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In voller Blütenpracht präsentiert sich zurzeit die Streuobstwiese an der Bundesstraße 4 bei Grünhagen. Foto: t&w
In voller Blütenpracht präsentiert sich zurzeit die Streuobstwiese an der Bundesstraße 4 bei Grünhagen. Foto: t&w

Streuobstwiese der Landesforsten bei Grünhagen ist ein schöner Hingucker

kre Bienenbüttel. Es grünt, und blüht und brummt an der Bundesstraße 4 in Höhe Grünhagen, dass es eine Freude ist: Dort steht zur Zeit die Streuobstwiese in voller Blüte. Tummelplatz für Bienen und zahlreiche andere Insektenarten. Und ein Hingucker für Autofahrer und Radwanderer, die die Holzbrücke zum Queren über die Ilmenau nutzen. Was aber wohl nur die wenigsten wissen: Die gut ein Hektar große Fläche gehört keinem Landwirt und keinem Obstbauern, sondern ist eine Fläche der niedersächsischen Landesforsten. Mitverwaltet wird sie von Förster Karsten Lührs von der Revierförsterei Bobenwald.

Vor knapp zwei Jahren hatte Lührs die Streuobstwiese noch erweitert: Etliche Fichten und Douglasien fällen lassen, um der Gefahr des Windwurfes vorzubeugen. Denn die Bäume standen nahe an der Bundesstraße 4. Bei einem Sturm hätten die Nadelgehölze leicht zu einer Gefahr für den Verkehr werden können. Zudem waren einige Bäume bereits vom Borkenkäfer befallen. „Insgesamt war der Bestand bereits stark angeschlagen“, resümiert Lührs. Doch statt die Kahlfläche mit neuen Fichten und Douglasien aufzuforsten, hat sich Lührs dafür entschieden, das Areal aus der forstwirtschaftlichen Bewirtschaftung herauszunehmen. Jetzt wachsen, gedeihen und blühen dort Birn- und Apfelbäume, aber auch Quitten und Pflaumenbäume. „Wir haben uns eigens aus dem Alten Land alte Obstbaumsorten besorgt“, berichtet Förster Karsten Lührs stolz. Die Apfelsorte „Kaiser Wilhelm“ etwa. Aber auch den Alexander Luca findet man an der Bundessstraße 4, genauso, wie den Altländer Pfannkuchenapfel.

Förster Lührs geht es nicht darum, maximalen Ertrag mit der Streuobstwiese zu erzielen, im Gegenteil: „Die Bäume werden weder gedüngt noch setzen wir irgendeine Form von Chemie ein“, betont der Revierförster. Das einzige, worüber Karsten Lührs nachdenkt, ist, „jemanden zu beauftragen, der den richtigen Obstbaumschnitt beherrscht“.

Ansonsten sorgen Auszubildende einmal im Jahr mit der Motorsense dafür, dass das Gras rund um die Obstbäume nicht allzu hoch wird. Denn auf die Rehe, die für sich auf dem Areal ebenfalls ein schönes Flecken Erde entdeckt haben, ist in dieser Hinsicht wenig Verlass. Die machen sich nämlich lieber über die Knospen und Blüten der Obstbäume her. Kleine Gatter um die Stämmchen sollen das freilich verhindern. Wenn sich allerdings Spaziergänger den einen oder anderen Apfel holen, hat Lührs überhaupt kein Problem damit. „Das ist doch völlig in Ordnung.“