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Die Organisatoren Prof. Dr. Heinrich Degenhart (v.l.) und Prof. Dr. Ulf Baxmann empfingen zum 16. Norddeutschen Bankentag Gäste aus dem Bankwesen: Dr. Andreas Dombret, Thomas Ullrich, Dr. Martin Lüdiger und Kai Friedrich. Foto: t&w
Die Organisatoren Prof. Dr. Heinrich Degenhart (v.l.) und Prof. Dr. Ulf Baxmann empfingen zum 16. Norddeutschen Bankentag Gäste aus dem Bankwesen: Dr. Andreas Dombret, Thomas Ullrich, Dr. Martin Lüdiger und Kai Friedrich. Foto: t&w

Norddeutscher Bankentag an der Leuphana

lz Lüneburg. Das schnelle Voranschreiten der Digitalisierung fordert Banken und Sparkassen zu Innovationen auf. Sie müssen Prozesse, Produktangebote und ganze Geschäftsmodelle anpassen und weiterentwickeln. Beim „Norddeutschen Bankentag“ der Leuphana Universität Lüneburg beschäftigten sich verschiedene Vertreter aus dem Bankwesen mit dem Trend der „Digitalisierung in der Kreditwirtschaft“.

Mehr als 130 Teilnehmer waren der Einladung von Prof. Dr. Ulf G. Baxmann und Prof. Dr. Heinrich Degenhart vom Institut für Bank-, Finanz- und Rechnungswesen gefolgt. Über die Konsequenzen der Digitalisierung für Banken und die Bankenaufsicht sprach Dr. Andreas Dombret, Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank. Er sah vor allem die Geschäftsleitungs- und Vorstandsebene gefordert, eine „digitale Strategie“ verantwortungsbewusst zu verfolgen. In Zeiten der Cyberkriminalität komme dabei der IT-Sicherheitskultur innerhalb der Unternehmen eine besondere Bedeutung zu.

Für Thomas Ullrich, Vorstandsmitglied der DZ Bank AG, stehen Kundenfokussierung, Kooperationsbereitschaft und die Entwicklung technologischer Lösungen im Vordergrund. Ähnlich sah das Dr. Christoph Samwer, Geschäftsführer der Lendico Global Services GmbH. Der Mitgründer des Finanztechnologie-Unternehmens verwies zudem auf die großen Vorteile etablierter Unternehmen im Bankensektor. Sie würden über eine gute Kunden- und Kapitalbasis verfügen und könnten durch Prozessoptimierung, Risikoanalyse und -minimierung beste Voraussetzungen für die Anpassung an das digitale Zeitalter schaffen.

Der Kunde informiere sich zwar digital, wolle jedoch weiterhin in einer Bankfiliale abschließend beraten werden, ist Dr. Martin Lüdiger, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Holstein, überzeugt. Aus Sicht der Sparkassen sei aber eine Ausweitung der Online-Kommunikation ebenso notwendig wie das Angebot entsprechender digitaler Produkte, die sich an den Bedürfnissen der Kunden orientieren. Kai Friedrich, CEO Consorsbank und DAB Bank, sieht die Direktbanken als Profiteure, denn sie können schon jetzt mit guten Zuwachsraten und geeigneten Online-Produktangeboten punkten.