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Der Alte Hessenweg in Häcklingen hat viele Schlaglöcher und Buckel, nun soll er neuen Schliff bekommen. Foto: be
Der Alte Hessenweg in Häcklingen hat viele Schlaglöcher und Buckel, nun soll er neuen Schliff bekommen. Foto: be

Stadt Lüneburg macht Holperpisten flott

as Lüneburg. Risse und tiefe Löcher machen den Alten Hessenweg in Häcklingen zur Holperpiste. Das soll sich ändern. Die Straße steht auf der Prioritätenliste der Verwaltung für Deckenerneuerungen. Vorgestellt wird sie der Politik im Bauausschuss am Montag, 9. Mai. Beschließt der Ausschuss die Liste, starten die Arbeiten an den Straßen in den Sommerferien. Die Sitzung beginnt um 15 Uhr im Huldigungssaal.

Um das zirka 270 Kilometer lange Straßennetz auch in Zeiten knapper Kassen in Schuss zu halten, stellt die Stadt jedes Jahr eine Summe zur Sanierung der Fahrbahndecken in den Haushalt ein. Für 2016 sind das 451000 Euro, das ist fast doppelt so viel wie noch vor drei Jahren. Das Geld soll in die Deckenerneuerung in herkömmlicher Asphaltbauweise in die Lüner Rennbahn (74000 Euro), Erbstorfer Landstraße (21000 Euro), Alter Hessenweg (74000 Euro), Mehlbachstrift (18000 Euro) sowie in den Steinweg (30000 Euro) fließen. Dazu wird die alte Deckschicht abgefräst und eine neue Deckschicht aus Asphaltbeton aufgebracht. Die Kosten belaufen sich auf zirka 40 Euro pro Quadratmeter, die Einschränkungen für den Verkehr sind größer, aber die Haltbarkeit ist mit zirka acht Jahren auch länger als bei der sogenannten Kaltbauweise. Bei dieser wird die alte Deckschicht nicht abgefräst, sondern nur eine 1,5 Zentimeter dünne, kalte, zementgebundene Deckschicht aufgebracht. Der Vorteil: Die Kosten sind niedriger. Allerdings ist auch die Haltbarkeit geringer. Die Kaltbauweise eigne sich vor allem für weniger stark befahrene Straßen mit nicht zu tiefen Schäden, erläutert die Stadt.

In Kaltbauweise schlägt die Verwaltung folgende Maßnahmen vor: Lüner Straße, Auf dem Kauf, Lüner Weg, Bessemer­straße, Vögelser Straße, Kolberger Straße, Bodelschwinghweg, Wilhelm-Reinecke-Straße, Virchowstraße, Wandrahmstraße, Friedenstraße (Wendehammer), Kalandstraße, Goethestraße (1. Bauabschnitt).

Die Prioritätenliste basiert auf der Grundlage der Straßendatenbank und aktuellen Begutachtungen der Fahrbahnen, erläutert Stadtpressesprecherin Suzanne Moenck: „In der Datenbank sind Spurrinnen, Risse, Flickstellen und sonstige Oberflächenschäden erfasst und werden ins Verhältnis gesetzt, weil Schäden zum Beispiel an einer Hauptverkehrsstraße mit viel Lkw- oder Linienbusverkehr anders ins Gewicht fallen als in einer reinen Anliegerstraße. Die Straßenbegeher vergleichen auf ihren Touren, inwiefern sich der Zustand verändert hat und nehmen auch Rückmeldungen von den Anwohnern auf.“ Aus all diesen Faktoren erstellt die Verwaltung dann die Liste.

3 Kommentare

  1. Fred Jörke-Kunath

    Auch in der Lüneburger Innenstadt gibt es mehrere Straßen, die von Menschen mit körperlichen Einschränkungen z. B. von Rollstuhlfahrern, Menschen die einen Rollator benutzen müssen und von Radfahrern nicht oder nicht gut benutzt werden können. EIN Beispiel ist die Heiligengeiststraße. Ob an die auch gedacht wird?

  2. Entschuldigung und was ist mit der Kalandstraße?
    Diese Straße sieht nach m. E. am schlimmsten aus. Aber es wird einfach nichts getan.

  3. 451.000 € sind ein Witz. Diese Summe entspricht einem Tausendstel der Herstellungskosten aller Straßen in Lüneburg, d.h. es geht jedes Jahr mehr kaputt als repariert wird. Die Stadt türmt einen riesigen, unsichtbaren Schuldenberg auf. Im Übrigen sind Deckenerneuerungen mit Kaltasphalt nur Schminke für die Straße.