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Produktions-Designer Dirk Behrend (l.) und sein Assistent René Helfrich basteln am Bolterser Bahnhof ein Kreideboard, das am Bahnhofsgebäude angebracht werden soll. Foto: be
Produktions-Designer Dirk Behrend (l.) und sein Assistent René Helfrich basteln am Bolterser Bahnhof ein Kreideboard, das am Bahnhofsgebäude angebracht werden soll. Foto: be

Berliner Team baut Bolterser Bahnhof für Action-Film um + + + Mit LZplay-Video

emi Boltersen. Passanten, die am Bolterser Bahnhof vorbeikommen, reiben sich verwundert die Augen. Auf dem sonst so leeren Bahnsteig neben grasbewachsenen Schienen stehen plötzlich drei bunte Häuser, die nicht so recht ins Ortsbild passen wollen: „Office“ steht in dunklen Lettern über der Tür des größten, hellblauen Gebäudes. Doch wer genau hinsieht, erkennt: Alles nur Fassade.

Entworfen hat die Kulisse Production Designer Dirk Behrend. Der 44-Jährige ist Teil eines Berliner Filmteams um den Schauspieler Alexander Scheer, das jetzt Teile seiner Actionfilm-Parodie „American Showdown“ mit und auf der Bleckeder Kleinbahn drehte. Und weil die Handlung im asiatischen Dschungel spielt, wurde der Haltepunkt passend gestaltet.

Warum die Hauptstädter ausgerechnet das beschauliche Dorf in der Gemeinde Rullstorf als Drehort ausgewählt haben, hängt vor allem mit der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsfreunde Lüneburg (AVL) zusammen: „Boltersen ist ein Glücksfall für uns, es bringt alles mit, was wir brauchen“, schwärmt Dirk Behrend. „Die Verkehrsfreunde betreiben hier ein einzelnes, einsames Gleis. Mit ein paar Tricks können wir das Ganze gut irgendwo im Dschungel von Kambodscha oder Myanmar erzählen. Außerdem stellt uns die AVL ihre alten Loks, rostigen Anhänger und ollen Waggons zur Verfügung, auf denen wir unseren ganzen Film drehen.“

Film wird voraussichtlich im Frühsommer 2017 fertig

Seit Dienstag wird rund um den Bahnhof gebohrt, gepinselt und geklebt. Das grobe Gerüst steht, doch das Wichtigste kommt zum Schluss: die Details. „Das, was es glaubhaft macht, sind die kleinen Feinheiten“, sagt Dirk Behrend. „Etwa die Patina, die die Fassaden alt aussehen lässt, die Elektrokabel, die kreuz und quer gehen, und das kleine Kreideboard am Office.“

Neben Alexander Scheer und den anderen Schauspielern werden dann auch der bekannte Oldenburger BMX-Fahrer Fjonn Dutzmann mit einem Fahrradstunt sowie einige LZ-Leser dabei sein. Das Team hatte in der Landeszeitung nach Statisten gesucht. Der Film wird voraussichtlich im Frühsommer 2017 fertig, eine Kinopremiere ist auch in Lüneburg geplant.