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Von der Fachhochschule Stenden in den Niederlanden ist Ewald Temper (v. l.) nach Bienenbüttel gekommen. Daniel Abt, Eduard Breße und Fabienne Schwantes wollen mehr über die Ausbildungsgänge wissen, die die Bildungseinrichtung im Nachbarland bietet. Foto: be
Von der Fachhochschule Stenden in den Niederlanden ist Ewald Temper (v. l.) nach Bienenbüttel gekommen. Daniel Abt, Eduard Breße und Fabienne Schwantes wollen mehr über die Ausbildungsgänge wissen, die die Bildungseinrichtung im Nachbarland bietet. Foto: be

nordjob: Fachmesse gibt Hilfestellung bei Berufswahl

pet Bienenbüttel. So mancher unter den mehr als 1200 Schülerinnen und Schülern, die am 1. und 2. Juni zur Fachmesse nordjob in die Bienenbütteler Ilmenauhalle gekommen waren, dürfte bei der schwierigen Frage der Berufswahl ein gutes Stück vorangekommen sein. Insgesamt 48 Anbieter, darunter 33 Unternehmen, drei Beratungsinstitutionen, sieben Berufsfachschulen und fünf Hochschulen, waren in Bienenbüttel dabei.

Das Besondere an der „nordjob“: Mitarbeiter des Organisationsbüros des „Instituts für Talententwicklung“ (IfT) besuchen schon in den Monaten vor der Messe die Schulen. Die Schüler melden sich dann zielgenau und ihrem Interesse entsprechend für ihre Gespräche in Bienenbüttel an. Insgesamt 2625 passgenaue Termine von jeweils 20 Minuten sind so in diesem Jahr vereinbart worden.

Von einem guten Ausbildungsmarkt berichtete Franziska Bürgermeister, Teamleiterin Berufsberatung bei der Agentur für Arbeit Lüneburg/Uelzen. Bereits 4,4 Prozent mehr offene Stellen als im Vorjahr seien gemeldet worden, aber es gebe auch einen Bewerberzuwachs von 3,3 Prozent. „Das erhöht die Chancen, Arbeitgeber und Bewerber zusammenzuführen“, sagt sie. Herauszufinden, „was passt zu mir“, dazu tragen Messen wie die „nordjob“ und Praktika bei, sind sich Kathrin Walsch und Dörthe Behnke vom Institut für Talententwicklung und Renate Peters vom Arbeitgeberverband Lüneburg-Nordostniedersachsen einig.

Behörden und Handel, Technik und Gesundheitswesen, Versicherung und Lebensmittelproduktion lang war die Liste der Branchen, die in Bienenbüttel vertreten waren. Am Stand der Bundeswehr etwa informierten sich Josefine Frahm, Laura Wedemann und Jette Lade von der Oberschule Am Schiffshebewerk Scharnebeck sowie Antonia Fiedler vom Luhe-Gymnasium Winsen über die Berufsmöglichkeiten.

„Auf jeden Fall“ kann sich Antonia Fiedler eine Laufbahn bei der Bundeswehr vorstellen. „Es gibt gute Studienmöglichkeiten und vor allem nach dem Studium eine feste Perspektive. Das hat man nicht überall“, sagt sie. Zahlreiche der Ausbildungsmöglichkeiten hat sich auch Jette Lade von Stabsfeldwebel Frank Bischoff vom Karriereberatungsbüro der Bundeswehr in Lüneburg aufzeigen lassen. Wie viele andere Schülerinnen und Schüler nutzt sie Beratungsmöglichkeiten bei der „nordjob“ mit vier festen Terminen voll aus: „Ich habe auch Termine bei der VGH, beim Hauptzollamt Hannover und bei der AOK“, berichtet sie.

Zum ersten Mal bei der „nordjob“ in Bienenbüttel dabei ist die niederländische Fachhochschule Stenden, über deren großes Angebot an Studienmöglichkeiten Ewald Temper aus der Vertriebs- und Marketingabteilung unter anderem Eduard Breße und Daniel Abt vom Lessing-Gymnasium Uelzen und Fabienne Schwantes vom Luhe-Gymnasium Winsen informiert. „Wir hatten nicht soviele Besucher erwartet. Es gibt vor allem Anfragen nach unseren technischen Angeboten“, sagt Temper.

Schon länger in Bienenbüttel auf Nachwuchssuche ist Werum IT Solutions, das auch die Auszubildenden Till Harneit, Philip Nemsow und Nils Thore Werner als „Berater“ geschickt hatte. Viel Zeit für ein Gespräch nahm sich Ella Schulz vom Lessing-Gymnasium Uelzen, die sich einen Beruf im „naturwissenschaftlich-technischen Bereich“ gut vorstellen kann. Die Bundeswehr, die Technische Universität Ilmenau und das Thermosystemtechnik-Unternehmen Elmess aus Uelzen waren weitere Stationen für sie.

Zum siebten Mal findet die „nordjob“ in Bienenbüttel statt diesmal in Kooperation mit dem Arbeitgeberverband Lüneburg-Nordostniedersachsen. Insgesamt gibt es „nordjob“-Messen an 65 Standorten in Deutschland. Neu in diesem Jahr in Bienenbüttel: Vorträge der Bundesagentur für Arbeit zum Thema „Ausbildungschancen für junge Flüchtlinge“ und an beiden Messetagen die Gelegenheit für junge Flüchtlinge, erste Kontakte zu Unternehmen, Institutionen oder Hochschulen zu knüpfen.