Aktuell
Home | Lokales | Bad Bevensen | Bad Bevensen: Kurhausbau auf der Zielgeraden
Noch ist am und im neuen Bad Bevenser Kurhaus eine große Baustelle. Für rund 5,9 Millionen Euro entsteht in der Kurstadt ein barrierefreies Gebäude im Kurzentrum. Foto: phs
Noch ist am und im neuen Bad Bevenser Kurhaus eine große Baustelle. Für rund 5,9 Millionen Euro entsteht in der Kurstadt ein barrierefreies Gebäude im Kurzentrum. Foto: phs

Bad Bevensen: Kurhausbau auf der Zielgeraden

emi Bad Bevensen. Seit rund eineinhalb Jahren wird gebaut, allmählich kommt die Ziellinie in Sicht: Am Wochenende 17./18./19. Juni soll das neue Kurhaus in Bad Bevensen seine Tore öffnen. „Wir freuen uns schon auf die Eröffnung und die mehr als 100 Veranstaltungen, die bereits bis Ende des Jahres feststehen“, sagt Gerhard Kreutz, Veranstaltungsleiter der Bad Bevensen Marketing GmbH. Voraussichtlich 5,9 Millionen Euro soll das neue, barrierefreie Gebäude im Kurzentrum kosten und ist damit etwa eine halbe Million Euro teurer als im 2014 beschlossenen Entwurf vorgesehen.

Mit Hochdruck wird derzeit im und am Neubau, der eine Nutzfläche von 1200 Quadratmetern haben wird, gearbeitet. Während Arbeiter im Inneren die Bretter für den Bühnenboden sowie das Parkett im großen Saal legen, werden im Außenbereich neue Beete und Wege angelegt. Gerhard Kreutz gerät beim Anblick des bisher Erreichten schon jetzt ins Schwärmen: „Das ist, als wenn ein Kind groß wird. Anfangs hatten wir nur Bilder, allmählich werden sie Realität. Wenn man sieht, was da entsteht, ist das schon klasse.“

Das alte Kurhaus aus den 1970er-Jahren war vor zwei Jahren abgerissen worden, weil es modernen Anforderungen nicht mehr gewachsen war. An gleicher Stelle ist ein energiesparendes Gebäude mit Blick in den Kurpark und viel Platz für Lesungen, Konzerte und Vorträge entstanden. Veranstaltungen auf der nun wesentlich größeren und zweiseitig bespielbaren Bühne sollen zahlreiche Besucher in den Kurort locken und auch so manchen Star, der bisher einen Bogen um Bad Bevensen gemacht hat.
Gerhard Kreutz sagt: „Früher war Bevensen für viele Künstler größenmäßig nicht interessant. Jetzt sind Musical-Shows möglich, die es vorher nicht gab. Mit dem Kurhaus werden wir das touristische Angebot in Bad Bevensen abrunden.“ Der neue Große Saal bietet 500 Gästen Platz. Kupferne Induktionsschleifen auf dem Saalboden sollen dafür sorgen, dass Hörgeräteträger ein Konzert oder Theaterstück besser verfolgen können. Draußen gibt es 400 zusätzliche Sitzplätze, denn die Bühne kann zur Außenbühne umfunktioniert werden. Dafür ist nur eine Bühnentechnik erforderlich.

Umsetzbar ist der Neubau nur, weil das Land Niedersachsen und der Landkreis Uelzen dem Bauvorhaben von Beginn an ihre Unterstützung zugesichert haben. Ursprünglich hat das Land eine Fördersumme in Höhe von zwei Millionen Euro in Aussicht gestellt, letztendlich wurden es sogar drei Millionen Euro. Der Landkreis Uelzen ist mit einer Million Euro dabei. „Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung und hätten ohne diese großzügige Förderung das Kurhaus nicht bauen können“, betont Stadtdirektor Hans-Jürgen Kammer.

In den ursprünglichen Planungen sollte der Bau des Kurhauses fünf Millionen Euro kosten. Schnell wurde aber klar, dass diese Gesamtsumme zu niedrig angesetzt war. So betrugen die Kosten für den der Ausschreibung zugrunde gelegten Entwurf 5,4 Millionen Euro. Sie wurden im April 2014 mehrheitlich vom Stadtrat beschlossen. Am 18. Mai wird der Stadtrat in seiner Sitzung über die zweite Kostenfortschreibung beschließen lassen. Unter anderem haben veränderte Ausschreibungsergebnisse und die Änderung der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure für die Kostensteigerung gesorgt, teilt die Stadt Bad Bevensen mit.