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Das Café im Kurpark steht weiterhin leer, auch wenn Plakate von einer Neueröffnung träumen. Die Stadt hat keinen Pächter gefunden. Foto: t&w
Das Café im Kurpark steht weiterhin leer, auch wenn Plakate von einer Neueröffnung träumen. Die Stadt hat keinen Pächter gefunden. Foto: t&w

Kurpark-Café verwaist

as Lüneburg. Ein Plakat mit der Aufschrift „Neueröffnung! In der Planung!“ in der Wandelhalle im Kurpark lässt manchen Lüneburger hoffen, dass das Kurpark-Café bald wieder seine Türen öffnen könnte. Doch daraus wird vorerst nichts, die Stadt findet einfach keinen Betreiber.

Stadtpressesprecherin Suzanne Moenck sagt: „Da wir immer wieder Fragen haben, ob und wann es mit dem Café-Betrieb losgeht, hat die Hansestadt Info-Zettel aufhängen lassen, um zu zeigen, dass wir uns leider immer noch in der Planungsphase befinden. Trotz intensiver Bemühungen konnten wir noch keinen neuen Pächter für das Kurpark-Café finden. Das bedauern wir sehr — zumal die Saison bereits begonnen hat.“ Es hätte verschiedene vielversprechende Gespräche gegeben, die aber dann doch letztlich zu keiner Einigung geführt hätten. Die Stadt sei aber weiterhin in Gesprächen mit Interessenten.

40 Veranstaltungen pro Saison

Es liege auf der Hand, dass es sich vor allem um ein Schön-Wetter-Geschäft handeln kann. „Dem tragen wir mit möglichst geringen Pacht- und Betriebskosten auch gern Rechnung. Es geht schließlich vor allem da­rum, diesen Teil des Kurparks zu beleben. Es ist aber für uns nicht vorstellbar, den Betrieb dort komplett zu übernehmen oder Ähnliches. Das ist sicher keine originäre Aufgabe der Verwaltung.“

Zuletzt war das Sozialunternehmen Neue Arbeit Betreiber des Cafés im Kurpark. Schnell wurde es nach dem Start im Juli 2011 zum beliebten Treffpunkt für Lüneburger und Touristen. Doch es war auch ein Saisongeschäft. Nachdem die Neue Arbeit im Herbst des vergangenen Jahres Insolvenz angemeldet hatte, trennte sie sich von Unternehmensteilen. Das Café in Lüneburgs schönem Park gehörte dazu. Damals hieß es, bei den rund 40 Veranstaltungen pro Saison habe man zwar gut zu tun gehabt, doch im Normalbetrieb fehlten die Kunden. Auch eine Einschränkung der Öffnungstage und -zeiten des Cafés hätte daran nichts geändert.