Donnerstag , 8. Dezember 2016
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So könnte der Neubau eines zentralen Bauhofs für den Betrieb Straßenbau und -unterhaltung in Scharnebeck aussehen. Grafik: architekturbüro horn/nh
So könnte der Neubau eines zentralen Bauhofs für den Betrieb Straßenbau und -unterhaltung in Scharnebeck aussehen. Grafik: architekturbüro horn/nh

Kreistag beschließt zentralen Betriebshof in Scharnebeck

off/lk Lüneburg. Nach vielen Diskussionen im Vorfeld hat der Lüneburger Kreistag bei seiner jüngsten Sitzung die Weichen gestellt für einen zentralen Betriebshof im Landkreis Lüneburg. Einmütig stimmten die Kommunalpolitiker für einen Neubau in Scharnebeck. Die Investitionskosten werden auf 3,2 Millionen Euro geschätzt.

Die Kommunalpolitiker beauftragten die Leitung des Eigenbetriebs Straßenbau und -unterhaltung, „die erforderlichen Schritte einzuleiten und Verhandlungen zum Kauf eines geeigneten Grundstücks zu führen“. Eine Entscheidung, die gleichzeitig das absehbare Aus bedeutet für die aktuellen Betriebshöfe in Breetze und Embsen.

Vor- und Nachteile eines Neubaus haben Experten und Kreistagsmitglieder im Vorfeld umfassend abgewogen. Auch die Frage, ob der Winterdienst mit einem zentralen Betriebshof nach wie vor in allen Teilen des Kreises sichergestellt werden kann, ist mehrfach erörtert worden. Letztlich konnte die Verwaltung alle Kreistagsmitglieder von den Vorteilen eines zentralen Betriebshofes mit einer jährlichen Ersparnis von rund 62000 Euro im Vergleich zur dezentralen Lösung überzeugen.

„Die zentrale Variante ist wirtschaftlicher, und wir können Personal und Ressourcen flexibler planen“, betonte Jens-Michael Seegers, Leiter des Betriebs Straßenbau und -unterhaltung. Zum Hintergrund: Die beiden Betriebshöfe an den Standorten Embsen und Breetze sind in die Jahre gekommen und haben einen hohen Investitionsbedarf. Es müssten nicht nur bestehende Gebäude saniert werden: Um langfristig einen reibungslosen Betrieb zu ermöglichen, wären auch Neubauten, etwa einer Fahrzeug- und Salzhalle, nötig.

Umfangreiche Überprüfung der möglichen Varianten

Dem Beschluss zum Neubau ist eine umfangreiche Überprüfung der möglichen Varianten eines zentralen Neubaus, aber auch der Erweiterung der bestehenden Standorte durch ein Architektenbüro vorausgegangen. Der Landkreis hatte zudem ein Beratungsunternehmen mit einer Wirtschaftlichkeitsuntersuchung zur Standortanalyse beauftragt und Gespräche mit den Kommunen geführt. „Wir haben mit den Bürgermeistern der östlichen und westlichen Kommunen Bleckede, Amelinghausen und Dahlenburg gesprochen“, sagte Landrat Manfred Nahrstedt, „ein zentraler Betriebshof ist die beste Lösung.“ Die CDU-Fraktion hatte ihre Zustimmung zum Neubau daran geknüpft, dass diese Gespräche vorab geführt werden.

Die Kreisverwaltung ist zudem dabei, den Landkreis auf dem Weg zur fahrradfreundlichen Kommune voranzubringen. Nun hat der Kreistag den nächsten Schritt beschlossen: Die Verwaltung soll eine Machbarkeitsstudie für Radschnellwege im Raum Lüneburg und den direkt angrenzenden Gemeinden durchführen. Damit soll es vor allem für Pendler attraktiver werden, auf das Rad umzusteigen. Im Mittelpunkt der Studie steht ein Radfernweg, der die Heide-Region mit der Elbe-Region verbinden soll und den Hauptbahnhof Lüneburg als Knotenpunkt hat. „Wir führen dazu auch Gespräche mit dem Landkreis Ludwigslust-Parchim“, so der Landrat.

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