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Es geht weiter, die Lüneburger Projektwerkstatt setzt sich jetzt in Zusammenarbeit mit job.sozial weiter für junge Leute ein. Teilnehmer und Anleiter haben sich um eine Rikscha gruppiert, die der angehende Fahrradmechaniker Nick Malack gebaut hat. Foto: ca
Es geht weiter, die Lüneburger Projektwerkstatt setzt sich jetzt in Zusammenarbeit mit job.sozial weiter für junge Leute ein. Teilnehmer und Anleiter haben sich um eine Rikscha gruppiert, die der angehende Fahrradmechaniker Nick Malack gebaut hat. Foto: ca

LüProWerk schafft Raum für Alternativen

ca Lüneburg. Für Nick Malack haben sich Ideen und Einsatz gelohnt: Der 26-Jährige hat ein halbes Jahr Arbeit investiert, um eine Rikscha zu bauen. Das Taxi-Rad war seine Bewerbung bei einem Fahrradhändler. „Ich habe einen Praktikumsplatz bekommen, und wenn ich Leistung zeige, habe ich Chancen auf einen Ausbildungsplatz“, sagt der Lüneburger. Er hat nach Wochen in der Werkstatt des Betriebes ein gutes Gefühl, dass er im August einen Lehrvertrag unterschreiben kann.

Malack gehört zu den Teilnehmern einer sogenannten Bildungsmaßnahme. Bei der Lüneburger Projektwerkstatt, kurz LüProWerk, am Blümchensaal gehen junge Leute im Alter zwischen 18 und 35 Jahren andere als gewohnte Wege, um Arbeit zu finden. Leiterin Andrea Exner kümmert sich mit acht Kollegen, davon einige in Teilzeit, um die Gruppe. 13 Teilnehmer sind es im Moment, 17 Plätze gibt es pro Durchgang. Der nächste startet im August, es sind noch Plätze frei.

Erfolglos bei anderen Maßnahmen

Die Sozialpädagogin berichtet, dass alle Frauen und Männer schon andere Angebote durchlaufen haben. Offensichtlich ohne den erwünschten Erfolg. LüProWerk wähle daher einen anderen Ansatz: Jeder kommt mit einer eigenen Idee, kann sie vorstellen und ausprobieren. Am Ende soll ein konkretes Ergebnis stehen. Mancher probiert sich an einem professionellen Internetauftritt, andere bauen aus Teilen alter Computer einen neuen, ein anderer gestaltet Räume, so schmücken Stadtansichten die Jugendherberge. Albrecht Schneider knüpft Kontakte zu Firmen. Er versucht, Chefs zu überzeugen, den engagierten jungen Leuten eine Chance zu geben: Die Praktikanten zeigen im Unternehmen, was in ihnen steckt eine gute Möglichkeit, um einzuschätzen, ob man zueinander passt.

Für LüProWerk ist es der zweite Anlauf. Das Projekt gehörte, wie berichtet, zur Neuen Arbeit und damit zum Herbergsverein. Die Neue Arbeit musste Insolvenz anmelden, dadurch kam es zu Differenzen mit dem Bundesverwaltungsamt, das Zuschüsse von EU und Bund verwaltet. Die offenen Fragen seien geklärt, heißt es vom Herbergsverein. Nun sei job.sozial, ebenfalls mit dem Herbergsverein verbunden, der Träger. Auch die Neue Arbeit, zu der unter anderem Sack & Pack gehört, hat einen Neustart hingelegt. Wer mehr erfahren möchte oder einen Praktikumsplatz anbieten kann, wählt Tel.: 04131 /6034714.