Aktuell
Home | Lokales | Lüneburger Fahrbahnsanierung
Die Straße Auf der Höhe im Stadtteil Mittelfeld ist seit Jahren ein Dauerthema. Eigentlich wollte die Stadt sie gern breiter gestalten, doch dazu hätte sie Grundstücksanteile kaufen müssen. Das zerschlug sich, nun soll die Straße aber wenigstens eine neue Decke bekommen. Foto: t&w
Die Straße Auf der Höhe im Stadtteil Mittelfeld ist seit Jahren ein Dauerthema. Eigentlich wollte die Stadt sie gern breiter gestalten, doch dazu hätte sie Grundstücksanteile kaufen müssen. Das zerschlug sich, nun soll die Straße aber wenigstens eine neue Decke bekommen. Foto: t&w

Lüneburger Fahrbahnsanierung

as Lüneburg. Ursprünglich wollte die Stadt die Straße Auf der Höhe ganz neu gestalten und verbreitern auch, um sie für Radfahrer, die stets parkende Autos umkurven müssen, sicherer zu machen. Doch diese Pläne sind vom Tisch. Der Hauptgrund: Die Stadt hätte dazu Grund und Boden von den Anliegern kaufen müssen. Die Gespräche gestalteten sich schwierig, blieben am Ende ergebnislos. Zudem blieben notwendige Fördermittel für das Projekt aus. Nun will die Stadt die Straße in mehreren Bauabschnitten sanieren. Breiter wird sie nicht. Zuerst ist die Deckensanierung in der unteren Hälfte ab der Bögelstraße an der Reihe. Geplant sind die Arbeiten in den Sommerferien, Kosten: 120000 Euro.

Die Stadt Lüneburg investiert in diesem Jahr rund 7,2 Millionen Euro in Straßen, Brücken, Plätze und Spielplätze, wie Uta Hesebeck, Fachbereichsleiterin Straßen- und Ingenieurbau im Bauausschuss erläuterte. Das größte und kostenintensivste Projekt ist der Neubau der Wandrahmbrücke (3,5 Millionen Euro). Derzeit laufen die Betonierarbeiten an den Widerlagern. „Innerhalb der kommenden sechs Wochen wird der Stahl geliefert. Ab da sollen die Arbeiten schneller vorangehen als bisher geplant.“ Die gute Nachricht: Nun soll die Brücke vier Wochen früher, voraussichtlich Mitte Oktober, wieder für den Verkehr frei sein. Möglich wird das, weil die Stadt mit der Baufirma einen sogenannten Beschleunigungsvertrag geschlossen hat. Danach wird ein anderer Stahl verwendet, der höherwertiger und schneller zu liefern ist. Außerdem soll mehr „Manpower für den weiteren Einbau“ genutzt werden. Das führt zwar zu Mehrkosten von 50000 Euro, die jedoch zu 60 Prozent vom Land getragen werden.

Mit rund 900000 Euro schlägt die Neugestaltung der Carl-Friedrich-Goerdeler-Straße zu Buche. Die in den 60er-Jahren breit ausgebaute Straße verleitet zum schnellen Fahren. Damit Autofahrer vom Gas gehen, soll die Straße auf eine Fahrbahn in jede Richtung zurückgebaut werden. Das Bauvorhaben wird im Juni vergeben, die Arbeiten sollen in den Sommerferien starten.

Die KulturBäckerei setzt in Lüneburg Akzente, der Platz davor lässt zu wünschen übrig. Das soll sich ändern. Rund 250000 Euro investiert die Stadt in die Neugestaltung einer geschwungenen Variante, die unter anderem Platz bietet für eine Bühne, eine Aktionsfläche der Kunstschule, Skulpturen und Sitzbänke.

An der Uelzener Straße, Höhe Düvelsbrooker Weg, soll eine neue Kreuzung mit Ampel entstehen. Dies wird die Zufahrt zum Zentralgebäude der Universität. Sie soll noch in diesem Jahr realisiert werden, bevor das Gebäude voraussichtlich in 2017 fertiggestellt wird. Die Stadt hat für dieses Projekt 500000 Euro in den Haushalt eingestellt.
Weitere größere Posten: 210000 Euro fließen in die Erneuerung des Park-Leit-Systems, 50000 Euro in den Kapellenvorplatz am Zentralfriedhof, der einen barrierefreien Zugang erhalten soll, 50000 Euro für die Neugestaltung von Spielplätzen.

Prioritätenliste steht

Zustimmend zur Kenntnis genommen hat der Bauausschuss die von der Verwaltung vorgeschlagene Prioritätenliste für Fahrbahnsanierungen. Danach erfolgt eine Deckenerneuerung in herkömmlicher Asphaltbauweise in der Erbstorfer Landstraße (21 000 Euro), im Alten Hessenweg (74 000 Euro), am Mehlbachstrift (18 000 Euro) sowie am Steinweg (30 000 Euro).

Die Kosten für die Lüner Rennbahn werden jetzt mit 40 000 statt bisher 74 000 Euro beziffert, dadurch konnte auch die Goebelstraße (Goseburg) mit in die Prioritätenliste aufgenommen werden. In Kaltbauweise sollen folgende Straßen aufgemöbelt werden: Lüner Straße, Auf dem Kauf, Lüner Weg, Bessemerstraße,Vögelser Straße, Kolberger Straße, Bodelschwinghweg, Wilhelm-Reinecke-Straße, Virchowstraße, Wandrahmstraße, Kalandstraße, Goethestraße.

Die Gesamtkosten aller Fahrbahnsanierungen belaufen sich auf 451 000 Euro.

One comment

  1. Werner Schneyder

    Es muss „Personpower“ heißen, nicht Manpower – oder können Frauen nicht arbeiten?

    „Auf der Höhe“ kann nicht verbreitert werden? Wer hat den vorher die Bebauungspläne erstellt für die neuen Wohngebiete?