruf abzusetzen. Das passiert Morgens bei Fahrantritt und auch kurz vor Feierabend. Hier geht es aber ums Abwägen und das war hier total daneben und rücksichtslos. Das gehört empfindlich bestraft.

  6. Also klaus hat recht.
    Aber wenn es nicht geht sollte jeder mensch selber wissen was er macht.und wenn das ein chef nicht verstehen kann oder will ist es sein problem. In meinen augen hat er leider einen sehr dummen und zugleich gefährlichen fehler begangen und sollte schon bestraft werden nur es sollte nicht sonst wie hoch sein.

    Gute Besserung dem patinten

    • und wenn das ein chef nicht verstehen kann oder will ist es sein problem.
      leider nicht, nicht der chef wird sich entlassen.

      • @Bruns

        Auch der Chef hat sich an Gesetze zu halten. Wie alle. Und wer einen RTW rammt, um dem Chef zu gefallen und nicht später anzukommen, kann nicht sehr schlau sein. Der Chef zaht nicht die Strafe oder geht 4 Wochen zu Fuss.

        Das was ich als Ausendienstler (und somit ständig ebenso unter Zeitdruck) erlebe und zwar zum grossen Teil mit völlig skrupellosen, lebensgefährlichen und bewusst herbeigeführten Aktionen von absolut unbelehrbaren LKW- Fahrern, ist haarsträubend. Sie machen aus diesen Menschen ( s. o.) einfach „Opfer“. Das diese mit rollenden Zeitbomben und nicht mit Holzrollern oder Bobbycars unterwegs sind, blenden Sie gekonnt aus.

        Aber die Justiz ist ja so milde gestimmt, daß sie 19 jährigen die sich Rennen am hellichten Tag in der Kölner Innenstadt mit hochgezüchteten Luxuskarossen von Edeltunern liefern, andere Menschen töten und nach der Tat neben der Leiche des 19 jährigen Unfallopfers die Polizei kritisieren, die ihr Signalspray zu dicht an die Felge des Autos setzen, „ermahnen“, eine „Bewährungsstrafe “ erhalten.
        Also, kann die alternativlose Devise nur lauten: „Weiter so“.

  7. einige sehen das auch nur von einer seite! wenn der kollege sein rtw ordentlich abestellt(was einen ordentlichen bkf zu grunde liegt und beim drk kaum zu finden ist) hätte währe garix passiert! zu dem eigekeilt auch keiner grundlage besteht! auf dieser grund lage ist auch der versuch des lkw-fahrers nicht zu verurteilen allerdings hätte dieser vor dem zusammenstoß stoppen müssen!

    • Es geht aber darum Einsatzkraefte die laut STVO §35 und § 38 fahren haben das Recht selbst zu entscheiden wo sie das Fahrzeug abstellen und wen er die ganze Straße blockiert ist das sein gutes Recht den es geht in erster Linie um den Patienten lebend ins KH zu bringen…..
      Entschuldig bitte dieses aufregen aber ich bin selber eine Einsatzkraft (zwar in der Feuerwehr) aber da ist es genauso…

      • Jürgen Hempel Lüneburg

        alles richtig, doch das Abstellen des Fahrzeuges hat den nach den Gegebenheiten zu erfolgen. Wobei auch die Rücksicht anderer Verkehrsteilnehmer zu berücksichtigen ist. Die STVO § 35, 38 gibt dieses so nicht her …. blockieren der Straße, wenn der Patient ca. 5 Meter vom Straßenrand entfernt behandelt wird !

      • Jürgen Hempel Lüneburg

        Ergänzend dazu :

        (8) Die Sonderrechte dürfen nur unter gebührender Berücksichtigung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung ausgeübt werden.

      • Aus meiner Sicht gibt es hier überhaupt keinen Grund , dass der RTW Fahrer so weit weg vom Straßenrand parkt. Der Notarzt konnte es ja auch.
        Dann wäre die Situation überhaupt nicht entstanden

  8. Christiane Biermann

    Für solche Fälle müsste der Führerschein vom LKW Fahrer lebenslang eingezogen werden. Für so ein Verhalten kann ich kein Verständnis haben.

    • Christiane Biermann
      Für so ein Verhalten kann ich kein Verständnis haben.
      es liegt wohl daran, weil sie keinen blassen schimmer haben, was bei uns in der wirtschaft los ist. der mensch ist nur noch eine nummer und er hat zu funktionieren.

