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Polizeikommissarin Melanie Schulz und Echnaton sehen in den nächsten Wochen an der Elbe nach dem Rechten  ebenso wie insgesamt drei weitere Kollegen. Foto: phs
Polizeikommissarin Melanie Schulz und Echnaton sehen in den nächsten Wochen an der Elbe nach dem Rechten ebenso wie insgesamt drei weitere Kollegen. Foto: phs

Elbtalaue: Polizeireiter gehen auf Streife +++ mit Video

pet Bleckede. In der Elbtalaue gehören sie mittlerweile schon zum gewohnten Bild in der Zeit von Frühjahr bis Herbst die Polizeireiter, die dort in der warmen Jahreszeit auf Patrouille sind. Gestern haben die Beamten mit ihren edlen Hannoveranern wieder ihren Dienst aufgenommen, sind in den nächsten Monaten von Hohnstorf bis Drethem unterwegs, um nach dem Rechten zu sehen.

Die ersten Beamten, die sich gestern mit kritischem Blick an der Elbe auf den Weg machten, waren die Polizeikommissare Melanie Schulz und Thomas Dorn, beide von der Reiterstaffel der Polizeidirektion Hannover. Während Schulz (27), im Sattel von Echnaton, schon zum dritten Mal an der Elbe im Einsatz ist, ist Dorn Neuling am Strom. „Dafür habe ich mit dem fast 17-jährigen Wapiti das älteste und erfahrenste Pferd“, sagt der 33-Jährige lächelnd.

Vor fünf Jahre habe man unter anderem mit der Polizei zusammengesessen, um zu beraten, wie man besser dafür sorgen könne, die Elbtalaue in Ordnung zu halten, erinnerte Prof. Dr. Johannes Prüter, Leiter des Biosphärenreservats Niedersächsische Elbtalaue, gestern beim Start in die Saison. Zuerst habe es Zweifel gegeben, ob der Einsatz von Polizeireitern der richtige Weg sei. „Aber die Resonanz nach fünf Jahren ist positiv. In jeder Hinsicht.“

Es habe sich über die Jahre hinweg verbreitet, dass die Polizeireiter überall unterwegs sein könnten, um nach dem Rechten zu sehen, so Prüter. „Wir hatten gehofft, dass es eine Erfolgsgeschichte wird. Dass es eine solche Erfolgsgeschichte wird, war nicht vorherzusehen.“ Das konnten auch die Bürgermeister Jens Böther (Bleckede) und Grit Richter (Amt Neuhaus) von beiden Ufern der Elbe nur bestätigen.

Auch für Polizeidirektor Roland Brauer von der zuständigen Polizeiinspektion Lüneburg hat sich der Einsatz der Polizeireiter in den vergangenen Jahren gelohnt das belegte er mit zwei Zahlen: „Die Zahl der 2012 festgestellten Verstöße lag bei mehr als 400. Im vergangenen Jahr waren es noch etwas mehr als 150.“ Das zeige, dass die berittenen Beamten die Balance zwischen Prävention und Repression „gut hinbekommen“.

Statt gewaltbereiche Fußballfans oder Demonstrationsteilnehmer zu trennen, haben Melanie Schulz und Thomas Dorn in den kommenden Wochen andere und angenehmere Aufgaben und das in der freien Natur. Etwa darauf achten, dass Fahrzeuge nicht Wege benutzen, die sie nicht benutzen dürfen. Die Beamten achten auch auf Fischwilderei, nicht angeleinte Hunde, offene Feuer, unerlaubtes Campen oder Ruhestörung. Wer die besonderen naturschutzrechtlichen Bestimmungen nicht einhält, wird informiert, in besonders eklatanten Fällen auch mit einer Strafe belegt. Für Besucher führen die Polizisten Informationsmaterial mit sich, das sie zur Verfügung stellen.
Während die Kommisare Schulz und Dorn mit ihren Pferden in Bleckede untergebracht sind, werden zwei Kollegen von der Reiterstaffel der Polizeidirektion Braunschweig in Gartow im Kreis Lüchow-Dannenberg stationiert sein.

3 Kommentare

  1. Karsten Hilsen

    Bei den vielen lobenden Worten, kann man wirklich vergessen, dass vor der Einrichtung des Biosphärenresevates versichert wurde, das es dort keine „Naturschutzpolizei“ geben würde.
    (Der/die LZ-AutorIn möge mal ins Archiv sehen)
    Aber das war wohl vor der Amtszeit der meisten aktuellen Lobesredner.
    Ansonsten ist es natürlich schön, dass die berittenen Polizisten so effektiv Probleme lösen, die vor ihrem Einsatz nicht der Rede Wert waren.
    Wenn also mal wieder eine prima Lösung ihr passendes Problem gefunden hat.

    • Petra Müller

      Offensichtlich wohnt Herr Hilsen nicht direkt in der betroffenen Region, sonst wüsste er, wie gut die Arbeit der Polizeireiter gerade auch bei uns Einheimischen, ob schlichte Bewohner oder Aktive wie Anglersportler, Landwirte usw. ankommt.
      Die angesprochenen Probleme bestanden auch schon vor der Ausweisung des Biosphärenreservats, da die Flächen schon zum Teil jahrzehntelang Naturschutzgebiete waren. Nur hatten sich die Probleme sicherlich an einigen Stellen in den letzten Jahren verstärkt, in dem die Menschen immer dreister wurden im Hinblick auf Feuerstellen, Müllablage, mit Fahrzeugen ans Ufer, „Campingplätze“ am Ufer vom Boot aus usw.
      Sorry, aber aus den Rowdys, die die oben beschriebenen Dinge im Gebiet verursachen, hat eigentlich keiner was zu meckern – und zu denen gehören Sie doch hoffentlich nicht, oder?

      • ob es daran liegt, dass immer mehr grundstücksbesitzer an der elbe eintritt verlangen, wenn man an das wasser will? nord und ostsee lassen grüßen.