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Am Naturbad könnte ein Treffpunkt für die Region entstehen. Im Mai 2015 wurde das Projekt vorgestellt, die Planungen laufen. Foto: hartkopf
Am Naturbad könnte ein Treffpunkt für die Region entstehen. Im Mai 2015 wurde das Projekt vorgestellt, die Planungen laufen. Foto: hartkopf

Bardowick: Pläne für Sport- und Freizeitzentrum reifen

dth Bardowick. Die Idee eines Bardowicker Sport- und Freizeitzentrums mit Halle, Stadion sowie sozialem Wohnungsbau und einem Hotel- und Gastronomiebetrieb beflügelte bei manchem die Fantasie. Samtgemeindebürgermeister Heiner Luhmann, Jens Kaidas sowie LSK-Sportvorstand Gerald Kayser hatten im Mai 2015 ihre Vorstellungen bei einer Pressekonferenz zu Markte getragen. Während davon losgelöst die Standortsuche für wettkampfgerechte Sport- und Veranstaltungshallen in Stadt und Landkreis Lüneburg eine zusätzliche Dynamik bekommen hat (LZ berichtete), sind die Pläne für das Bardowicker Projekt hinter den Kulissen weiter gereift.

Die Klosterkammer Hannover als Kooperationspartner hat erste Projektskizzen zur Aufteilung des Areals am Nordrand des Domfleckens vorgelegt. „Auch Gespräche mit möglichen Hotel-Investoren laufen“, sagt Heiner Luhmann, Samtgemeindebürgermeister und Bardowicks Gemeindedirektor in Personalunion, im LZ-Gespräch.
Ursprünglich war als ein Element des Sportleistungszentrums Bardowick auch eine Halle für 2600 bis 3300 Zuschauer angedacht als neue Heimstatt für die Volleyballer der SVG Lüneburg. Doch die Hallenpläne haben bekanntlich einen anderen Weg genommen, Stadt und Landkreis Lüneburg haben sich der Sache angenommen. „Das hätte unser Konzept nur abgerundet, ist aber nicht von zentraler Bedeutung“, sagt Luhmann.

Im Fokus stehen weiterhin die Entwicklung von vier Fußballplätzen, davon ein Stadion für zirka 5000 Zuschauer. „Dort könnten auch Damen- und Jugendländerspiele stattfinden“, sagt der Bardowicker Rathaus-Chef. Neben dem DFB und dem Norddeutschen Fußball-Verband stehen die Verantwortlichen auch weiter mit dem Hamburger Fußballverband in Kontakt, um dort einen Standort für Behinderten-Fußball zu etablieren. Auch Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge beteiligt sich an den Gesprächen.
Weitere Kernpunkte der Konzeptidee in Bardowick sind die Schaffung von Wohnraum für Studenten und anerkannte Asylbewerber in Bardowick, die Entwicklung von gastronomischen Angeboten sowie Fremdenzimmer beziehungsweise der Bau eines Hotels in der 2- bis 3-Sterne-Kategorie.

Für den Bereich des sozialen Wohnungsbaus und der Sportstätten steht die Klosterkammer Hannover als möglicher Partner parat. Deren Projektentwicklungsgesellschaft hat mittlerweile bereits einen ersten Entwurf für eine mögliche Aufteilung des rund zehn Hektar großen Areals vorgelegt.
Dr. Matthias Nagel, bei der Klosterkammer zuständig für den Bereich Liegenschaften, sagt dazu auf LZ-Nachfrage: „Wir haben in der Zwischenzeit relativ positive Rückmeldungen von der Gemeinde erhalten. Aber die Planungshoheit liegt bei der Kommune und damit der Ball in ihrem Spielfeld.“ Unterdessen liefen bereits Gespräche zwischen den Flächen­eigentümern, insbesondere der Klosterkammer und den Stiftungen der Stadt Lüneburg. Nagel sagt: „Es geht um einen Flächentausch.“ Ziel sei es, eine möglichst einheitliche Eigentümerstruktur im Planungsgebiet herzustellen. Dabei soll auch mit den wenigen privaten Eigentümern eine Einigung herbeigeführt werden.
Nagel sagt: „Wir glauben, dass es insgesamt ein gutes Projekt ist. Die inhaltliche Konzeption aus Wohnbebauung sowie sportlicher Nutzung mit dem Fußballbereich ist überzeugend und wäre ein Gewinn für Bardowick, die Stadt Lüneburg und uns als Klosterkammer.“

Zu den möglichen Hotelplänen sagt Nagel: „Aus dieser Frage halten wir uns raus, das ist eine Entscheidung der Kommune.“
Luhmann sagt: „Wir stehen mit einem möglichen Hotelinvestor aus England in Kontakt.“ Auch dazu müssten noch vertiefende Gespräche geführt werden. Unterdessen hat der Flecken Bardowick erneut die Planungen für den Wohnmobilstellplatz in Nachbarschaft zum Naturbad Bardowicker Strand wieder zurückgestellt. Der soll später genauso in das Gesamtkonzept integriert werden wie das bestehende Jugendfreizeitgelände mit der Skateranlage.