      • Was kann das für eine Rolle spielen ,ob der Fahrer Zeitdruck oder Stress mit dem Arbeitgeber hat ,wenn er warten muss ? Was ist das nächste ? Wird dann straffrei ein Kind überrollt was nicht schnell genug über den Fussgängerweg gerannt ist ?

  9. Der eine oder andere Rettungsfahrer könnte sich aber auch mal Gedanken darüber machen, wie er sein Fahrzeug abstellt. Hiermit will ich dem o.g. Rettungsfahrer nichts unterstellen. Jedoch habe ich es einige Male erlebt, dass der Rettungswagen so unglücklich abgestellt worden ist, dass sich ein unnötiger Rückstau gebildet hat.
    Der Grundsatz erst der Patient, dann die Straße ist ja in Orndung…, aber wenn eine Behinderung ohne weiteres vermeidbar ist, sollte sie auch vermieden werden.

    • Das Abstellen des Fahrzeuges ist bei Lebensgefahr nebensächlich. Priorität hat der Patient. So und nicht anders wird dies gehandhabt!

      • stimmt und stimmt auch nicht. der fahrer eines rettungswagens kann auch nicht nur die sirene einschalten und einfach unkontrolliert über jede kreuzung rasen, oder doch?

        • @ Bruns

          Ist jetzt die „Rettungswagenbesatzung“ das Problem gewesen??? Hab ich da etwas falsch verstanden?
          Der LKW hat zu warten.Ende.Punkt.
          es gibt Gesetze und an die hat such jeder zu halten. Auch linke und grüne Realitätsverweigerer und Steinewerfer.

          • Karsten Hilsen

            Es ist bei sachlicher Prüfung zumindest nicht ausgeschlossen, dass beim Rettungspersonal auch eine Fehlentscheidung getroffen wurde.
            Die Einschätzung, daß der Rettungswagen wegen des misslungenen Versuches des LKW-Fahrers, vorbeizufahren, nicht mehr einsatzfähig sei, hat zweifellos jemand vom Rettungspersonal getroffen.
            Nach dem Augenschein der veröffentlichten Fotos und der Einschätzung der Polizei, dass der Sachschaden eher gering war, drängt sich der Verdacht auf, dass diese Einschätzung falsch war.
            Daraus ergibt sich im übrigen auch, dass die Überschrift „LKW-fahrer rammt Notarztwagen“ irreführend sein könnte..
            Offensichtlich wäre“ touschiert“ oder „LKW berührt Notarztwagen“ zutreffender.

  10. Zeitdruck hin oder her. Man sieht, dass vor seinen Augen auf der Straße ein Mensch durch den RD versucht wird zu reanimieren (=wiederbeleben). Der Mensch ist quasi in dem Moment tot, weil er keinen eigenen Kreislauf mehr hat. Wie kann man dann so egoistisch sein … Außerdem nehme ich an, dass der Unfallverursacher nicht erst seit gestern einen LKW fährt und Abstände einschätzen kann.

    • Sabine , sie sind drollig. sie meinen, ein lkw-fahrer hat zeit darüber nachzudenken? ich nehme an, sie sprechen hier nicht aus erfahrung, im gegensatz zu mir. zeitdruck kann nun mal tödlich enden. lkw-fahrer sind da ebenfalls von betroffen. der lkw-fahrer ist der letzte in der reihe, der egoistisch denkt. irgendwann will auch er tatsächlich mal nachhause. beispiel: ein schiff kommt mit seiner ladung verspätet im hafen an. der lkw steht dort schon seit stunden und wartet. er muss warten. die ladung muss aber noch unbedingt zum empfänger gebracht werden. was passiert dann wohl? der lkw fahrer ist auch nur ein mensch und wird nicht entspannt bleiben. er wird zur zeitbombe. wehe sie geht hoch.

