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Aufpflasterungen, ähnlich dieser am Finkenberg im Stadtteil Mittelfeld auf dem Foto, sollen Autofahrer dazu bringen, in der Hansestraße langsamer zu fahren. Foto: ahe
Aufpflasterungen, ähnlich dieser am Finkenberg im Stadtteil Mittelfeld auf dem Foto, sollen Autofahrer dazu bringen, in der Hansestraße langsamer zu fahren. Foto: ahe

Tempo raus in der Hansestraße

as Lüneburg. Rund 800 Meter zieht sich die Hansestraße durch das Neubaugebiet Hanseviertel I. Da sie auf der kompletten Strecke gerade verläuft, verführt das manchen Autofahrer, tüchtig aufs Gaspedal zu drücken. Aus Sorge um die Sicherheit ihrer Kinder wandten sich Eltern an die Stadt. Die will nun erneut etwas zur Entschleunigung in der Hansestraße tun.

Im vorderen Bereich der Straße gibt es vorwiegend Einfamilienhäuser, in denen junge Familien leben. „Die Kinder queren häufig die Hauptstraße, um in die angrenzenden Wohnwege zu gelangen, wo sie spielen“, weiß Uta Hesebeck, Fachbereichsleiterin Straßen- und Ingenieurbau. Aus Sicht der Eltern ist das Überqueren gefährlich, sie wünschten sich, dass der Schnellfahrerei Einhalt geboten wird. Die Stadt nahm im April 2015 Geschwindigkeitsmessungen vor, der Spitzenreiter unter den Rasern fuhr mit 104 km/h am frühen Morgen durch die Hansestraße. Die mittlere Geschwindigkeit betrug 48 km/h. „Zu schnell für eine Straße in einem Wohngebiet“, sagt Uta Hesebeck. Die Stadt ließ daraufhin, wie berichtet, im vergangenen Sommer mobile Inseln einbauen. Kein echter Hinderungsgrund für die meisten Autofahrer, sie wurden dadurch nicht ausreichend ausgebremst.

Deshalb soll nun eine Aufpflasterung installiert werden, wie Uta Hesebeck das jüngst auch in einer Anwohnerversammlung vorgestellt hat. Diese sehen aus wie große Kissen. Radfahrer können an den Seiten vorbeifahren, Autofahrer mit einem Reifen darüber fahren — das bremst ab. Damit es eine Entschleunigung auf der kompletten Strecke gibt, werden alle 50 bis 80 Meter Aufpflasterungen eingebaut. Ein Problem dabei sind die vielen Zufahrten, die durch die Maßnahme nicht eingeschränkt werden dürfen. Der Baubeginn soll im August sein, die Stadt investiert 10.000 bis 15.000 Euro.

Auch das Hanseviertel II wächst von Tag zu Tag. Nach den Sommerferien soll mit dem Ausbau der Wohnwege begonnen werden, und zwar vom Casino aus hin zum Meisterweg. Genauso wie im Hanseviertel I soll hier gepflastert werden. Die Lübecker Straße hingegen wird asphaltiert, Baubeginn soll Anfang 2017 sein.

Mehr Sicherheit beim Überqueren der Bleckeder Landstraße in Höhe der Horst-Nickel-Straße soll es auch für Schulkinder aus dem Hanseviertel geben. „Bereits in diesem Sommer werden wir dort eine Fußgängerampel installieren. Im kommenden Jahr wird der Einmündungsbereich ins Quartier komplett umgebaut inklusive Ampelanlage, die dann auch den Autoverkehr regelt“, sagt Uta Hesebeck.