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Jugendliche auf der Suche nach Jobs + + + Mit Arbeitsmarktbericht

ahe Lüneburg. Die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen in Stadt und Landkreis Lüneburg ist erneut leicht gesunken. Waren im Mai 5535 Frauen und Männer bei der Agentur für Arbeit verzeichnet, die ohne Job waren, sind es nun 5406. Die Arbeitslosenquote ist damit von 5,8 auf 5,7 Prozent zurückgegangen. Vor einem Jahr lag die Quote bei 5,9 Prozent. Noch besser wären die Zahlen, wenn es nicht eine deutliche Zunahme bei den Arbeitslosen unter 25 Jahren gegeben hätte. 265 junge Leute tauchen nun neu in der Statistik auf. Insgesamt macht diese Personengruppe knapp zehn Prozent der Arbeitslosen aus.

Unüblich ist dieser Trend allerdings nicht, denn viele Jugendliche beenden im Juni die Schule, nicht alle finden gleich eine Ausbildungsstelle. Bernd Passier, Chef der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen, bewertet die Entwicklung deshalb sachlich: „Mit dem Beginn der Sommerferien verzeichnen wir jedes Jahr den üblichen Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit. Erfahrungsgemäß prägt die Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit die Sommermonate, bevor mit dem beginnenden Ausbildungs- und Schuljahr sowie dem Studiensemester wieder eine Entspannung eintritt.“

Ein Blick auf den Ausbildungsmarkt: Seit Oktober wurden im Gesamtbezirk der Agentur, dazu zählt neben dem Kreis Lüneburg auch Buchholz, Lüchow-Dannenberg, Winsen und Uelzen 2829 Ausbildungsstellen gemeldet. Dies waren 87 Stellen (3,2 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig suchten 3946 Jugendliche die Berufsberatung auf 119 Mädchen und Jungen (3,1 Prozent) mehr als im Vorjahr. Ende Juni waren noch 1279 Ausbildungsstellen unbesetzt, parallel 1690 Jugendliche auf der Suche nach einer Lehrstelle.

Insgesamt meldeten sich im Kreis Lüneburg 1260 Menschen neu arbeitslos, während 1395 Frauen und Männer einen Job fanden oder eine Weiterbildung begannen. Die Nachfrage nach Arbeitskräften sei generell weiter hoch. Gut 4600 freie Stellen waren im Agenturbezirk gemeldet, darunter 474 in Lüneburg. „Der Bundestrend zeichnet sich auch in unserer Region ab: Insbesondere im konjunkturunabhängigeren Dienstleistungsbereich wie dem Gesundheits- und Sozialwesen herrscht eine stabile und hohe Arbeitskräftenachfrage“, sagt Passier. Die meisten Stellenzugänge kamen aus den Bereichen Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen wie Zeitarbeit (481 Stellen), Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz (131), Gesundheits- und Sozialwesen (118), Verkehr und Lagerei (89), und Verarbeitendes Gewerbe (86).

Arbeitsmarktreport Juni 2016