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Das Computerbild zeigt die Gebäude, die am Meisterweg anstelle der ehemaligen Flüchtlingsunterkunft entstehen. Foto: gropp + möller architekten
Das Computerbild zeigt die Gebäude, die am Meisterweg anstelle der ehemaligen Flüchtlingsunterkunft entstehen. Foto: gropp + möller architekten

Wo Miete zu stemmen sein soll

as Lüneburg. Preisgünstigen Wohnraum schaffen will die Stadt Lüneburg. Dazu soll auch der nördliche Bereich des Speicherquartiers entwickelt werden, das nur wenige Schritte vom Neubaugebiet Hanseviertel entfernt liegt. Dort entsteht ein Mix aus unterschiedlichen Wohnformen, der unterschiedliche Generationen anspricht.

Rund 1,26 Hektar groß ist das Areal zwischen Meisterweg und der Bahnlinie Lüneburg-Lübeck, für das der Rat im vergangenen Sommer den Bebauungsplan beschlossen hat. Nun rollen dort Baufahrzeuge. Die Arbeiten für ein dreigeschossiges Gebäude, das zwischen der ehemaligen Flüchtlingsunterkunft und der Bahnlinie entstehen soll, laufen. Die Lüneburger Wohnungsbaugesellschaft (Lüwobau), an der die Stadt 92 Prozent Anteile hält, errichtet hier ein dreigeschossiges Mehrfamilienhaus mit 36 Wohnungen für Menschen mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Mit einem Investitionsvolumen von mehr als fünf Millionen Euro, welches mit zinsgünstigen Darlehen der NBank, der KfW-Bank, mit Eigenkapital und weiteren Darlehen finanziert wird, entstehen Appartments mit einer Größe bis 40 Quadratmeter, 2-Zimmer-Wohnungen bis 50 Quadratmeter, rollstuhlgerechte 2-Zimmer-Wohnungen bis 60 Quadratmeter sowie 3-Zimmer-Wohnungen (bis zu 60 Quadratmeter). Die Fertigstellung ist für Sommer 2017 geplant. Die Lüwobau vermietet 30 Wohnungen an Menschen mit Wohnberechtigungsschein, die anderen sechs sind zu üblichen Marktmieten beziehbar.

Ebenfalls an der Elisabeth-Maske-Straße errichtet die Stiftung Zum Großen Heiligen Geist als Bauherr ein Mehrfamilienhaus mit 36 Wohnungen. Das Gebäude, das ein Investitionsvolumen von 5,2 Milionen Euro hat, wird speziell Wohnraum bieten für Senioren und Menschen mit Behinderung. Neben vier rollstuhlgerechten Wohnungen wird es hier ebenfalls kleine Appartments sowie Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen geben.

Das Modell Baugemeinschaft wird bundesweit umgesetzt. Das erste gemeinschaftliche Wohnprojekt in Lüneburg wurde von der Gruppe Lena am Brockwinkler Weg initiiert und mit Unterstützung der planW GmbH aus Lübeck realisiert. Die Organisations- und Projektentwicklungsgesellschaft steht nun einer Baugruppe zur Seite, die „Am Speicherbogen“ so der Arbeitstitel ein gemeinschaftliches Wohnprojekt umsetzen möchte. Die Baugemeinschaft hat inzwischen ein Grundstück im Erbbaurecht von der Stadt erhalten. Zirka 20 Eigentumswohnungen sollen entstehen, dazu ein Gemeinschaftsraum, eine Gästewohnung und Funktionsräume. Ziel der Baugruppe sei es, „kostengünstigen Wohnraum zu schaffen bei hohem baulichen und ökologischen Standard“, sagt Volker Holtermann von planW. Baubeginn: Frühjahr 2017.

Ende der Container-Unterkunft

Auf dem Areal der einstigen Flüchtlingsunterkunft am Meisterweg entstehen zwei Mehrfamilienhäuser mit 22 Wohnungen. Da die Zahl der Flüchtlinge, die in Lüneburg untergebracht werden müssen, zurückgegangen ist, werden die neuen Gebäude am Meisterweg nicht mehr zur Unterbringung genutzt, sondern sollen Wohnraum bieten für Menschen mit niedrigem und mittlerem Einkommen.

Die Lüwobau erstellt Drei-Zimmer-Wohnungen in den zweigeschossigen Gebäuden mit Staffelgeschoss, die mit Wohnberechtigungsschein zu beziehen sind. Fertigstellung: Oktober oder November.