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Der Discounter an der ehemaligen B4 in Bardowick will sich vergrößern. Auch mit Blick auf eine weitere Wohnbebauung in der Nachbarschaft soll dafür die Einfahrt umgebaut und verbreitert werden. Foto: dth
Der Discounter an der ehemaligen B4 in Bardowick will sich vergrößern. Auch mit Blick auf eine weitere Wohnbebauung in der Nachbarschaft soll dafür die Einfahrt umgebaut und verbreitert werden. Foto: dth

Markt-Ausbau in Bardowick kann kommen

dth Bardowick. Grünes Licht für die Erweiterung des Aldi-Marktes hat jetzt der Gemeinderat des Fleckens Bardowick gegeben. Außerdem soll die Straßeneinmündung an der ehemaligen B4, im Bereich von Discounter und Getränkemarkt, umgebaut und leicht versetzt werden. Das sieht der Satzungbeschluss zum Bebauungsplan-Änderung „Vor der Westermarsch“ vor, der bei der jüngsten Ratssitzung einstimmig gefasst wurde. Dabei schlug die Gemeinde auch Bedenken der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg sowie des Naturschutzbundes in den Wind.

Die Verkaufsfläche des Discounters beträgt derzeit rund 890 Quadratmeter und entspricht hinsichtlich der Dimensionierung und Ladengestaltung nicht mehr den heutigen Kundenanforderungen, heißt es in der Begründung zur Änderung des Bebauungsplans.

Die Verkaufsfläche soll auf rund 1200 Quadratmeter erweitert werden. In einer Stellungnahme zu den Planänderungen hatte die IHK zwar Verständnis geäußert, dass die Erweiterung des Aldi-Marktes die Nahversorgungsfunktion stärken soll, mit Ausrichtung auf das westliche Gemeindegebiet sowie die nördlich gelegenen Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Bardowick.

IHK sieht Vorhaben problematisch

Aber aus Sicht der IHK ginge die Markterweiterung nicht konform mit den Vorgaben aus dem aktuellen Landesraumordnungsprogramm: „Aus Sicht der IHK kann das Planvorhaben jedoch nicht den Charakter eines wohnortnahen Nahversorgers erfüllen, da das vorliegende Verträglichkeitsgutachten (Dr. Lademann & Partner, April 2016) nicht den Nachweis erbringt, dass die Kunden überwiegend aus einem fußläufigen Bereich stammen.“ Das sieht die Gemeinde anders. Sandra Ahlers vom Bauaumt sagte: „Der Markt kann fußläufig erreicht werden und außerdem sind in der Nachbarschaft weitere Entwicklungsflächen für Wohnen vorgesehen.“

Zudem hatte der Naturschutzbund im Verfahren angemahnt, noch einmal das Plangebiet auf schützenswerte Vogelarten hin zu untersuchen. Laut Ahlers wurde dem Hinweis nachgegangen. Im Ergebnis heißt es in der Antwort der Gemeinde: „Weder waren Haubenlerchen zu sehen noch ihr Gesang zu hören.“