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Labyrinth und Wasserlandschaft: Zwei Jahre nach der Kinderkonferenz soll der Umbau des Spielplatzes am Kreideberg nun starten. Foto: t&w
Labyrinth und Wasserlandschaft: Zwei Jahre nach der Kinderkonferenz soll der Umbau des Spielplatzes am Kreideberg nun starten. Foto: t&w

Kreideberg: Spielplatz wird umgebaut

ca Lüneburg. Die Stadt hat sich Zeit gelassen, vor zwei Jahren hat auf dem Kreideberg eine Kinderkonferenz getagt, um Vorschläge zu erarbeiten, wie der Spielplatz zwischen Schulen, Sportanlagen und den Hochhäusern an der Stöteroggestraße attraktiver werden kann. Erst jetzt stellte die Verwaltung das Konzept bei einer Bürgerversammlung in der Pauluskirche vor. Bürgermeister Eduard Kolle, selber auf dem Kreideberg zu Hause, moderierte.

Peter Zur Heide, verantwortlich fürs kommunale Grün, sagte, dass von kommender Woche an ein Labyrinth aus Weiden und Bambus angelegt werde, zudem eine Wasserlandschaft. Die Vorarbeiten hätten bereits begonnen. Über ein Rad und eine Wippe solle Wasser laufen, obendrein eine Matschlandschaft nach Lust und Laune der Kinder entstehen. Die Technik sei so eingestellt, dass keine Überschwemmungen möglich seien. Rund 50000 Euro koste das Projekt, 9000 Euro steuere die Sparda-Bank über eine Spende bei.

Ein weiteres Thema war der Verkehr. Bürger hatten sich gewünscht, dass die Stadt an der Thorner Straße zwischen Kirche und Einkaufsmarkt einen zweiten Zebrastreifen anlegt. Nach Rücksprache mit der Polizei habe man sich dagegen entschieden, erklärte Joachim Bodendieck. Der Chef des Ordnungsamtes sagte, dies sei angesichts der wenigen Fußgänger und der Verkehrsmenge nicht nötig. Entgegen dem Eindruck vieler, werde an der Thorner Straße auch nicht gerast. Das habe vergangenes Jahre eine Messung über zwei Wochen ergeben, im Mittel führen die Verkehrsteilnehmer mit 45 km/h über die Straße. Pro Tag seien es 1500 bis 1600 Fahrzeuge.
An der Thorner Straße, aber auch an anderen Trassen wie dem Moldenweg lässt sich beobachten, wie beliebt das Auto ist: An den Straßenrändern wird reichlich geparkt. Das sei eine Folge des Ausbaus der Dachgeschosse, mutmaßte Anwohner Jörg Stoffregen. Stadtbaurätin Heike Gundermann sagte, dass Eigentümer für die vorhandene Bebauung Bestandsschutz genössen. Nur für neuen Wohnraum müssten sie Stellflächen nachweisen.

Während Stadtverwaltung und Politik an anderen Stellen Lüneburgs die sogenannte Nachverdichtung, also Bebauung im Bestand forcieren, sei das für den Kreideberg nicht geplant, versprach Heike Gundermann: „Der Stadtteil funktioniert.“

Für den 28. Mai ist ein Stadtteilfest geplant. Bürgermeister Kolle und Diakon Hergen Ohrdes von der Paulusgemeinde, die zu den Organisatoren zählen, suchen noch Helfer. Wer Interesse hat, meldet sich bei Ohrdes unter Tel.: 232948.