Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Auf zum Mittagessen: Die Grundschüler können es kaum noch erwarten, bis in der neuen Mensa aufgetischt wird. Foto: t&w
Auf zum Mittagessen: Die Grundschüler können es kaum noch erwarten, bis in der neuen Mensa aufgetischt wird. Foto: t&w

Kantine an Reppenstedter Grundschule eingeweiht

uk Reppenstedt. Vorn sorgt die kunterbunte Fassade schon jetzt für Gesprächsstoff, hinten überragt die hohe Glasfront die umliegenden Dächer. Keine Frage, die neue Mensa an der Grundschule Reppenstedt ist ein Hingucker. Als „Highlight, das architektonisch und funktional überzeugt“, bezeichnete Samtgemeindebürgermeister Josef Röttgers den 1,2 Millionen-Euro-Anbau, der jetzt nach einjähriger Bauzeit mit einer Feierstunde eingeweiht wurde. Die startete, wie es sich gehört, mit den Kindern: Die Mädchen und Jungen drehten zuerst eine Jubelrunde durch den neuen Saal und schmetterten anschließend passend ein Lied vom Hausbau: „Ja, zusammen schaffen wir´s im Nu, da ist jeder gleich dabei.“

Dass die beteiligten Erwachsenen dagegen in der Bauphase nicht immer mit der gleichen Begeisterung dabei gewesen waren, das wurde in den Redebeiträgen nicht ausgespart. Die Dauerbaustelle während des normalen Unterrichtbetriebs hatte sich für Lehrkräfte, Kinder und Mitarbeiter der Baufirmen als besondere Herausforderung erwiesen. „Wir hatten eine lebhafte und kritische Auseinandersetzung während des Bauens“, formulierte es Schulleiter Hartmut Lenz süffisant.

Dauerbaustelle als besondere Herausforderung für Lehrkräfte und Kinder

Und Architekt Peter Rabeler bot all seine Dichtkünste auf: „Liegen oft die Nerven blank, am Ende ziehen wir an einem Strang.“ Das gemeinsame Ziel von Schule und Schulträger unterstrich Röttgers: „Lehrer prägen eine Schule, aber auch wir als Schulträger können zum Lernerfolg beitragen. Uns allen geht es darum, Eltern bei der Erziehung und Bildung ihrer Kinder zu unterstützen.“

Dazu soll nun auch der farbfrische Neubau beitragen. Die Farben Grün und Gelb dominieren nicht nur an der Außenfassade, auch im Inneren geht es mit maigrünen Türen und gelben, grünen oder blauen Stühlen fröhlich zu. Rabeler hat einen Entwurf umgesetzt, der sich durch viel hereinfallendes Licht auszeichnet und damit zu dem nüchternen Zweckbau aus den 1960er-Jahren einen modernen Kontrapunkt setzt. Auf 280 Quadratmetern Fläche sind neben dem eigentlichen Mensaraum auch ein großzügiger Eingangsbereich, ein neuer Sanitärtrakt und Räume für die Essensausgabe entstanden.

Bühne in der alten Schulaula versetzt

Zudem wurde die Bühne in der alten Schulaula versetzt, ein Hausmeisterraum eingerichtet, die Funktionsräume den heutigen Bedürfnissen angepasst. Erste Nutzer der Mensa sind die Kinder der nachschulischen Betreuung in der „Wilden 13“, die es sich nun täglich hier mit Aussicht auf den Schulhof schmecken lassen können.

Die stellvertretende Landrätin Nicole Ziemer gratulierte wie auch Sabine Bleich von der Landeschulbehörde zum „gelungenen Bau“. Die Grundschule habe sich seit ihrem Bau 1968 permanent verändert, sagte die Gellerser Schulausschussvorsitzende Ute Klingenberg. Die Mensa sei nun ein Baustein für das neue Ziel Ganztagsschule, die 2017/18 an den Start gehen soll.

Die Schulleitung machte dagegen keinen Hehl aus ihrer Kritik an dem Schulmodell und verwies auf eine Studie der Bertelsmann-Stiftung: „Ganztagsschulen werden ihren Ansprüchen nicht gerecht“, sagte Lenz, „da sehe ich viele Faktoren als kritisch an.“ Gleichzeitig versprach er: „Wir werden hier alles mit Leben füllen.“