      • Klaus Bruns
        wir haben die pressefreiheit, ich weiß also nicht, ob mein beitrag erscheinen wird. ich würde ihnen gern mal auf den zahn fühlen. wenn es hier erlaubt ist. ich beschäftige mich gern mit menschen, von denen ich glaube, sie sind intelligent. diesen schuh dürfen sie sich gern anziehen. ich weiß, schuhe und reppenstedter haben ein inniges verhältnis zu- einander. schmunzel

      • Sehr geehrter Herr Bruns,
        Sie reden die ganze Zeit über den armen LKW Fahrer der unter Stress steht, was aber macht der Busfahrer der ebenfalls warten muss?
        Für ein Menschenleben gibt es keine Ausrede!

        • Lars
          Für ein Menschenleben gibt es keine Ausrede!
          sind sie da sicher? ich weiß zwar, was sie meinen, ihre aussage in ehren, waren sie schon mal soldat? der busfahrer hat auch ein problem, aber ein anderes ,als der lkw-fahrer.

          • Sie können es drehen und wenden wie Sie wollen, meinen Standpunkt werde ich auch vertreten.
            Ich weiß auch was Sie meinen, keine Frage, dennoch können Sie sich drehen wie Sie wollen, es gibt keine Ausrede / Entschuldigung.
            Zudem drehen Sie sich im Kreis, erst war es der Herr auf dem Schiff, nun wollen Sie wissen ob ich bei der Bundeswehr war? Das hat hier nichts zu suchen.

      • Ach für die Ladung im Hafen kann er warten, aber für einen Notfall nicht? Herr Bruns einmal mehr schreiben Sie um des schreibens Willen ohne Sinn und Verstand!

      • Zitat: „er wird zur zeitbombe. wehe sie geht hoch.“

        Und genau das darf nicht passieren! Er hat als Kraftfahrer sein Fahrzeug jederzeit, auch bei Überstunden, die wir alle kennen und sich selbst ,unter Kontrolle zu haben. Ansonsten ist er nicht geeignet, so ein Monster zu fahren.
        Das nächste Mal wird aus dem Grund, den Sie hier anführen, ein Radfahrer plattgefahren oder ein Kind getötet, weil der Fahrer „nach Hause“ will.*kopfschüttel*
        Das will jeder im Feierabendverkehr, muss sich aber trotzdem an die StVo halten.Ich bin jeden Tag auf BAB unterwegs und kann Ihnen viel von den absolut schmerzfreien, geradezu gemeingefährlichen LKW Fahrern aus ganz Europa erzählen; bis zum Massenunfallverursacher mit Fahrerflucht ( Aussage: Ich habe nichts gesehen oder festgestellt; was wollt ihr eigentlich…).

      • Wenn ein LKW Fahrer nicht die Zeit hat über das nachzudenken ,was er tut ,dann hat er eindeutig den falschen Job . Ich bin selbst jeden Tag auf Achse und stehe garantiert jedes Jahr mindestens 2-3 mal in der ersten Reihe ,wenn Notärzte versuchen ,Leben zu retten ,stehe unter Termindruck ,hab den Disponenten an der Backe . Aber was sie hier ablassen ,Herr Bruns , ist eine Schande für alle Trucker .Die blöden Rettungswagenfahrer können nicht ordentlich parken , der arme Trucker will nach Hause und am Ende muss auch noch die Bundeswehr herhalten ,um das Gejammer vom ach so armen Trucker aufrecht zu erhalten . Sie können es drehen und wenden wie sie wollen ,der Fahrer ist ein Idiot und gehört in keinen LKW .Wäre ich an der Unfallstelle gewesen ,ich hätte ihn aus dem Führerhaus gezerrt und in den Arsch getreten . So ein Möchtegern-LKW Fahrer gehört in keinen LKW und ist eine Schande für die ganze Zunft .

        • Jürgen Ami
          die künstliche aufregung ist die preiswerteste. wer stellt solche fahrer ein und warum? ich war selbst unter anderem trucker, nehmen sie mal gas weg. der fahrer hat nur einen fehler begangen, es gibt menschen, die dürfen bei uns ungestraft viele fehler begehen. nestbeschmutzer sorgen übrigens nur für ihre eigenen schlechten arbeitsbedingungen.

        • Ich habe noch was vergessen. Herr Ami lesen bildet. Sie sollten alles lesen und was noch besser wäre, es auch verstehen, bevor Sie wieder Gas geben. Ihr Eigentor spricht für sich.

