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Wie ist der Stand der Planungen? Die beiden Sozialarbeiterinnen Tatjana Wilczkowiak (l.) und Nina Christandl verschaffen sich vor der neuen Unterkunft in Oedeme einen Überblick. Foto: t&w
Wie ist der Stand der Planungen? Die beiden Sozialarbeiterinnen Tatjana Wilczkowiak (l.) und Nina Christandl verschaffen sich vor der neuen Unterkunft in Oedeme einen Überblick. Foto: t&w

Tag der offenen Tür in Flüchtlingsunterkunft

ahe Lüneburg. Noch sind die Bauarbeiter fleißig am Werk, ist keine einzige Wohnung fertig. Doch schon Anfang Juli sollen die ersten Frauen, Männer und Kinder einziehen, zunächst etwa 40. Bis zu 120 könnten es mal werden. Einen ersten Einblick davon, wie sie wohnen werden, erhalten Nachbarn und andere Interessierte am morgigen Sonnabend beim Tag der offenen Tür in der neuen Flüchtlingsunterkunft in Oedeme. In der Zeit von 14 bis 16 Uhr stellt die Stadt die beiden Gebäude vor, dann soll auch die erste Musterwohnung besichtigt werden können.

Drei Zimmer, Küche und Bad

Anders als in Rettmer, am Ochtmisser Kirchsteig oder in der Papenburg hat die Stadt hinter dem Gymnasium in Nachbarschaft zum Viertel Schaperdrift keine Container aufstellen, sondern in Festbauweise zwei Gebäude mit insgesamt 20 Wohnungen errichten lassen. Jede Wohnung verfügt über Bad und Küche sowie drei kleine Zimmer, die als Schlaf- und Wohnraum genutzt werden. Pro Wohnung könnten bis zu sechs Personen untergebracht werden. Bauherr ist die städtische Tochtergesellschaft Lüwobau, die Stadt mietet den Komplex zunächst für zehn Jahre, je nachdem, wie sich die Zuwanderung entwickelt, könnten die Gebäude danach weiter als Unterkunft oder als reguläre Mietwohnungen genutzt werden. Das vordere Gebäude soll in gut zwei Wochen bezogen werden, das hintere voraussichtlich im August. Wie in den anderen Unterkünften setzt die Stadt auf eine Mischung, Familien mit Kindern sollen hier ebenso Platz finden wie Flüchtlinge, die allein nach Deutschland gekommen sind.

Tatjana Wilczkowiak steht in einer der insgesamt 20 Wohnungen. Jede verfügt über eine Küche, ein Bad und drei Zimmer. Foto: t&w
Tatjana Wilczkowiak steht in einer der insgesamt 20 Wohnungen. Jede verfügt über eine Küche, ein Bad und drei Zimmer. Foto: t&w

Vom Start weg werden die beiden Sozialarbeiterinnen Nina Christandl und Tatjana Wilczkowiak ein Büro vor Ort beziehen, um als Ansprechpartner Probleme lösen und bei der Integration helfen zu können. Nachts wird ein Wachdienst vor Ort sein auch das ist Konzept in den anderen Gemeinschaftsunterkünften der Stadt. Helfen bei den ersten Schritten in der neuen Heimat sollen zudem auch hier Ehrenamtliche. „Die Bereitschaft dazu in Oedeme ist schon im Vorfeld groß“, versichern die beiden Sozialarbeiterinnen. Schüler des Gymnasiums Oedeme wollen ihre neuen Nachbarn ebenfalls unterstützen. Auf dem Außengelände sollen noch Spielmöglichkeiten für die Kinder geschaffen werden. Auch die Beleuchtung an der Straße Schaperdrifft soll noch ergänzt werden.

Umzug von der Ritterstraße

Nicht alle, die hier einziehen, sind ganz neu in Lüneburg, die Stadt wird hier zunächst vorrangig Flüchtlinge unterbringen, die zurzeit noch Vor dem Neuen Tore und an der Ritterstraße wohnen. Diese Standorte sollen aufgegeben werden, einige der Ehrenamtlichen von dort wollen dann auch in Oedeme weiter aktiv sein.