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Ein Ticket für zwei Fähren: Lange hat der Kreis mit den Fährbetreibern verhandelt, doch letztlich mit Erfolg: Vom 1. September an können Vielfahrer aus dem Landkreis Lüneburg für 240 Euro eine Jahreskarte kaufen, die auf der Neu Darchauer Tanja (Foto) und der Bleckeder Amt Neuhaus gültig ist. Foto: t&w
Ein Ticket für zwei Fähren: Lange hat der Kreis mit den Fährbetreibern verhandelt, doch letztlich mit Erfolg: Vom 1. September an können Vielfahrer aus dem Landkreis Lüneburg für 240 Euro eine Jahreskarte kaufen, die auf der Neu Darchauer Tanja (Foto) und der Bleckeder Amt Neuhaus gültig ist. Foto: t&w

Ein Ticket für zwei Fähren

lk/eb Lüneburg. Gute Nachrichten für Berufspendler: Wer die Fähren „Tanja“ und „Amt Neuhaus“ häufig nutzt, muss in Zukunft keine Monatskarten mehr lösen, sondern kann eine Jahreskarte für beide Fähren kaufen. Die neue Jahreskarte wird vom Landkreis Lüneburg gefördert, die Förderung von Monatskarten fällt mit der neuen Regelung weg. Die Mitglieder des Ausschusses für Wirtschaft, Touristik, Verkehrsplanung und ÖPNV stimmten dem neuen Konzept und einem entsprechenden Vertrag mit den Fährbetreibern in ihrer jüngsten Sitzung zu.

Demnach kann zum 1. September eines jeden Jahres nun eine Jahreskarte für Bürger mit Wohnsitz im Landkreis Lüneburg herausgegeben werden. Angeboten wird eine Jahreskarte „Auto/Person“ für 240 Euro und eine Jahreskarte „Person“ für 100 Euro. Bezugsberechtigt sind Personen mit Wohnsitz im Kreis und Pkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis 3,5 Tonnen, die im Landkreis Lüneburg gemeldet sind. Erhältlich sind die neuen Tickets dann künftig über ein Online-Verfahren oder in der Straßenverkehrszulassungsstelle Lüneburg und der Außenstelle in Bleckede.

Die neuen Jahreskarten werden von beiden Fähren anerkannt. Bislang wurden auf der „Tanja“ und der „Amt Neuhaus“ bestimmte Tarife vergünstigt angeboten. Da die Fährbetreiber aber befürchteten, dass sich die Förderung einzelner Karten auf das Tarifgefüge ausüben könnte, kam es zur Umstrukturierung. Auch der Verkauf der geförderten 10er-Karten beider Fähren wurde neu geregelt: Die 10er-Karten sollen in Zukunft an den Tankstellen in Neuhaus, Dahlenburg und Bleckede verkauft werden. Die 10er-Karten werden noch günstiger als bisher, da der Landkreis seine Förderung der Fährtarife auf 250.000 Euro erhöht hat.

Daneben wird der Landkreis Lüneburg auch den Fährtransport der Vereine in der Gemeinde Amt Neuhaus mit jährlich 7000 Euro fördern. „Wir müssen abwarten, ob sich das gesamte Verfahren bewähren wird“, sagte der Erste Kreisrat Jürgen Krumböhmer in der Sitzung, „der Vertrag sieht deshalb auch eine Revisionsklausel vor.“ Weil eine Absprache der Details noch aussteht, sind die Verträge mit den Fährbetreibern noch nicht unterschrieben. Die Kreisverwaltung wird die Bürger ausführlich informieren, wenn alle Details feststehen. Starttermin für die neuen Fährtarife ist der 1. September.

5 Kommentare

  1. 240 Euro im Jahr – nur um im Landkreis Lüneburg, zwischen Neu Darchau und Amt Neuhaus, über die Elbe zur Arbeit zu kommen – und das soll eine „gute Nachricht“ sein? Gelinde gesagt, finde ich dieses „Jahreskarten-Hurra“ etwas übertrieben. Hier soll offensichtlich ein „mühsam errungenes Verhandlungsergebnis“ als großer Erfolg verkauft werden. Aber Gererchtigkeit sieht anders aus, oder? Denn die Bäckereiverkäuferin zahlt für die Überfahrt auch in Zukunft genausoviel wie der Oberkreisdirektor oder andere Gutverdiener im Dienstwagen. Wünschenswert wäre da ja wohl eher eine kostenfreie (!) Fahrverbindung für alle Berufspendler und Anwohner zwischen Amt Neuhaus und Neu Darchau gewesen!
    Erst werden hunderttausende von Euros für Machbarkeitsstudien, anderen Papierkram und eine Bürgerbefragung zum Brückenbau ausgegegen, und dann hört man nicht einmal auf das Votum der Befragten, begräbt die Brückenbau-Pläne – und hat am Ende kein Geld dafür , um einen wirkliuch günstigen oder eben kostenfreien Fährverkehr für Berufpendler, Anwohner und Bürger im Landkreis (der doch angeblich zusammenwachsen soll) einzurichten! Den (privatwirtschaftlich organisierten) Fähr-Betreiber wird es vielleicht freuen, aber für alle, die von Amt Neuhaus nach Lüneburg und zurück müssen, ist das eine traurige Nachricht. Und ja: selbstverständlich könnten Stadt/Landkreis und Bund das Geld bereitstellen, um Berufspendlern und Anwohnern einen kostenfreie Färverbindung zur Verfügung zu stellen – man müsste eben nur die Budgets etwas anders (und geschickte) verteilen – und andere Präferenzen setzen. I had a dream …

