Aktuell
Home | Lokales | Urban Gardening: Gemüseanbau im Clamartpark
Ob Jung oder Alt, beim sogenannten Urban Gardening sollen alle Naturfreunde mitmachen dürfen. In Lüneburg sollen Hochbeete im Clamartpark, im Scunthorpepark und vor dem Klinikum-Parkhaus entstehen. Foto: A/t&w
Ob Jung oder Alt, beim sogenannten Urban Gardening sollen alle Naturfreunde mitmachen dürfen. In Lüneburg sollen Hochbeete im Clamartpark, im Scunthorpepark und vor dem Klinikum-Parkhaus entstehen. Foto: A/t&w

Urban Gardening: Gemüseanbau im Clamartpark

as Lüneburg. Auf städtischen Flächen Gemüse, Obst und Blumen anbauen, das ist in Lüneburg in 16 Kleingartenkolonien möglich. In den mehr als 2000 Parzellen sorgen Kleingärtner dafür, dass mit jedem Beet auch ein Stück Natur in die Stadt geholt wird. Nun soll in Lüneburg eine neue Form des „Urban Gardening“, also der gärtnerischen Nutzung von städtischen Flächen, Einzug halten. An drei Standorten sollen Hochbeete errichtet werden, die die Stadt mit Gemüsesorten bestücken will. Die Bürger können diese dann pflegen und sich an Möhren, Kohlrabi, Radieschen und vielem mehr bedienen, erläuterte Uta Hesebeck, Fachbereichsleiterin Straßen- und Ingenieurbau, im Bauausschuss.

Das Projekt ist eines von vielen, die die Stadt mit der Abwasser, Grün & Lüneburger Service GmbH (AGL) initiiert, um die biologische Vielfalt zu stärken. Die Hochbeete sollen in Pflanzkisten mit den Maßen 2 x 1 x 0,85 Metern entstehen. Aufgestellt werden sollen sie im Scunthorpepark, im Clamartpark und auf der Grünfläche vor dem Parkhaus am Klinikum. Die Kosten pro Kiste belaufen sich auf 350 Euro, dafür sucht die Stadt Paten oder Spender ab Herbst. Im Frühjahr 2017 solls dann losgehen mit dem gemeinschaftlichen Gärtnern.

Wiederbeleben möchte die Stadt auch Grünpatenschaften, bei der Anwohner oder Interessierte sich verpflichten, die Pflege und das Bewässern einer Grünfläche, von Straßenbäumen oder Pflanzkübeln zu übernehmen. Bisher war die Anmeldung dazu kompliziert, nun soll ein schlichtes Formblatt dafür im Internet runtergeladen werden können, kündigt Peter Zurheiden, Bereichsleiter Grünplanung, an.

Der Kneipp-Verein, der 15 Jahre lang den Kräutergarten im Kurpark betreut hat, übergab diesen zu Beginn den Jahres an die Stadt. In Zusammenarbeit mit der AGL wird seit April der Boden verbessert und mit der Neubepflanzung begonnen. Angepflanzt werden dort wieder Heilkräuter, die auch bei unterschiedlichen Leiden für Linderung sorgen. Unter farblich markierten Rubriken soll der Besucher künftig leicht ergründen können, welche Kräuer wobei helfen.

Lars Strehse, Geschäftsführer der AGL, erläuterte im Bauausschuss, dass es einen ständigen Austausch mit den Umweltverbänden Nabu und BUND gebe. Gemeinsam werden Projekte umgesetzt wie zum Beispiel jüngst das Aufstellen von Nistkästen für Mauersegler und Fledermäuse am Museum, das Anlegen einer Wildblumenwiese an der Bockelmannstraße sowie der Erhalt von Brutgebieten für die Haubenlerche.