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Seit Ende 2014 ist der Direktorenposten an der Herderschule offiziell unbesetzt. Foto: A/be
Seit Ende 2014 ist der Direktorenposten an der Herderschule offiziell unbesetzt. Foto: A/be

Herderschule muss auf neuen Leiter weiter warten

ahe Lüneburg. Hans-Christian Höhne geht in die nächste Runde. Der kommissarische Leiter der Herderschule, der im Besetzungsverfahren um den Direktorenposten an dem Lüneburger Gymnasium den Kürzeren gegenüber Mitbewerber Thorsten Schnell von der Wilhelm-Raabe-Schule gezogen hatte, legt Beschwerde gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichtes ein. Jetzt erreichte sie das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Lüneburg.

Wie berichtet, war Höhne mit einem Eilantrag vor dem Verwaltungsgericht gescheitert. Damit wollte er verhindern, dass Schnell, den das Kultusministerium ausgewählt hatte, die Ernennungsurkunde überreicht und die Besetzung somit vollzogen wird. Das Beschwerdeverfahren wird bei dem zuständigen 5. Senat geführt. Nun hat Höhne bis zum 13. Juni Zeit, dem OVG seinen Schritt zu begründen. Andrea Blomenkamp, Pressesprecherin des OVG, erklärt den weiteren Verfahrensablauf: „Das Oberverwaltungsgericht wird nach Eingang der schriftlichen Begründung der Gegenseite die Gelegenheit zur Stellungnahme geben und danach im schriftlichen Verfahren über die Beschwerde entscheiden, wobei nur die fristgerecht dargelegten Gründe überprüft werden.“ Im Klartext: Eine Prüfung, welcher der beiden Bewerber besser geeignet für den Chefposten am Ochtmisser Kirchsteig ist und ob Schnell tatsächlich wie vom Ministerium einen kleinen Leistungsvorsprung hat, ist nicht die Sache der Richter.

Das Verfahren zieht sich damit weitere Wochen hin. Seit Ende 2014 ist der Direktorenposten an der Herderschule offiziell unbesetzt, Höhne, seit vielen Jahren Stellvertreter unter seinen Vorgängern, leitet das Gymnasium seit dem Weggang von Michaela Thauffenbach kommissarisch. Nach der Ausschreibung warf er seinen Hut in den Ring, am Ende blieb mit dem stellvertretenden Leiter der Wilhelm-Raabe-Schule nur ein Kontrahent übrig. Während Schulvorstand der Herderschule und der Schulausschuss des Rates sich für Höhne als neuen Direktor aussprachen, wählte Kultusministerin Frauke Heiligenstadt Schnell aus. Das rief Protest von Schülern und Eltern hervor, doch auch ein Krisengespräch in der Landesschulbehörde stimmte die Ministerin nicht um.

One comment

  1. Mutter eines Schülers

    „Fair miteinander umgehen, sich wohlfühlen und etwas leisten“
    -das Motto der Herderschule.