    • Gertrud H.
      schon seltsam, es gibt bei uns arbeitnehmer , die müssen ihre ,,reisekosten,, zum sogenannten arbeitgeber komplett selbst bezahlen. unfair oder? unterschiede? wir leben im kapitalismus und unterschiede sind da gewollt. wer sie nicht will, sollte dagegen was tun. gibt es eigentlich ein radweg von neuhaus nach lüneburg?

    • I had a dream …
      ich auch
      unkraut hat auch die gewohnheit zusammen zu wachsen. da ,,trotz,, bemühungen unserer lokalpolitiker es nur vermehrt unternehmen gibt, die gern überzogene mietpreise für ihre verkaufshütten bezahlen , aber ungern ihre mitarbeiter so bezahlen, dass sie davon leben können, müssen diese aus lüneburg und umgebung flüchten. diese flucht kostet geld. und diese pendler sind mit ihren kosten sowas von allein. und wenn die dann erleben, wer so alles subventioniert werden soll und zwar von deren steuergeldern , werden diese ziemlich sauer. verständlich Gertrud? oder nicht?

      • Lieber Klaus,
        vielen Dank für Ihre Anmerkungen! „Unkraut, das die Gewohnheit hat zusammenzuwachsen“, das verstehe ich nicht, vor allem nicht im Zusammenhang mit Bürgern des Lüneburger Landkreises diesseits und jenseits der Elbe. Den Rest aber schon. 😉 Ich empfehle Ihnen und allen Freunden dieses Forums dringend das Studium eines zukunftsweisenden Verkehrskonzeptes, das für Herrn Dobrindt und Co. klingen mag wie Musik von Pink Floyd in längst verflossenen Studien- Zeiten. Ich finde es aber wichtiger denn je. Das Konzept stammt von der Partei „Die Linke“ und ist unter den Stichwörtern „Plan B Verkehrkonzept “ über die Suchmaschine im Internet zu finden. Statt Milliarden-Subventionen für die Automobilindustrie wird darin vorgeschlagen, einen kostenlosen Personen-Nahverkehr für Stadtbewohner einzuführen, und einiges mehr. Davon würden dann übrigens auch die von Ihnen erwähnten Pendler profitieren, wenn sie mitmachen. In rund 50 Jahren, wenn die A39 die letzten Natur-Refugien in unserem Landkreis zerstört hat, wird sich manch ein Enkelkind vielleicht fragen, warum dieses Konzept niemand umgesetzt hat. Gern empfehle ich Ihnen auch noch die Website von Frau Sabine Leidig, der verkehrspolitischen Sprecherin der Linken. Dort kann man sich sachlich über Alternativen informieren, auch wenn einem diese Partei ansonsten vielleicht noch fremd oder suspekt ist. Ansonsten bin ich übrigens ganz Ihrer Meinung: Subventionen kann man auch ganz abschaffen, das wäre sogar besser. Aber solange es dieses Modell noch gibt, sind mir ein paar Subventionen am richtigen Platz schon lieber, als verschwendet für unsinnige Prestige-Projekte … 😉

        • meine liebe Gertrud, was mein hinweis auf unkraut betrifft, ist weder örtlich noch personenbezogen gemeint. es ist nur eine tatsache. ich finde den satz von helmut kohl eben ziemlich überflüssig. wenn man die natur in ruhe lässt, wächst alles zusammen und niemand behauptet, was angeblich zusammen gehört. dobrindts scherze sind mir bekannt. die scherze von die linke auch. schmunzel.
          p.s. mein enkelkind wird neutral informiert. es darf sich was aussuchen. im moment ist es erst sieben tage alt . die linke hat bekanntlich ein problem. sie wird von der wirtschaft im gegensatz zu anderen parteien nicht bezahlt. warum wohl? 😉