  11. Dass der eine oder andere RTW-Fahrer sein Fahrzeug glücklicher abstellen könnte steht überhaupt nicht zur Diskussion. Als ich noch beruflich in dem Bereich tätig war dachte ich mir auch hin und wieder „da haste dich aber wie ein A* hingestellt“. Zumeist unabsichtlich und besonders in einer Situation in der bereits ein Patient auf der Straße reanimiert wird mache ich mir bei der Anfahrt sicher keine Gedanken, ob da jetzt noch jemand vorbei kommt. Auf die Seite fahren natürlich, aber in einer schmalen Gasse kann’s auch so eng werden.

    Nichts desto Trotz, auch wenn man natürlich den Ärger einiger Verkehrsteilnehmer nachvollziehen kann, wenn das Ding mit Blaulicht auf der Straße steht dann hat man sein Los zu akzeptieren. Das mag man in dem Moment nicht als fair empfinden, ist aber so. Wer dann noch dazu den RTW beschädigt und damit die Zeit bis zum Eintreffen des kritischen Patienten im Krankenhaus massiv verlängert, kann sich beim besten Willen nicht darauf hinausreden, dass sich der Lenker sich doch auch anders positionieren hätte können. Es ist schlicht irrelevant.

    • Jürgen Hempel Lüneburg

      ……..dafür ist das Blaulicht aber nicht gedacht, andere Verkehrsteilnehmer müssen nicht zwangläufig halten. Vor Ort hat das Blaulicht NUR die Aussagekraft — ACHTUNG –

      Zu den Sonderregeln :
      (8) Die Sonderrechte dürfen nur unter gebührender Berücksichtigung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung ausgeübt werden.

  12. Karsten Hilsen

    Was denn nun?
    Tür durch den LKW verkeilt,(ASB) oder ganz geringer Schaden (Polizei)?
    Wenn die Polizeiversion richtig ist, wäre der zweite Rettungswagen unnötig gewesen.
    Wenn die ASB-Version richtig ist, muß der ganze Wagenaufbau verzogen sein, dann kann der Schaden kaum sehr gering sein.
    Oder habe ich da was ganz flasch aufgefasst?

    • Karsten Hilsen:

      die Frage hab ich mir zuerst auch gestellt. Das einzige was ich mir vorstellen kann ist, dass einfach das Türschanier ausgehakt war. Das wäre vor Ort erst mal nicht zu reparieren, wäre aber in einer Werkstatt relativ schnell wieder behoben.

  13. Liebe Leute, jetzt macht aber mal halblang!

    Worum geht´s denn hier? Was wollte Carlo Eggeling euch wohl sagen?

    Hallo!?

    Elefanten im Porzellanladen?

    Das was ihr allesamt so redet, kann man auch entschieden anders sehen.

    Habt ihr den Artikel oben überhaupt gelesen? Bitte auch ein wenig aufs Geschriebene achten!

    Und danach: erst denken, dann Posts raushauen!

    • ZITATE UND FRAGEN:

      „Worum geht´s denn hier? Was wollte Carlo Eggeling euch wohl sagen?“

      Ich hab’s wohl nicht verstanden. Aber du offensichtlich. Bitte klär mich auf. Danke!

      „Hallo!?“ Ja das hab ich jetzt auch nicht verstanden. Was meinst du?

      „Elefanten im Porzellanladen?“ Oh das steht Morgen bestimmt auch in der LZ.

      „Das was ihr allesamt so redet, kann man auch entschieden anders sehen.“ Wie denn bitte? Äußer dich doch mal konkret!!!

      „Habt ihr den Artikel oben überhaupt gelesen?“ Ich denke das haben alle. Und du???

      Was ist eigentlich der Inhalt und die Aussage deines Wutausbruches????? Schreibt doch mal etwas das jeder verstehen kann und Inhalt hat. Danke!

      • Herr/Frau Heidi, woher nehmen Sie die Impertinenz, mich derart hysterisch anzuduzen? Ich erinnere mich nicht, mit Ihnen schon in der Sauna geräkelt zu haben. Wenn Sie die Wahrheit nicht ertragen, weil sie nicht in Ihr Weltbild passt, ist das nicht mein Problem. Noch ist Björn Höcke zum Glück ja nicht Reichskanzler!

