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Im Kloster Lüne ertönen gregorianische Chorgesänge von der Nonnenempore, Orgelvariationen, Trompetensoli aus dem Dunkel und Gedichte, gelesen von der Äbtissin und dem Konvent. Foto: A/t&w
Im Kloster Lüne ertönen gregorianische Chorgesänge von der Nonnenempore, Orgelvariationen, Trompetensoli aus dem Dunkel und Gedichte, gelesen von der Äbtissin und dem Konvent. Foto: A/t&w

Bei der „Langen Nacht der Museen“ gibt es viel zu entdecken

lz Lüneburg. Zu einer langen Nacht voller Kunst, Musik und Geschichte am Sonnabend, 21. Mai, laden acht Lüneburger Museen und Einrichtungen ein. In der Zeit von 18 Uhr bis Mitternacht gibt es im Rathaus, im Ostpreußischen Landesmuseum, im Museum Lüneburg, im Salzmuseum, im Feuerwehrmuseum, im Brauereimuseum, im Wasserturm und im Kloster Lüne viel zu sehen und zu erleben.

Das Ostpreußische Landesmuseum als zentrale Kulturbrücke Lüneburgs zu den östlichen Nachbarn von Polen über Russland bis ins Baltikum lädt unter dem Motto „Kultur öffnet Welten“ in seine neuen Räume ein. Ein Malwettbewerb für die jüngeren Besucher wird angeboten, die aktuelle Sonderausstellung „Wolfskinder“ sowie Kunstwerke von kreativen Menschen der Lebenshilfe Lüneburg-Harburg werden gezeigt und musikalisch untermalt von der Gruppe „beats con gas“.

Das Rathaus zeigt seine kostbaren Räume, zum Beispiel die Gerichtslaube, wo allerlei über die „Bequemlichkeiten“ der Ratsherren zu erfahren ist. Im Fürstensaal „steigen“ gotische Damen aus Bildern und erzählen aus ihrer Zeit, und im Rathausgarten zeigt der Höfische Tanzkreis, welche Tänze zur Zeit der Renaissance verbreitet waren. Das Karacho-Café versorgt die Besucher mit erlesenen Kaffee-Spezialitäten.

Nicht um Kaffee, sondern um Gerstensaft dreht sich alles im Brauereimuseum, wo Besucher erfahren, wie der Deutschen liebstes Getränk hergestellt wird, was es mit dem Reinheitsgebot auf sich hat und was sich aus Malz, Hopfen und Wasser alles herstellen lässt. Natürlich kann auch gekostet werden.

Salz öffnet Welten — unter diesem Motto steht die Nacht der Museen im Salzmuseum. Bei den Arbeitswelten erzählen Zeitzeugen bei Kurzführungen von der harten Arbeit auf der Saline, und ein Salzsieder kocht das berühmte Lüneburger Hansesalz. Lesungen von geheimnisvollen Salzmärchen im gläsernen Solespeicher gibt es innerhalb der Märchenwelten und Gruseleffekte beim Kurzfilm „Die Solegeister“ innerhalb der Geisterwelten. Es spielt die Band „magnolia“.

Steinreich geht es im Museum Lüneburg zu: Hier warten Amethyste, Rosenquarze und Tigeraugen darauf, gefunden zu werden. Zudem dürfen die Besucher einem Tierpräparator über die Schulter schauen und sich als Baumeister vor der Kulisse des alten Lüneburgs betätigen. Eine Cocktail-Lounge lädt zu Snacks und Musik auf der Museumsterrasse ein.

Im Wasserturm gibt es auf Ebene 2 ab 18.30 Uhr jeweils zur halben Stunde musikalische Unterhaltung durch Klaus Stehr & Friends — Celtic Songs & Tunes und auf den Ebenen 3 bis 6 Ausstellungen rund um Wasserturmtechnik. Am Fuße des Turms werden Speisen und Getränke mit Unterstützung der Neuen Arbeit und Schülern der benachbarten Oberschule angeboten.

Im Kloster Lüne ertönen gregorianische Chorgesänge von der Nonnenempore, Orgelvariationen, Trompetensoli aus dem Dunkel und Gedichte, gelesen von der Äbtissin und dem Konvent. Der Klostergarten und Sommerremter erwarten die Besucher mit allerlei Gaumenfreuden.

Feuerlöschen wie damals per Eimerkette und Vorführungen der Freiwilligen Feuerwehr Bardowick mit ihrer Handdruckspritze von 1882 werden im Feuerwehrmuseum gezeigt. Eine fulminante Feuershow der „Fun & Fire Factory“ verspricht feurige Höhepunkte.

Ein Busshuttle bringt die Besucher zwischen 18 und 0.30 Uhr zu den Museen. Eintrittskarten gibt es bei der Tourist-Info am Marktplatz, bei der LZ-Veranstaltungskasse am Platz Am Sande und in allen teilnehmenden Museen. Die Einzelkarte kostet 8 Euro (ermäßigt 5 Euro), die Familienkarte 18 Euro. Kinder bis 8 Jahre haben freien Eintritt.

One comment

  1. Schade, dass die Lautenmusik im Kloster Lüne im Artikel nicht erwähnt wird