Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Der riesige Komplex mitten in Dannenberg steht in Flammen. Die Feuerwehr war bis weit in die Nacht hinein den Löscharbeiten beschäftigt. Foto: rg
Der riesige Komplex mitten in Dannenberg steht in Flammen. Die Feuerwehr war bis weit in die Nacht hinein den Löscharbeiten beschäftigt. Foto: rg

Großfeuer in Dannenberg: War es ein Anschlag?

ca/lz Dannenberg. Bei einem Großfeuer in einem Einkaufszentrum an der Straße St. Georg in Dannenberg ist in der vergangenen Nacht ein Schaden in Höhe von mehreren Millionen Euro entstanden. Der Komplex mit sieben Geschäften brannte vollständig nieder. Menschen wurden nicht verletzt.

Aktuell gehen die Ermittler Hinweisen auf einen Anschlag nach: Möglicherweise war der Kleidungs-Discounter KiK das Ziel, denn im rund 20 Kilometer entfernten Lüchow hatten Täter bei einem weiteren Markt ebenfalls eine Einrichtung installiert, die ein Feuer entfachen sollte.

In dem modernen Komplex zwischen Marschtorsstraße und Jeetzelallee sind sieben Firmen angesiedelt gewesen, darunter der Textildiscounter. Dem Vernehmen nach haben sich an dessen Gebäudeteil Farbschmierereien befunden. Das bestätigt die Polizei auf Nachfrage. Es sei aber völlig offen, wie alt die Graffiti seien, noch ob sie in einem Zusammenhang mit dem Brand stehen. Ähnliche „Malereien“ soll es mehrfach im Zusammenhang mit dem Modemarkt gegeben haben.

Rund 200 Kräfte von Polizei und Feuerwehr waren im Einsatz und konnten über die Nachtstunden das Feuer unter Kontrolle bringen und löschen. „Die Helfer wurden zeitweilig durch Schaulustige beeinträchtigt, sodass die Polizei eingriff und den Einsatzraum von Personen freihielt“, berichtet Polizeisprecher Kai Richter. „Parallel wurden zwei angrenzende Wohnhäuser evakuiert. Der Gebäudekomplex brannte vollständig nieder, so dass der Sachschaden aktuell auf mehrere Millionen Euro geschätzt wird.“

Die weiteren Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Hinweise nimmt die Polizei Lüchow, Tel. 05841-122-0, entgegen.

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