        • Herzlichen Dank für ihre Reaktion sehr geehrte Frau Gisela ….. . Sie haben meinen Feierabend nachhaltig erheitert. Das schafft nicht jeder. Aber eine klare und nachvollziehbare Aussage konnte ich auch in diesem etwas schräg geratenen Post nicht erkennen. Vielleicht klappt das ja beim nächsten. Ich bin gespannt ;-).

          Post scriptum: Ach da war doch noch was. Einen Reichskanzler gibt es in Deutschland schon lange nicht mehr. Und wenn sie meinen mein „Weltbild“ zu kennen, was auch immer sie damit meinen mögen, und dies mit Herrn Björn Höcke in Verbindung setzen zu müssen, dann verbiete ich mir diese infame Unterstellung ausdrücklich. Setzen sie sich lieber mal in einer stillen Stunde ruhig hin und denken über sich selbst nach. Ich denke es lohnt sich.

          • Heidi, da können Sie Gift drauf nehmen: sich mit mir zu beschäftigen, lohnt sich immer. Meist bin ich ja die einzige Person, die erkennt, was tatsächlich Sache ist. Klar, daß ich oft angefeindet werde.

    • Sebastian Krüger

      Danke, Gisela! Das lag mir schon seit Tagen auf der Zunge. Endlich mal jemand, der Klartext schreibt.

    • Gisela
      die künstliche aufregung ist und war schon immer die preiswerteste.

      • Herbert Dahms

        Hallo Herr Bruns, Sie haben ja offenbar begriffen, was Gisela uns am 29. April um 19:29 Uhr sagen wollte. Würden Sie ihren ≫Klartext≪ für Heidi und mich bitte einmal ins Reppenstedterische übersetzen?

        • Sie haben ja offenbar begriffen? schmunzel, ist da ein gewisser unterton zu hören? ich habe gehört ,die inquisition soll bei uns wieder eingeführt werden, vorher soll jetzt aber immer vor jedem rathaus ein pranger errichtet werden.parteimitglieder sollen aber verschont werden, er ist nur für dass einfache volk gedacht, damit es sich weiter gegenseitig in die pfanne haut und somit vom eigentlichen problem abgelenkt wird.

  14. Jan Marcel Rahder

    Vorab: Ich bin Arzt, war Rettungsassistent und bin auch eine Zeit lang kommerziell LKW gefahren, weshalb ich denke die Situation kommentieren zu dürfen.
    Man darf bei allem Verständnis für die Unglückssituation und der selbstverständlich gebotenen Rücksicht für alle Beteiligten auch bestimmte Aspekte mal nicht vergessen:
    1. Es ist dem LKW-Fahrer nicht zuzumuten, die Situation derart korrekt einzuschätzen, dass es in diesem Moment tatsächlich mal wirklich um Menschenleben ging. Wie oft wird eine sog. Sonderrechtsfahrt (Blaulicht und Einsatzhorn) angeordnet, obwohl sie nicht erforderlich wäre, weil der Bürger mittlerweile genau weiß, wie man möglichst schnell Hilfe bekommt…
    2. Der Druck, unter dem der LKW-Fahrer in der Regel steht, ist vor allem die Folge des Wunsches des Endverbrauchers, der möglichst 24-Stunden-Lieferung ohne Versandkosten haben will. Endverbraucher und Patient könnten sogar dieselbe Person gewesen sein.
    3. Fehler passieren jedem. Die meisten davon bleiben glücklicherweise ohne schwerwiegende Folgen, andere wiederum nicht… Auch in diesem Fall ist erfreulicherweise dem Patienten kein Folgeschaden entstanden.
    4. Ein WIRKLICH ernstzunehmendes Problem in unserer Digitalgesellschaft ist doch, dass unmittelbar und ungefiltert Leute an den Pranger gestellt werden, ohne dass die Hintergründe ausreichend beurteilt werden können. Dies ist auch der Presse bzw. den Medien anzulasten.

    Jetzt schrauben alle mal einen Gang zurück, denken nach einem tiefen Atemzug mal darüber nach, wann sie selbst zuletzt einen Fehler begangen haben und damit möglicherweise auch hätten größeren Schaden anrichten können, und hoffen, dass der LKW-Fahrer durch die bloßen Umstände seiner Unachtsamkeit schon ausreichend bestraft ist. -Und wünschen dem Patienten dieses Falles natürlich alles erdenklich Gute!

