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Etwa 120 Klimadetektive kamen zur Siegerehrung ins Glockenhaus und präsentierten stolz ihre Ergebnisse. Foto: tt
Etwa 120 Klimadetektive kamen zur Siegerehrung ins Glockenhaus und präsentierten stolz ihre Ergebnisse. Foto: tt

Klimadetektive in der neunten Runde

tt Lüneburg. Wuselnde Kinder, stolze Eltern: Rund 180 Gäste waren jüngt ins Glockenhaus gekommen, um die besten Klimadetektive zu küren. Seit dem Jahr 2007 stellen Stadt und Landkreis Lüneburg sowie die GfA Lüneburg den Wettbewerb jährlich auf die Beine.

Diesmal ging es für die Drittklässler in zwei Wettbewerben darum, Klimakalender zu erstellen und eine Mini-Kampagne zu entwerfen und umzusetzen. Mit Klimadetektiv-Koffern ging es dabei auf die Jagd nach klimaschädlichen Dingen in unserem Alltag. Während die Kinder der 3b der GHS Embsen dafür etwa ein Video aufnahmen, übten die dritten Klassen der Grundschule Neetze einen Klimasong ein. „Baumwolltaschen sind toll“ war das Motto des Lieds — eine Erkenntnis, zu der auch der neunjährige Paul Nicklas Gwenner und die achtjährige Marlena Pfeiffer aus Neetze gekommen sind.

„Brotdosen sind für Schulbrote generell besser als Tüten, weil man sie wiederverwenden kann“, nennt Paul ein Beispiel. Nicht nur in der Schule, auch beim Einkauf seien Baumwollbeutel besser für die Umwelt als Plastiktüten, fügt seine Mitschülerin Marlena hinzu. Einig sind sich die beiden auch in einem anderen Punkt: „Am meisten Spaß hat der Besuch im Supermarkt gemacht, wo wir unsere selbstgemachten Baumwollbeutel präsentiert haben“.

Letztlich waren es auch Paul und Marlena mit ihren Klassen von der Grundschule Neetze, die den ersten Platz für ihre Mini-Kampagne gewannen. Auf sie wartet nun ein Energieexperten-Workshop zum Thema „Strom und Wärme aus der Sonne“. Andere Preise waren beispielsweise eine Märchenführung durch das Kloster Lüne oder der Besuch des Kletterwalds Scharnebeck.

Der Schirmherr der Veranstaltung, Bürgermeister Eduard Kolle, lobte die kleinen Detektive. „Ihr habt alle tolle Arbeit geleistet! Die Juryarbeit zur Preisverleihung war dieses Jahr besonders schwierig.“ Er betonte, wie wichtig die Beschäftigung mit dem Thema schon im Kindesalter sei: „Wenn wir Erwachsenen manches übersehen, brauchen wir Klimadetektive wie euch“.

Auch der Organisatorin der Aktion, Andrea Umana Lima von der Klimawerk Energieagentur, hat die Arbeit viel Spaß bereitet. Die 24-Jährige glaubt fest an eine Fortsetzung im nächsten Jahr, damit dann neue Drittklässler „echte Klimadetektive werden können“.