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Meike Bergmann lugt hinter einer Staubwand in dem Supermarkt Edeka Saline hervor. Dahinter laufen die Modernisierungsarbeiten an, insgesamt sind fünf Bauabschnitte geplant. Foto: t&w
Meike Bergmann lugt hinter einer Staubwand in dem Supermarkt Edeka Saline hervor. Dahinter laufen die Modernisierungsarbeiten an, insgesamt sind fünf Bauabschnitte geplant. Foto: t&w

Vor dem neuen kommt der renovierte Supermarkt

as Lüneburg. Die künftige Nutzung des ehemaligen Postgeländes wird seit Jahren diskutiert. Im November 2013 stellte die Stadt einen Bebauungsplan-Entwurf vor. Danach planten die Investoren, denen das Areal gehört, dort den Neubau eines Frischemarktes und ein Gebäude für einen Discounter. In den Frischemarkt möchte Meike Bergmann mit ihrem Edeka-Markt umziehen, der zurzeit noch auf dem Salinengelände angesiedelt ist. Doch inzwischen haben die Planungen für das Postgelände eine neue Wendung genommen. Wann Meike Bergmann mit ihrem Markt umziehen kann, ist offen. Deshalb wird sie den Edeka-Markt auf dem Salinengelände nun erstmal komplett modernisieren.

„Uns war seit langem klar, dass wir unseren Markt modernisieren müssen“, sagt Geschäftsführerin Meike Bergmann. Doch man habe gehofft, schneller aufs Postgelände wechseln zu können, so dass die Arbeiten nicht mehr nötig gewesen wären. „Wir haben inzwischen gehört, dass neu geplant wird, so dass wir noch länger am Salinenstandort bleiben. Deshalb werden wir diesen nun in fünf Bauabschnitten auf den neuesten Stand bringen.“

Wie berichtet, hatte es im Zuge der Auslegung des Bebauungsplanentwurfes Einwendungen gegeben zur Größe der Märkte, der verkehrlichen Erschließung und zu fehlenden Ansätzen von Wohnbebauung. Die rot-grüne Mehrheitsgruppe im Rat hatte daraufhin erklärt, die Planungen fürs Postgelände müssten noch einmal auf den Prüfstand, gleichzeitig hatten Heiko Dörbaum (SPD) und Andreas Meihsies (Grüne) aber auch deutlich gemacht: „Wir brauchen den Ausbau des Nahversorgungsangebotes auf der Fläche.“ Im September 2014 erklärte Stadtbaurätin Heike Gundermann dann im Bauausschuss: „Wir wollen eigene Vorschläge für das Postgelände entwickeln, alternativ zu den Investorenplänen. Dazu wollen wir mit einem Planungsbüro zusammenarbeiten.“

Auf LZ-Anfrage hieß es jetzt seitens der Stadt: „Wir führen für das Postgelände die gleichen Gespräche wie beim Lucia-Gelände (LZ berichtete). Wir haben selbst einen Planer von außerhalb draufblicken lassen und gehen davon aus, dass die Investoren das Gleiche machen. Am Ende hoffen wir auf einen ähnlich erfolgreichen Prozess wie beim Lucia-Gelände mit mehr Wohnungen für Lüneburg. Weiter hoffen wir, bereits im Herbst der Öffentlichkeit erste Ergebnisse zur Diskussion vorstellen zu können.“ Bis die Nachnutzung steht, kann es also noch dauern.

Derweil sind die Umbauarbeiten im Edeka-Markt auf dem Salinengelände angelaufen: Dort wo einst Lotto-Shop und Info-Stand waren, soll der Bäcker mit Sitzecke hin. „Die Getränkeabteilung wird doppelt so groß und es wird einen zweiten Leergutautomaten geben“, sagt Meike Bergmann. Komplett neu werden auch die Kühlung sowie die Fleisch-, Wurst- und Käsetheke. Die Umsetzung dieses Bauabschnittes sei die größte Herausforderung, weiß die Geschäftsführerin, da die Arbeiten bei laufendem Betrieb erfolgen der Verkauf also weiterläuft. Außerdem wird der Markt komplett neu gefliest und erhält neue Deckenkonstruktionen. Alles in allem eine Millioneninvestition. Bereits im September sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. „Wir bitten unsere Kunden in dieser Zeit um Verständnis.“ Meike Bergmann macht auch deutlich: „Wir haben die Option, auf dem Salinengelände zu bleiben, bis wir aufs Postgelände umziehen können.“