    • Herrn Rahder-Brecher

      Blaulicht nicht notwendig? Patient treibt LKW-Fahrer zur Eile? Leser sind dumme Gaffer? Presse ist letztlich schuld?

      Wie gut, dass Sie – als Arzt – so gar keine Vorurteile haben, Jan Marcel.

      Georg

  15. Jürgen Hempel Lüneburg

    ………der Sachschaden ist so gering am Rettungsfahrzeug, steht in den Bericht. Als Außenstehender frage ich mich, warum denn die Tür vom Rettungsfahrzeug sich nicht öffnen ließ ? — Sollte es daran liegen, dass die Türen nach Außen abklappen und der Lastzug genau dagegen stand ? — Wenn dem so ist, frage ich : Warum wurde denn nicht der RTW vorgezogen ? — Schließlich bestand doch Lebensgefahr für den Patienten ! — Ich will das nicht kleinreden, aber, warum musste da noch ein 2. RTW angefordert werden ?

  16. Lieber Klaus Bruns, sehr verehrte Damen und Herren, liebe Studierende, liebe Kinder, Rücksicht auf Fahrbahnen bedeutet, und davon sollte man ausgehen, das ist doch, ohne darum herum zu reden, in Anbetracht der konkreten Situation, in der wir uns auch mal befinden können. Ich kann meinen politischen Standpunkt in wenigen Worten zusammenfassen: Erstens das Selbstverständnis unter der Voraussetzung, zweitens und das ist es was wir allen Verkehrsteilnehmern schuldig sind, drittens die konzentrierte Beinhaltung als Kernstück eines zukunftweisenden ganzheitlichen Konzepts.

    Wer hat denn, und das muss hier im Lz-Forum einmal unmissverständlich ausgesprochen werden. Auch die wirtschaftliche Entwicklung hat sich in keiner Weise, das kann auch von meinen Gegnern nicht bestritten werden, ohne zu verkennen, dass in Oedeme, in Wendisch Evern die Ansicht herrscht, die Stadtrat und Kreistag hätten da und, meine Damen und Herren, lieber Herr Bruns, warum auch nicht? Aber wo haben wir denn letzten Endes, ohne die Lage unnötig zuzuspitzen, da sehr geehrter Herr Bruns liegt doch das Hauptproblem. Bitte denken Sie doch einmal an die Altersversorgung. Wer war es denn, der seit 15 Jahren, und wir wollen einmal davon absehen, dass niemand behaupten kann, als hätte sich damals, so geht es doch nun wirklich nicht. Wir haben immer wieder darauf hingewiesen, dass die Fragen der Spurbreite und des Umweltschutzes, und ich bleibe dabei, wo kämen wir sonst hin, wo bliebe unsere Glaubwürdigkeit? Eins steht doch fest, und darüber gibt es keinen Zweifel, wer das vergisst, hat den Auftrag des Bürgers und Wählers nicht verstanden.

    Nicht nur die Infrastruktur- und Verkehrssicherheits-, sondern schon die Lohn- und Preispolitik geht von der Voraussetzung aus, dass die mittelfristige Finanzplanung, und im Bereich der Steuerreform ist das schon immer von ausschlaggebender Bedeutung gewesen. Meine Damen und Herren, lieber Herr Bruns, wir wollen nicht vergessen, draußen im Lande, und damit möchte ich schließen, hier und heute stellen sich die Fragen, und ich glaube, Sie stimmen mit mir überein, wenn ich sage, letzten Endes, wer wollte das bestreiten.

    Ich danke Ihnen.

    • Hilltrudel Pohltz

      Danke!!! Ein ganz wichtiger Beitrag zur Meinungsbildung!

      • Hilltrudel Pohltz
        muss denn alles wichtig sein? es gibt einen humoristen, der fängt gerne sätze an, beendet sie aber nicht und schafft es trotzdem eine aussage zu machen. sowas nennt man künstlerische freiheit. er hat zumindest erfolg damit. mann nennt ihn die glocke ,oder die klocke? pete,oder piet seines zeichens.

  17. Lars
    sie scheinen noch sehr jung zu sein. ich drehe mich ungern im kreis. ich habe mich nur auf ihre pauschale äußerung gemeldet. es gibt eine menge ausreden . gerade was menschenleben angeht. religiöse, wirtschaftliche und unmenschliche argumente findet man dort reichlich. und die mehrheit scheint sie zu akzeptieren. warum gibt es wohl sodaten? warum gibt es bei uns kein tempolimit auf der autobahn? ich nehme an, der lkw-fahrer kann nicht besonders gut fahren. er ist bestimmt aber billig.

