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Bunte Wimpel zierten das Fest im Geschwister-Scholl-Haus, auf denen die Vornamen von 350 Ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern standen, die sich in den vergangenen 15 Jahren für die Einrichtung engagiert haben. Foto: phs
Bunte Wimpel zierten das Fest im Geschwister-Scholl-Haus, auf denen die Vornamen von 350 Ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern standen, die sich in den vergangenen 15 Jahren für die Einrichtung engagiert haben. Foto: phs

Geschwister-Scholl-Haus feiert Jubiläum

as Lüneburg. Es sind die vielen Ehrenamtlichen, die das Geschwister-Scholl-Haus lebendig gestalten und zu einem Ort des Miteinanders und der Begegnung machen. „Heute zeigen wir das Engagement mit 350 Wimpeln, auf jedem steht der Vorname eines Ehren- oder hauptamtlichen Mitarbeiters, der sich in den vergangenen 15 Jahren hier eingebracht hat“, sagte Claudia Kuchler, hauptamtliche Mitarbeiterin des Caritasverbandes, zur Begrüßung im Mehrgenerationenhaus am Bockelsberg. Mit einem Haus- und Gartenfest wurde am Sonnabend das 15-jährige Bestehen der Einrichtung gefeiert.

Im Januar 2001 eröffnete die Hansestadt Lüneburg mit dem Caritasverband Lüneburg das als generationsübergreifende Stadtteilhaus konzipierte Geschwister-Scholl-Haus. Schon im Vorfeld wurde in der Stadtteilrunde überlegt, welche Bedarfe es im Stadtteil Bockelsberg gibt. Die Kreuzkirche ist als fester Kooperationspartner von Beginn dabei, das Haus kooperiert darüber hinaus mit vielen Partnern aus dem Stadtteil. Im Mai 2004 würdigte das Land das Geschwister-Scholl-Haus als Mehrgenerationenhaus Lüneburg, inzwischen ist es eines von 450 bundesweit.

Die Einrichtung hält mehr als 70 verschiedene Angebote für alle Generationen bereit, berichten Claudia Kuchler und Ann-Kristin Wiechmann, hauptamtliche Mitarbeiterin für die Hansestadt Lüneburg. Dazu gehören unter anderem generationsübergreifende und verbindende Angebote wie Spieletreff und Mittagstisch, Bildungsangebote, interkulturelle Angebote sowie präventive Angebote von der Familienförderung, Kurenberatung bis hin zu Sturzprävention. Ausgezeichnetes Wirken, für das das Haus und die vielen Ehrenamtlichen 2014 mit dem 2. Deutschen Engagementpreis ausgezeichnet wurden.

Kreuzkirche als fester Kooperationspartner von Beginn dabei

Ein dickes Dankeschön sprach Oberbürgermeister Ulrich Mädge allen Beteiligten sowie den Sponsoren aus. „Stadtteilhäuser wie dieses leben nicht vom staatlichen Engagement, sondern von dem hoch motivierten Wirken der Menschen vor Ort.“ Berthold Schweers, Geschäftsführer des Caritasverbandes, hob hervor: „Dieses Haus bietet ein Stück Heimat, das ermöglichen die vielen Ehrenamtlichen.“ Seine Wünsche für die Zukunft: Eine verlässliche Finanzierung, weiterhin viele Bürger, die die Angebote nutzen „und dass der liebe Gott seine Hand schützend über das Haus hält“.

Zu den derzeit 120 Ehrenamtlichen, die gefeiert wurden und bei dem Fest mitfeierten, gehörte zum Beispiel Martina Eulig (54). Sie hilft zweimal pro Woche im Büro, informiert über Angebote, nimmt Anmeldungen entgegen, hält Kontakt zu Kursteilnehmern und Leitern. „Es macht viel Spaß, weil es ein tolles Miteinander von Ehrenamtlichen und denen, die Angebote wahrnehmen, ist.“ Seit vier Jahren engagiert sich Lena Marie Gräner (16), Schülerin des Gymnasiums Oedeme, im Scholl-Haus. Sie unterstützt die interkulturellen Treffs. Eine „bereichernde Aufgabe“, sagt sie, „ich profitiere von dem Miteinander der Kulturen.“