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Anstelle der Reiterbar in Oedeme könnte ein Dorfgemeinschaftshaus entstehen. Foto: A/t&w
Anstelle der Reiterbar in Oedeme könnte ein Dorfgemeinschaftshaus entstehen. Foto: A/t&w

Dorfgemeinschaftshaus für Oedeme

as Lüneburg. Vielfach diskutiert wurde der Bebauungsplan „Östlicher Ortskern Oedeme“ in den vergangenen drei Jahren. Nun gab der Rat mehrheitlich bei zwei Gegenstimmen der Linken dafür grünes Licht. Ortsbürgermeisterin Christel John hat doppelten Grund zur Freude: „Dieser Bebauungplan garantiert, dass der Charakter des Dorfkerns erhalten bleibt, Scheunen gesichert werden und zu Wohnraum umgebaut werden können. Dafür haben wir uns im Ortsrat immer ausgesprochen.“ Außerdem signalisiert die Stadt, dass anstelle der Reiterbar ein Dorfgemeinschaftshaus entstehen könnte. Ein Herzensprojekt von Christel John.

Wie berichtet, hatte die Stadt den Bebauungsplan auf den Weg gebracht, nachdem die Gaststätte Jägerhof Ende August 2013 geschlossen hatte und der Eigentümer das Grundstück für eine neue Bebauung zur Verfügung stellen wollte. Auch für eine Hofstelle war eine neue Nutzung ins Auge gefasst worden.

Der Bebauungsplan umfasst eine 9,8 Hektar große Fläche, die sich von der Reiterbar im Norden bis zur Straße Hinter der Gärtnerei im Süden erstreckt, östlich wird sie von den landwirtschaftlichen Flächen entlang dem Hasenburger Mühlenbach, im Westen von Gründstücken an der Straße Im Dorf begrenzt. Ziel war von Anfang an eine Nachverdichtung, die ins Ortsbild passt. Entstehen sollen Einfamilienhäuser auf Grundstücken von mindestens 650 Quadratmetern, Doppelhaushälften und Reihenendhäuser mit mindestens 375 Quadratmeter großen Grundstücken, bei Reihenmittelhäusern sind es 250 Quadratmeter. Für Einzelhäuser und Doppelhaushälften gilt maximal eine Wohneinheit, je Reihenhaus maximal vier Wohneinheiten. Bis zu 25 Wohneinheiten könnten insgesamt entstehen.

Bebauungsplan für Ortskern verabschiedet

Neben der Erhaltung des dorftypischen Charakters geht es im Bebauungplan auch darum, die landwirtschaftlichen Betriebe in ihrer Existenz zu sichern und die Naturschutz- beziehungsweise die Fauna-Flora-Habitat-Gebiete zu sichern. Dazu heißt es: „Der Geltungsbereich des Bebauungsplans umfasst neben den im Zusammenhang bebaubaren beziehungsweise zukünftig bebaubaren Flächen auch land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen, die keiner Bebauung zugeführt werden sollen. Deren Bedeutung für Natur und Landschaft soll jedoch im Rahmen des Bebauungplans gesichert werden. Die Funktion der teilweise darin liegenden beziehungsweise angrenzenden Naturschutz- und FFH-Gebiete soll ebenso gesichert werden.“

Auf Anfrage zum Thema Dorfgemeinschaftshaus erläutert Stadtpressesprecherin Suzanne Moenck: „Die Stadt Lüneburg hat das Grundstück der Reiterbar gekauft. Mit der Ortsbürgermeisterin von Oedeme ist besprochen, dass der Ortsrat in der neuen Wahlperiode einen Arbeitskreis bildet, dem Mitglieder des Ortsrates sowie von Vereinen vor Ort angehören. Diese sollen sich darüber verständigen, wie die künftige Nutzung aussehen könnte. Auf der Basis erfolgt dann eine Kostenschätzung. Wir prüfen dann, wie die Stadt das 2018 oder in den Folgejahren finanziell einplanen und umsetzen kann.“ Die Fläche des Schützenvereins habe die Stadt nicht gekauft, das bleibe weiter die Sache zwischen Eigentümer und dem Pächter Schützenverein.