    • @ Bruns
      Hätten Sie diese entschuldigende Einstellung auch ,wenn mal wieder( wie tagtäglich) ein Radfahrer in der Situation den Gehweg benutzt, um den Weg abzukürzen, die Wartezeit zu verkürzen oder wie so oft, einfach eine rote Ampel zu umfahren und damit Menschen gefährden?

      • Reinhard
        ich habe viel verständnis, vergleiche aber grundsätzlich nicht äpfel mit birnen.

        • @ Bruns
          Doch, das tun Sie. Und voreingenommen sind Sie auch. Man kann nämlich eindeutiges Fehlverhalten nicht entschuldigen. Ein Radfahrer gefährdet ebenso andere Menschen, wenn er sich so verhält wie oben geschildert.

          • des deutschen liebstes hobby, ist schuldige suchen und sich dabei verirren.

        • Digital und analog

          Hallo Herr Bruns, wir haben viel gemeinsam: Ich gehe jeden Tag circa fünfzig Mal am Spiegel im Flur vorbei und schaue mir dabei bedeutungsvoll in die Agen.

          LG, Chrissie

          • lol
            ich gehe auf die 70 zig zu und weiß, warum ich um einen spiegel einen großen kreis ziehe. wir haben nichts gemeinsam. ich weiß aber, die mehrzahl liest am liebsten das, was auch die eigene meinung ist. ist bei mir anders.

  18. Gisela
    Meist bin ich ja die einzige Person, die erkennt, was tatsächlich Sache ist. Klar, daß ich oft angefeindet werde.
    willkommen im club. schmunzel. haben sie noch mehr in dieser richtung zu bieten?

    • Klaus, im Grunde bin ich wie wir alle hier. Ich schaue mir im Spiegel meiner Posts bedeutungsvoll in die Augen und denke dabei: „Lieber Gott gib doch zu, daß ich klüger bin …“

      Sie wissen schon!

    • Zitat: „Meist bin ich ja die einzige Person, die erkennt, was tatsächlich Sache ist.“

      Ich habe auch geschmunzelt. Das werden sicher 90% der Leser hier tun. Wenn man unter „erkenen was Sache ist“ eine linksgrüne Realitätsverweigerung versteht, dann sicherlich.

      • Ob linksgrün oder rechtsprimitiv, „andy“, wer meint, er müsse über andere her- oder an ihnen vorbeirüpeln, der verweigert sich einer Realität, ohne die unter Menschen gar nichts geht: der sittlichen.

      • andy
        was heißt eine linksgrüne verweigerung? hinter was will man herlaufen?

      • Liebe Jutta Fuchs, lieber Klaus Bruns

        Prima gekontert! Es geht aber noch eleganter. Die Frage nach dem Musikgeschmack ist die beste Methode, öden Smalltalk zu beenden. So ziemlich jeder Gesprächspartner verliert das Interesse, wenn sein Gegenüber antwortet, er oder sie höre ausschließlich Mashup. Bei Härtefällen sollte man jedoch eine doppelt upgemashte Musikrichtung nennen können. Etwas wie »Electroswing meets Rockoper« vergrault auch die Hartnäckigsten.

        Hermann Kules

  19. Peter Wilhelm

    Karsten Hilsen, muss wirklich immer alles sofort online, was Ihnen so durch die Birne brummt? Geht es um Leben und Tod? Haben Sie Sorge, Ihr gebrechlich an jeglicher rettenden Vernunft vorbeidrängelnder Gedankeninfarkt würde nicht überleben, wenn Sie nur kurz warteten und nachdächten oder gar ganz auf das Touchieren des Sende-Buttons verzichteten ?

    • Sehr schön, Peter Wilhelm! Ich halte mir immer noch den Bauch vor Lachen.

      Ich glaube, wenn Herr Eggeling einmal im Jahr eine Blütenlese mit den beknacktesten LZ-Online- Kommentaren in Buchform verkaufen würde, könnte er es noch vor seiner Pensionierung zum Tantiemen-Millionär bringen.