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Ohne gießen gehts nicht: Martin Lühr und Hanna Schnell von der Edeka-Stiftung haben zusammen mit den Kindern und Erzieherinnen der Spielschule Kaltenmoor ein Hochbeet angelegt. Foto: t&w
Ohne gießen gehts nicht: Martin Lühr und Hanna Schnell von der Edeka-Stiftung haben zusammen mit den Kindern und Erzieherinnen der Spielschule Kaltenmoor ein Hochbeet angelegt. Foto: t&w

Kinder der Spielschule Kaltenmoor säen und ernten eigenes Gemüse

rw Lüneburg. Mit Obstzucht kennt Malu sich schon aus: Die Sechsjährige hat zu Hause einen Kirschbaum und ein Erdbeerbeet. Dort hat sie im vergangenen Jahr sogar eine Erdbeere geerntet, die sie gleich aufgegessen hat, wie sie verrät. Noch viel mehr aus eigener Ernte naschen können sie und die anderen Kindern der Spielschule Kaltenmoor bald: Im neuen Hochbeet des Kindergartens haben sie gerade Kohlrabi, Salat, Radieschen und anderes Gemüse gepflanzt. Das Beet haben sie spendiert bekommen.

„Wir wollen den Kindern ein Gespür dafür vermitteln, wo Gemüse eigentlich herkommt“, erklärt Erzieherin Sabine Klinge, ihre Kollegin Marion Lindloff ergänzt: „Wir wollen zeigen, dass es eben nicht nur tiefgefroren aus dem Kühlschrank kommt und dann gekocht wird.“ Auf gesunde Ernährung und den Wert der Nahrungsmittel lege die Spielschule besonderen Wert. Zwar hätten viele Kinder von ihren Eltern schon ein Bewusstsein für gute Lebensmittel erhalten, bei anderen leiste die Kita aber noch Pionierarbeit: „Was die Kinder hier lernen, wird über sie dann in die Familien weitergetragen“, erklärt Lindloff, „auch untereinander achten die Kleinen schon auf gesunde Ernährung.“

Neben eigens angebautem Gemüse bezieht die Spielschule ihr Essen von einem Caterer, der ausschließlich Bio-Produkte aus regionalem Anbau verwendet, Fleisch steht nur einmal pro Woche auf dem Speiseplan. „Zu besonderen Anlässen, zum Beispiel zu Ostern, kochen wir auch alle gemeinsam“, erzählt Klinge. „Dafür gehen wir mit den Kindern auf den Markt und kaufen zusammen ein.“ Vom eigenen Gemüse aus dem Hochbeet wollen die Kinder und Erzieher gemeinsam Salate und Kräuterquark herstellen. „Vielleicht können wir dann sogar ein ,Gemüsedankfest feiern“, hofft Lindloff.

Erhalten hat die Spielschule das Hochbeet von der Edeka-Stiftung, die sich für nachhaltige Ernährung an Schulen und Kindergärten einsetzt. Mehr als 1600 Kindergärten haben bereits ein solches Hochbeet bekommen, weitere in der Region kommen in Kürze hinzu (siehe Infotext). Bei den Kinder-Gärtnern in Kaltenmoor stieß das Projekt auf außerordentlich fruchtbaren Boden: Schon 2012 gewann die Spielschule den bundesweiten Leuchtpol-Wettbewerb, der besonders nachhaltig handelnde Kindertagesstätten auszeichnet.

Sie profitieren von Beet-Spenden

Die Edeka-Stiftung und Edeka Bergmann spendieren Gemüsebeete für folgende Einrichtungen:

Lüneburg: Kindergarten der Friedenskirche, Kita „St. Michaelis“ Familienzentrum, Kindergarten Städtisches Klinikum, Kinderbetreuung „Krümelkiste“, Kita Dahlenburger Landstraße

Adendorf/Brietlingen: Kindertagesstätte bei der Feuerwehr, Kindergarten Moorburg in Brietlingen, Adolph-Holm-Kindergarten Adendorf

Bardowick: Kindergarten Am Eichhof, Kindergarten Am Forsthaus Bardowick