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Die Kreisstraße 81 bei Eichholz: Künftig sollen Radfahrer hier nicht mehr auf die Straße wechseln, der Radweg soll auf der westlichen Seite bis nach Oldershausen führen. Foto: be
Die Kreisstraße 81 bei Eichholz: Künftig sollen Radfahrer hier nicht mehr auf die Straße wechseln, der Radweg soll auf der westlichen Seite bis nach Oldershausen führen. Foto: be

Planungen für den Radweg zwischen Oldershausen und Eichholz in der Endphase

pet Marschacht. Es ist eines der ganz großen Straßenbauprojekte, die der Landkreis Harburg in der näheren Zukunft anschiebt — und passionierte Radfahrer freuen sich darauf schon lange: Noch in diesem Jahr soll in der Samtgemeinde Elbmarsch mit den Arbeiten für den Radweg zwischen Oldershausen und Eichholz im Zuge der Kreisstraße 81 (Oldershausener Hauptstraße) begonnen werden. Marschachts Bürgermeister Claus Eckermann (SPD) hofft darauf, „dass der Radweg noch in diesem Herbst fertig wird“.

Für den Weg, der westlich der Kreisstraße mit einer Breite von 2,50 Metern verlaufen wird, greift der Landkreis tief in die Tasche: Mit 1,45 Millionen Euro ist das Projekt im Bauprogramm für die Jahre 2016 bis 2018 verzeichnet, die notwendigen Investitionen sind im Haushaltsplan für 2016 enthalten. 745000 Euro, so verlautete Anfang dieses Jahres aus dem Wirtschafts- und Verkehrsministerium in Hannover, steuert das Land zum neuen Fahrradweg bei.
Rolf Roth (SPD), Bürgermeister der Samtgemeinde Elbmarsch, freut sich über den Lückenschluss, der mit Vollendung des Radwegs geschaffen wird: Auf Radwegen sicher von Marschacht bis nach Lüneburg, das wird bald möglich sein. Bereits 2007 war der Weg von Handorf nach Oldershausen (1,2 Kilometer) fertiggestellt worden, die Verbindung zwischen Eichholz und Niedermarschacht (2,1 Kilometer) wurde im Herbst 2012 eingeweiht.

Den Radweg-Wunsch zwischen Oldershausen und Eichholz gibt es schon lange. Schon Anfang der 1990er-Jahre hatte Claus Eckermann (SPD), damals frischgewähltes Ratsmitglied, die Forderung nach einem durchgehenden Radweg zwischen Marschacht und Oldershausen aufgestellt. „Dass die Lücke zwischen Eichholz und Oldershausen jetzt geschlossen wird, ist natürlich toll“, sagt der Bürgermeister.

Gefordert wurde die Radverbindung unter anderem, weil es im Laufe der Jahre mehrere schwere Unfälle mit Beteiligung von Radfahrern in dem Abschnitt gegeben hatte. Ende 2006 gab es einen tödlichen Unfall. Eckermann wandte sich damals mit einem Brief an den Landkreis Harburg, bat dringend darum, die Planungen voranzutreiben.

Bereits im Februar dieses Jahres wurden Bäume entlang der 2,4 Kilometer langen Strecke zwischen Oldershausen und Eichholz gefällt. Die waren vorab von einem Baumbiologen begutachtet worden, um festzustellen, ob sich Tiere in vorhandenen Höhlungen ein Winterquartier eingerichtet hatten. „Nach Abschluss der Bauarbeiten ersetzt der Landkreis Harburg die gefällten Bäume.

„Wie bei Bauarbeiten an Kreisstraßen werden an geeigneten Stellen Bäume nachgepflanzt, um die Baumbestände zu erhalten und im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten für Ausgleichsmaßnahmen zu sorgen“, so Kreissprecher Johannes Freudewald.

In der vergangenen Woche hatte der Landkreis Harburg zum Erörterungstermin für die Träger öffentlicher Belange ins Kreishaus in Winsen eingeladen. Die Ausschreibung der Arbeiten soll in den nächsten Monaten erfolgen. Im Zuge der Bauarbeiten ist auch eine neue Brücke, die über die Ilau führt, zu bauen.

Die Bauarbeiten für den neuen Radweg nutzt auch die für den Glasfaserausbau in der Samtgemeinde Elbmarsch zuständige „Elbkom“ (Elbmarsch Kommunal Service), die in einem Teilbereich Leerrohre für Glasfaser legen lässt. „So können wir einen Hof an der Strecke mit Glasfaser versorgen“, erklärt Elbkom-Geschäftsführer Uwe Luhmann.